Aktuelles
2012
|
Aktuelle Projekte der Bundesanstalt
für Geowissenschaften und Rohstoffe
Ob es um
unkonventionelle Kohlenwasserstoffe oder seltene Metalle
geht, um Grundwasser in trockenen Regionen oder um geothermische
Energie: Rohstoffe, internationale Zusammenarbeit und geowissenschaftliche
Forschung sind die Arbeitsfelder der BGR. ResOURce stellt
die wichtigsen Forschungsvorhaben von 2012 bis 2016 vor.
(BGR) Mehr...
|
|
Oase
Siwa / Ägypten. Eine Wasserstelle
(Quelle: Wikipedia)
|
Grundwasser im Nahen Osten strahlt
radioaktiv
Der Nahe
Osten und Nordafrika leiden unter Wassermangel - dort werden
jeden Tag Millionen Liter aus jahrtausendealten Grundwasserspeichern
abgepumpt. Doch diese sind stark mit natürlicher Radioaktivität
belastet. Experten befürchten, dass die Krebsgefahr für
Millionen Menschen steigt. (Markus Becker, Spiegel Online)
- Mehr...
|
|

(Quelle: 3Sat)
(Quelle:
NDR)
|
Gefährliches Trinkwasser
Im Zeitraum von 1951 bis 2005
wurden mit Billigung der zuständigen Behörden auf deutschen
Äckern mindestens 13.000 Tonnen giftiges und radioaktives
Uran ausgebracht. Dieses könnte zu einem gravierenden Umweltproblem
werden, so Prof. Dr. Ewald Schnug vom Julius-Kühn-Institut.
Wie
kommt giftiges Uran in den Dünger? Mineralische Phosphatdünger
sind mit Abstand der am häufigsten verwendeten Dünger in
der Landwirtschaft. Der Dünger wird meist aus aufbereitetem
Rohphosphat hergestellt, der bergmännisch abgebaut wird.
Leider kommt Rohphosphat in der Natur häufig zusammen mit
dem problematischen Schwermetall Uran im Gestein vor. Phosphatdünger
sind, so Professor Schnug, mit durchschnittlich einem halben
Pfund Uran pro Tonne verunreinigt. Zwar wird dieses Uran
nur in sehr geringen Mengen von den gedüngten Pflanzen aufgenommen;
ein wesentlich größeres Problem ist, dass das beigemischte
Uran nach der "Veredelung" des Phosphats wasserlöslich wird.
Der Regen kann es ausspülen und es gelangt so in das Grundwasser
- wo es nichts zu suchen hat. Uran ist zum einen ein extrem
starkes Gift, und auch die Radioaktivität kann dem menschlichen
Organismus schaden, wenn die Konzentration zu hoch ist.
(Autor Dethlev Cordts). Mehr...
-
Video -
Zweidrittel aller Brunnen im Norden kontaminiert
Experten
fordern Höchstwerte für Uran
Jahrzehntelange
Schlamperei und Desinformation
Weitere Links:
Giftiges
Uran in Gartendüngern (NDR 12.09.2011)
Tickende
Zeitbombe: Uran im Dünger (Umweltinstitut, März 2012)
Soils:
Input of Uranium from Fertilizers (Jacobs-Univ.)
|
|

(Quelle: Wikipedia)
|
Was Brunnen jung hält
Berliner Forscher haben das Phänomen
der Brunnenalterung untersucht.
Presseinformation 07.11.2012
Was Brunnen jung hält Berliner Forscher haben das Phänomen
der Brunnenalterung untersucht. Wenn im Grundwasser Eisenbakterien
und Sauerstoff in einem bestimmten Verhältnis zueinander
stehen, dann altern Brunnen schnell. Das ist das Kernergebnis
des Forschungsprojektes WELLMA. Auch Trinkwasserbrunnen
werden älter. Dies erkennen Fachleute vor allem daran, dass
die geförderte Wassermenge aus einem Brunnen kontinuierlich
sinkt, obwohl die Wasserpumpen mit gleicher Kraft arbeiten.
Für Berlin mit insgesamt rund 650 Trinkwasserbrunnen bedeutet
dies einen erheblichen Aufwand an Energie sowie technischen
und personellen Ressourcen.
Mehr...
|
|

Der Greifarm des MARUM-QUEST (rechts) setzt einen Trichter
aus, mit dem die austretenden Gasblasen eingefangen und
gemessen werden.
(Foto: MARUM)
|
Methanaustritte in der Tiefsee
Neue Fallstudie bilanziert Gasemissionen
im Indischen Ozean
Methan im Meeresboden – Energiequelle
der Zukunft oder Bedrohung für das Weltklima? Wissenschaft
und Gesellschaft diskutieren kontrovers über diese Frage.
In einer Fallstudie, die jetzt im Journal of Geophysical
Research erschien, schätzt ein MARUM-Team unter Federführung
von Dr. Miriam Römer erstmals ab, wie viel Methan in den
Tiefen des nordöstlichen Indischen Ozeans austritt. Die
Wissenschaftlerinnen untersuchten zudem, ob das austretende
Treibhausgas Methan durch die Wassersäule aufsteigt und
in die Atmosphäre gelangt. Mehr...
|
|

(Foto: NASA)
|
Boden des Mars ähnelt dem von
Hawaii
Mars-Sand-Auswertung zeigt:
Boden des Mars ähnelt dem von Hawaii Neues von Mars-Rover
„Curiosity“: Der Forschungsroboter hat erste Proben von
Mars-Sand mit mehreren Messinstrumenten ausgewertet. Sie
zeigen: Der Boden des roten Planeten ähnelt dem von Hawaii.
Der Marsrover habe mit seinem Roboterarm eine Mischung aus
Staub und Sand aufgenommen, gesiebt und dann mit mehreren
Messinstrumenten analysiert, teilte die US-Raumfahrtbehörde
Nasa am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz mit.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Zusammensetzung dem verwitterten,
basaltischen Erdreich auf den Inseln von Hawaii sehr ähnlich
sei. „Unser Team ist sehr ermutigt von diesen ersten Ergebnissen“,
sagte Nasa-Wissenschaftler David Blake. Anders als bei den
Steinen, in denen „Curiosity“ vor kurzem Spuren von einst
fließendem Wasser gefunden hatte, könne das neu untersuchte
Material eher Auskunft über jüngere Entwicklungen auf dem
Mars geben (FOCUS online).
Mehr...
Curiosity
Mars rover finds soil similar to Hawaii's
|
|

Die Phlegräischen Felder (Campi Flegrei) - Bocca Grande
im Solfatara-Krater (Foto: M. Wipki )
Die
Phlegräischen Felder (Campi Flegrei)
|
Europas gefährlichster Vulkan
wird angebohrt
31.10.2012, 10:30 Uhr Die Phlegräischen
Felder bei Neapel bilden einen Supervulkan, dessen Ausbruch
bis in unsere Breiten zu spüren wäre. Jetzt bohren Forscher
die Lavaschleuder an, um mögliche Gefahren zu prüfen - ein
umstrittenes Projekt.
Europas gefährlichster Vulkan
liegt nahe Neapel – und er heißt nicht Vesuv. Rund 20 Kilometer
entfernt von dem markanten Vulkankegel erstrecken sich die
Phlegräischen Felder – ein Supervulkan, der im Fall eines
Ausbruchs seine Aschemassen bis nach Mitteleuropa schleudern
könnte. Die letzte größere Eruption der Phlegräischen Felder
gab es 1538, dabei entstand ein neuer Berg. Jetzt wollen
Forscher den Supervulkan anbohren, um Hinweise auf einen
möglicherweise bevorstehenden neuen Ausbruch zu prüfen.
Mehr...
(Handelsblatt)
|
|

© Dr. habil. Norbert R. Nowaczyk / GFZ Normal and inverse
polarity of Earth.
Quelle: GFZ
|
Der Traum vom Superzyklus wird
begraben
08.08.2012,
11:15 Uhr Die Rohstoff-Riesen melden erstmals seit Jahren
durchweg sinkende Gewinne, viele verfehlen sogar die Erwartungen.
Nach goldenen Jahren zeichnet sich für die Branche nun eine
Trendwende zu mageren Zeiten ab.
DüsseldorfDie weltweite Konjunkturflaute
erreicht die großen Minenkonzerne. Das drittgrößte Bergbau-Unternehmen
der Welt, Rio Tinto, erlitt im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang
um 22 Prozent. Der Nettogewinn schrumpfte auf 5,9 Milliarden
Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum
stand noch ein Plus von 7,6 Milliarden Dollar. Als Grund
für den Rückgang nennt Rio Tinto fallende Preise für Eisenerz,
Kupfer und Aluminium. Zugleich seien die Kosten gestiegen.
Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. So erfüllte
der britisch-australische Konzern wenigstens die Erwartungen
des Marktes. Die Minenkonzerne weltweit belastet die schwindende
Nachfrage aus China. Der Bauboom und der Aufbau der Infrastruktur
im Reich der Mitte trieben über Jahre den Bedarf an Eisenerz,
Nickel oder Zink sowie an Energieträgern wie Kohle und Öl.
Konzerne wie Experten hatten mit einer anhaltenden Nachfrage
und damit dauerhaft steigenden Rohstoffpreisen gerechnet.
Mehr...
(Sebastian Ertinger, Handelsblatt)
|
|

© Dr. habil. Norbert R. Nowaczyk / GFZ Normal and inverse
polarity of Earth.
Quelle: GFZ
|
Eine
extrem kurze Umpolung des Erdmagnetfeldes, Klimaschwankungen
und ein Supervulkan
Vor 41000
Jahren kam es zu einer vollständigen und schnellen Umpolung
des Erdmagnetfeldes. Magnetische Untersuchungen des Deutschen
GeoForschungsZentrums GFZ an Sedimentbohrkernen aus dem
Schwarzen Meer belegen, dass in diesem Zeitraum, während
der letzten Eiszeit, ein Kompass am Schwarzen Meer nach
Süden statt nach Norden gezeigt hätte. Zudem wies das Wissenschaftlerteam
um GFZ-Forscher Dr. Norbert Nowaczyk und Prof. Helge Arz
in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Earth
and Planetary Science Letters“ mit weiteren Daten anderer
Studien aus dem Nordatlantik, dem Südostpazifik sowie Hawaii
nach, dass diese Umpolung ein globales Ereignis war.
Erstaunlich
ist die Geschwindigkeit der Umpolung: „Die der heutigen
Orientierung der Feldlinien entgegengesetzte Magnetfeldgeometrie
bestand für lediglich etwa 440 Jahre und war zudem mit einer
Feldstärke verbunden, die nur etwa einem Viertel der heutigen
Stärke entspricht“, erklärt Norbert Nowaczyk. „Auch die
eigentlichen Umpolungsphasen selbst dauerten jeweils nur
etwa 250 Jahre. Das ist, in geologischen Zeitskalen gedacht,
enorm schnell.“ Zudem war die Feldstärke während dieser
Umpolungsphasen deutlich geringer, die Intensität des Erdmagnetfeldes
lag bei lediglich einem Zwanzigstel des heutigen Werts.
Das bedeutet, dass die Erde weitgehend ihren Strahlenschutzschild
verloren hatte, was zu einer deutlich erhöhten Belastung
durch kosmische Strahlung führte. Der Beleg sind Spitzenwerte
von radioaktivem Berillium (10 Be) in grönländischen Eisbohrkernen
aus dieser Zeit dokumentiert. 10 Be und auch radioaktiver
Kohlenstoff (14 C) entsteht durch die Kollision von energiereichen
Protonen aus dem Weltall mit Atomen der Erdatmosphäre. Mehr...
|
|

Risse im Packeis © NOAA
(Quelle: scinexx)
|
Kohlendioxid
fördert Risse im Gletschereis
Erhöhte
CO2-Werte
könnten Eisschmelze durch die globale Erwärmung noch verstärken
Kohlendioxid
trägt direkt zum Schrumpfen der Gletscher bei. Denn das
Gas macht das Eis anfälliger für Risse und Brüche. Das haben
US-amerikanische Forscher anhand von chemisch-physikalischen
Modellen festgestellt. Erhöhte Konzentrationen von Kohlendioxid
(CO2) in der Umgebungsluft destabilisieren demnach die Bindungen
zwischen den Wassermolekülen der Eiskristalle. Zudem verhindere
das sich an der Bruchstelle anlagernde CO2, dass der Riss
wieder zusammenwachse, berichten die Wissenschaftler im
Fachmagazin "Journal of Physics D: Applied Physics". Das
zeige, dass CO2 nicht nur indirekt über das Klima auf die
Gletscher und Eiskappen der Erde einwirke, sondern auch
direkt die physikalischen Eigenschaften des Eises verändern
könne. Mehr...
|
|

Beginn der Pilot-Bohrung auf der Halbinsel Tuzla vor den
Toren Istanbuls
Quelle: GFZ
|
Das Erdbebenrisiko einer Megacity
Forschungsbohrungen zur Überwachung von Erdbeben im Raum
Istanbul
07.09.2012 | Potsdam: Heute
beginnen die Bohrarbeiten für ein seismisches Überwachungsnetz
am Marmarameer bei Istanbul. Speziell entwickelte Erdbebensensoren
in acht Bohrungen im Randgebiet Istanbuls und rund um das
östliche Marmarameer sollen die seismische Aktivität der
Region hochpräzise überwachen. In jeder der jeweils 300
Meter tiefen Bohrungen werden daher mehrere Bohrlochseismometer
in verschiedenen Tiefen permanent installiert. Diese erfassen
selbst kaum spürbare Erdbeben mit sehr kleiner Magnitude
bei gleichzeitig hoher Auflösung und können so Informationen
über den mit diesen Beben verbundenen Bruchvorgang liefern.
Mehr...
|
|

Quelle: ARTE
|
Das Öl-Zeitalter (1/2)
Die Rivalität zwischen dem
Amerikaner Rockefeller und den Brüdern Alfred und Ludvig
Nobel prägte von Anfang an die Erdölindustrie. Der Erste
Weltkrieg wurde hauptsächlich dank der Öltransporte von
Rockefellers Standard Oil Company (New Jersey) gewonnen.
Als der amerikanische Magnat 1916 von der Unterzeichnung
des geheimen Sykes-Picot-Abkommens und der britisch-französischen
Aufteilung des Nahen Ostens erfuhr, dessen schwarzes Gold
er ausbeuten wollte, setzte er die Lieferungen aus. 1928
besiegelten die Erdölmagnaten durch ein Abkommen, dessen
Inhalt bis 1952 geheim blieb, die Aufteilung der weltweiten
Lagerstätten. Der Zweite Weltkrieg wurde für die Erdölmultis
zur Quelle gigantischer Profite. Aufgrund eines korrupten
Preissystems mussten die alliierten Marineverbände eine
horrende Summe für die dringend benötigten Erdöllieferungen
zahlen. Zur gleichen Zeit arbeitete der Erdölriese Exxon
eng mit dem Chemiekonzern IG Farben zusammen, der unter
anderem das Zyklon B für die Gaskammern der Nazis herstellte.
(Frankreich, 2009, 52mn) ARTE F (Text: ARTE)
http://videos.arte.tv/de/videos/das-oel-zeitalter-1-2--6894478.html
|
|

Genau in der Bildmitte befindet sich der gewaltige Canyon
Valles Marineris, über 3000 Kilometer lang und bis zu acht
Kilometer tief. © NASA
Quelle: NASA

Das Satellitenbild zeigt, wie ein alter Krater von einer
Verwerfung durchschnitten und die Teile jeweils nach links
gegeneinander versetzt wurden. - Foto: Google Mars created
by MOLA Science Team
(Quelle: Tagesspiegel)
|
Plattentektonik auf dem Mars?
Von Dirk Eidemüller Starke
Querverschiebung eines Canyon-Systems liefert Anzeichen
für tektonische Aktivität
Los Angeles
(USA) - Die Valles Marineris auf dem Mars sind verbundene
Täler mit insgesamt 4.000 Kilometern Länge, 700 Kilometern
Breite und 7 Kilometern Tiefe. Damit bilden sie den größten
Canyon in unserem Sonnensystem. Hochaufgelöste Aufnahmen
ihrer Grenzen deuten auf Plattentektonik hin. Sie verraten,
dass die Südseite des Canyons in einer Verwerfungszone liegt
und seitlich verschoben ist. Die Verschiebung gegenüber
der Nordseite beträgt gut 150 Kilometer. Die Verwerfungszone
ist über 2.000 Kilometer lang und mit nur 50 Kilometern
Breite relativ schmal. Solche Strukturen sind auf der Erde
üblicherweise mit Plattentektonik verbunden, das heißt mit
den Verschiebungen der Kontinentalplatten gegeneinander.
Wie der Geologe An Yin in der jüngsten Ausgabe des Fachblatts
„Lithosphere“ berichtet, deutet auch die Struktur der Bruchzone
des Mars-Canyons auf plattentektonische Aktivitäten hin.
Auf mehr als einem Dutzend von 100 Satellitenbildern konnte
Yin Anzeichen tektonischer Verschiebungen erkennen.
Man kann solche geologischen
Merkmale auf keinem anderen Planeten in unserem Sonnensystem
erkennen außer auf Erde und Mars“, so Yin. Die Verwerfungen
auf dem Mars ähneln Bruchzonen im Himalaya und im kalifornischen
Death Valley. Der Mars besitzt auch eine Reihe von Vulkanen,
die auf einer Linie aufgereiht sind. Mehr...
|
|

Forschungsschiff MARIA S. MERIAN und Deutschlands einziges
Forschungstauchboot JAGO.
(Quelle: JAGO-Team, GEOMAR)
|
Methanhydrate in Auflösung?
Mit dem Tauchboot JAGO zu Gasquellen
vor der Küste Spitzbergens
10.08.2012/Kiel. Westlich von
Spitzbergen perlt Methan aus dem Meeresboden. Sind diese
Gasaustritte ein Anzeichen dafür, dass sich Methanhydrate
im Meeresboden aufgrund steigender Temperaturen auflösen?
Und was wären die Folgen? Eine Expedition mit dem deutschen
Forschungsschiff MARIA S. MERIAN und dem Tauchboot JAGO
unter Fahrtleitung des GEOMAR | Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung
Kiel soll helfen, diese Fragen zu beantworten. Sie startet
am 13. August in Reykjavik. Mehr...
|
|

Atomkraftwerk Oi (Quelle: Wikipedia)

Geologische Verwerfungen durchziehen die Atomanlage (Quelle:
ARD)
|
Die
große Wut in Oi - droht ein zweites Fukushima?
Das Kernkraftwerk Oi mit seinen
beiden Reaktoren liegt an der Bucht von Wakasa, direkt am
Japanischen Meer. Trotz Fukushima sollen beide Reaktoren
wieder ans Netz. Der Druck kommt von der mächtigen
Energielobby. Grund, seit Fukushima sind die Strompreise
um bis zu 20% gestiegen. Doch nun haben Atomkraftgegner
die Anlage besetzt.
Geologisch befindet sich die Anlage auf einer prekären
Störungszone. Offenbar durchziehen Verwerfungen den
Untergrund der Atomanlage (Bild links).
Auch der ehemalige japanische Premierminister Naoto Kan
spricht sich mittlerweile gegen eine weitere Nutzung von
Atomkraft aus. Der Ballungsraum Tokio mit 36 Mio Menschen
war bei der Explosion von Fukushima nur knapp einer nuklearen
Katastrophe entkommen.
Video:
Japan: Volle Atomkraft voraus - Das Märchen von der Energiewende
- Das Erste
(MW 23-07-2012)
|
|

Simulierte Ausdehnung des kontaminierten Wasses im Sommer
2012, 16 Monate nach der Reaktorkatastrophe. Die Farben
illustrieren die Verdünnung relativ zur ursprünglichen Ausgangskonzentration
in den japanischen Küstengewässern: die höchsten Werte (rot
gefärbt) betragen noch etwa ein Tausendstel der Werte im
April 2011.
(Quelle: GEOMAR)
|
Fukushima
- Wo bleibt das radioaktive Wasser?
Wirbel
sorgen für starke Vermischung im Pazifik
09.07.2012/Kiel.
Die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima gerät bereits
wieder in Vergessenheit. Große Mengen der dabei freigesetzten
radioaktiven Substanzen breiten sich aber nach wie vor im
Pazifik aus. Wissenschaftler des GEOMAR | Helmholtz-Zentrum
für Ozeanforschung Kiel haben die langfristige Ausbreitung
mit Hilfe einer Modellstudie untersucht. Danach sorgt die
starke Vermischung durch ozeanische Wirbel für eine rasche
Verdünnung des radioaktiven Wassers. Wenn die ersten Ausläufer
in etwa drei Jahren die nordamerikanische Küste erreichen,
sollte die Radioaktivität daher bereits unter den Werten
liegen, die noch heute infolge der Tschernobyl-Katastrophe
in der Ostsee zu finden sind. Mehr...
|
|

Das undatierte Foto zeigt eine Versteinerung des Flugsauriers
Bellubrunnus unter UV-Licht. Das 150 Millionen Jahre alte
Fossil ist derzeit in Solnhofen im Bürgermeister-Müller-Museum
sehen.
Foto: Helmut Tischlinger, dpa
(Quelle: nordbayern.de)
|
Kleinster Langschwanzflugsaurier stammt aus der Oberpfalz
150 Millionen
Jahre altes Fossil wurde entdeckt - Funde von versteinerten
Jungtieren sehr selten
Solnhofen
- Nur 14 Zentimeter lang, große Augen und kurze Hinterbeinchen:
Der kleinste je in Europa entdeckte Langschwanzflugsaurier
stammt aus dem Oberjura-Plattenkalk nordwestlich von Regensburg
und war vermutlich noch ein Baby. Das 150 Millionen Jahre
alte Fossil ist in Solnhofen im Bürgermeister-Müller-Museum
sehen.
«Die filigranen Knochen dieses Flugsauriers sind bis in
feinste Details so perfekt erhalten, dass man meinen könnte,
es läge ein heutiges Knochenskelett in der Gesteinsplatte»,
erklärt Museumsleiter Martin Röper. «Dass es sich um ein
Jungtier handelt, zeigen unter anderem die relativ großen
Augen, die Kopfform sowie die Beschaffenheit der Extremitätenknochen.»
Mehr...
|
|

Elgygytgyn (Quelle: Wikipedia)
|
Klimabohrung am nördlichen Polarkreis
Extreme Temperaturänderungen im
Sediment nachgewiesen - Mögliche Zusammenhänge mit dem Verhalten
des antarktischen Eisschildes
19.06.2012 | Potsdam: Während der vergangenen 2,8 Millionen
Jahre traten in der Arktis in unregelmäßigen Abständen teils
extreme Warmzeiten auf. Analyseergebnisse vom längsten Sedimentkern,
der jemals in Landgebieten der Arktis erbohrt wurde, ergaben
für den nördlichen Polarkreis bisher nicht für möglich gehaltene
Temperaturen. Darüber hinaus deutet eine auffällige Übereinstimmung
der Warmzeiten in der Arktis mit großen Abschmelzereignissen
in der Antarktis auf bisher unbekannte Wechselwirkungen
zwischen den Polargebieten hin. Dieses berichtet eine internationale
Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Martin Melles
von der Universität Köln in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins
„Science“. Mehr...
(GFZ)
| Abstract
Science |
Melles, M; et al. (2011): The
Lake El’gygytgyn Scientific Drilling Project – Conquering
Arctic Challenges through Continental Drilling. Scientific
Drilling 11, 29-40 (pdf - 9,1 MB!)
|
|

Eine der letzten Aufnahmen Max von Laues aufgenommen während
der Nobelpreisträgertagung in Lindau 1959. Quelle: Wikipedia
|
Mittelpunkt der damaligen physikalischen
Diskussionen
Vor 100 Jahren bewies Max von
Laue gleich zweierlei: dass Röntgenstrahlung aus elektromagnetischen
Wellen besteht und dass Kristalle aus regelmäßig angeordneten
Atomen aufgebaut sind.
Ihr Experiment gehört zum Schönsten, was die Physik erlebt
hat“, schrieb im Juni 1912 Albert Einstein begeistert an
seinen Kollegen Max von Laue. Vor 100 Jahren hatte dieser
erstmals nachgewiesen, dass Röntgenstrahlen eine extrem
kurzwellige elektromagnetische Strahlung sind und Kristalle
aus Atomen aufgebaut sind, die in regelmäßigen Gitterstrukturen
angeordneten sind. Ein gewaltiger Durchbruch, für den Max
von Laue 1914 den Nobelpreis erhielt. Heute ist das Verfahren
der „Röntgenbeugung“ längst etabliert und ein unentbehrliches
Hilfsmittel für die Strukturanalyse von Materialien in der
Mineralogie, Chemie und Biochemie. Mehr...
(Text: Dieter Hoffmann, Tagesspiegel)
|
|

Entnahme von Wasserproben mit indischen Forschern zur Bestimmung
der Gehalte von unter anderem Selen und Arsen. (Foto: IMG)
|
Arsen- und Selen-belastete Grundwässer
in Südostasien
Geochemiker des KIT untersuchen die
natürlichen Freisetzungsmechanismen und entwickeln Handlungsempfehlungen
Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer Mas-senvergiftung:
100 Millionen Menschen weltweit sind von Arsen-verunreinigtem
Grundwasser betroffen, besonders in Südostasien. Wasser
und Böden verschiedener Regionen sind auch mit Selen belastet.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für
Mineralogie und Geochemie (IMG) am Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) untersuchen, durch welche Prozesse Arsen
und Selen freigesetzt werden – um gezielte Gegenmaßnahmen
zu entwickeln. Mehr...
|
|

|
Neutraler Expertenkreis stellt
„Risikostudie Fracking” vor
Der Neutrale Expertenkreis
im InfoDialog Fracking stellte im Rahmen der Abschlusskonferenz
des InfoDialog Fracking in Osnabrück seine „Risikostudie
Fracking” vor. Gleichzeitig gab er seine Empfehlungen zur
Fracking-Technologie im Bereich der unkonventionellen Erdgaslagerstätten
ab. Die wissenschaftliche Überprüfung der Fracking-Technologie
war innerhalb eines Jahres von einem Team, dem insgesamt
38 Wissenschaftler angehörten, erstellt worden und geht
umfassend auf die denkbaren Gefahren des Frackens in den
für Deutschland neuartigen unkonventionellen Schiefergas-
und Kohleflözgas-Lagerstätten ein. Die wissenschaftliche
Leitung hatte Prof. Dr. Dietrich Borchardt, Leiter der Abteilung
Aquatische Ökosystemanalyse am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
(UFZ).
zur Pressemitteilung
des UFZ
zur Übersichtsfassung
der Risikostudie Fracking
zum InfoDialog
Fracking
zum wissenschaftlichen Inhalt der „Risikostudie
Fracking”:
MH9.05.2012
|
|

Die Sedimente in den Maaren (hier das Pulvermaar) sind für
Klimaforscher ein lückenloses Klimaarchiv. (Quelle: GFZ)
(Quelle:
BMBF - FONA)
|
Klimatische Folgen einer schwachen
Sonne
Erstmaliger Nachweis von niedriger
Sonnenaktivität und klimatischen Folgen im gleichen Klimaarchiv
– Fallstudie zeigt Notwendigkeit differenzierter Betrachtung
der Solarstrahlung Die Sedimente in den Maaren (hier das
Pulvermaar) sind für Klimaforscher ein lückenloses Klimaarchiv.
06.05.2012 | Potsdam: Vor 2800 Jahren kam es zu einem stark
ausgeprägten Minimum der Sonnenaktivität, dem ein sehr schneller
Wechsel hin zu kühl-feuchtem und vor allem windigem Klima
folgte. Geowissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums
GFZ in Potsdam weisen gemeinsam mit schwedischen und niederländischen
Kollegen diesen durch ein ausgeprägtes Minimum in der Sonnenaktivität
verursachten plötzlichen Wechsel nach. Sie untersuchten
dazu Sedimente aus dem Meerfelder Maar, einem See vulkanischen
Ursprungs in der Eifel. Erstmals konnte mit modernsten Analyseverfahren
die niedrige Sonnenaktivität selbst und gleichzeitig auch
die klimatischen Folgen am selben Sedimentkern nachgewiesen
werden. Mehr...
(Quelle: GFZ)
|
|

(Quelle:
BMBF - FONA)
|
Potsdamer Köpfe
die Potsdamer Köpfe begrüßen
proWissen-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Hans-Wolfgang Hubberten
am 06. Mai 2012 um 11 Uhr, im Haus der Brandenburgisch-Preußischen
Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam,
Eintritt 3,- €, ermäßigt 2,- €. mit dem Thema "Was
passiert, wenn die Dauerfrostgebiete der Arktis schwinden?"
Neueste Forschungsergebnisse und Messungen machen es deutlich:
Es gibt keinen Zweifel daran, dass sich die Arktis gegenwärtig
besonders rasch erwärmt; und zwar doppelt so stark wie die
Erde im globalen Mittel. Schiffs- und Landexpeditionen,
Stationsdaten und Satellitenbeobachtungen liefern Hinweise
auf signifikante Änderungen in der Meereisbedeckung, auf
zunehmendes Abtauen der Eisschilde und eine verstärkte Erwärmung
und Reduzierung dauerhaft gefrorenen Untergrunds (Permafrost),
mit deutlichen Konsequenzen für das Klima und die Umwelt
unserer Erde. Permafrost ist am weitesten in den hohen Breiten
der Nordhalbkugel verbreitet, wo er Mächtigkeiten von über
1000 m erreicht und den gesamten Arktischen Ozean umrahmt.
Zudem tritt Permafrost auch in zahlreichen Hochgebirgen
sowie in den wenigen unvergletscherten Gebieten der Antarktis
auf. Insgesamt wird ungefähr ein Viertel des Festlandes
weltweit von Permafrost unterlagert. In der russischen Föderation
nimmt er sogar mehr als die Hälfte des Territoriums ein.
Mehr...
(Quelle: Prowissen-potsdam)
|
|

(Quelle: ESA)
|
Satellit liefert Forschern exakte
Daten zur Eisdicke der Arktis
Der Satellit CryoSat liefert
Forschern exakte Daten zur Eisdicke in den Arktis. Dies
geht aus einer Mitteilung der europäischen Raumfahrtbehörde
Esa und der britischen Raumfahrtorganisation hervor. Mit
Hilfe des europäischen Satelliten CryoSat haben Forscher
erstmals genaue Daten zur Dicke der Eisdecke in der Arktis
gesammelt. Das teilten die britische Raumfahrtorganisation
und die europäische Raumfahrtbehörde Esa in London am Dienstag
mit.
Satellit liefert Forschern genaue Daten zur Eisdicke
Die Aufnahmen zeigen Veränderungen in Dicke und Form des
gefrorenen Meerwassers. Zum ersten Mal sei ein kompletter
Winterzyklus gemessen worden - von Oktober 2010 bis März
2011. Die Beobachtungen starteten mit dem Zufrieren des
Ozeans im Herbst und endeten auf dem Höhepunkt der Eisdicke
im März. Mehr...
(Augsburger Allgemeine, 24.04.2012)
|
|

(Quelle: Wikipedia)
|
Unter Afrika lagern gigantische
Grundwassermengen
Forscher haben eine Karte
der Grundwasserreserven Afrikas erstellt. Die Lager reichen,
um den Kontinent zu versorgen. Die Ausbeutung der Quellen
birgt aber Risiken. Unter dem afrikanischen Kontinent könnten
bislang unbekannte, gigantische Mengen Grundwasser lagern.
Erstmals haben Wissenschaftler des British Geological Survey
(BGS) und des University College in London detailliert die
Menge und die mögliche Trinkwasserausbeute berechnet. Das
Gesamtvolumen sei etwa hundertmal höher als das des afrikanischen
Oberflächenwassers. Die Forscher haben die bisher detaillierteste
Karte vom Umfang der afrikanischen Wasserreserven erstellt
und im Magazin Envoronmental Reserach Letters veröffentlicht.
Ihre Analyse stützt sich auf hydrogeologische Karten von
Regierungen und auf bestehende Studien über insgesamt 283
geologische Grundwasserleiter, die sich über den gesamten
Kontinent hinweg verteilen. Mehr...
(Die Zeit)
|
|
Forschungsschiff SONNE (Quelle: Wikipedia)
|
Spurensuche in der Tiefsee vor
Fukushima
Das Forschungsschiff
Sonne ist auf dem Weg nach Fukushima. Deutsche Forscher
wollen den Japanern helfen, in der Tiefsee Spuren des Mega-Bebens
vor einem Jahr aufzuspüren. Auf sie wartet eine Herkules-Aufgabe.
Yokohama: Wenige Tage vor dem Jahrestag des Mega-Bebens,
das Japans Ostküste eine verheerende Tsunami-Katastrophe
bescherte, starten Wissenschaftler eines der ambitioniertesten
Vorhaben zur Erforschung der Naturkatastrophe. Das deutsche
Forschungsschiff „Sonne“ ist am heutigen Donnerstag vom
Hafen Yokohama in See gestochen. Vor der Küste Nordost-Japans
will ein deutsch-japanisches Team mit Hightech aus Deutschland
die Spuren des Bebens am Meeresgrund aufzuspüren. Mehr...
Quelle: Handelsblatt, von Martin
Kölling
|
|
Protest-Schild der Farmer (Quelle: DasErste.de - Weltspiegel)
|
Australien verriegelt das Tor!
- Farmer gegen Gasindustrie
NDR, Sonntag, 15. April 2012
Der Bundesstaat Queensland
ist im Gasrausch. Das Hinterland hier ist bekannt für seine
fruchtbaren Äcker. Doch neuerdings sprießen überall Gasbrunnen
aus dem Boden. 4.000 sind es bereits jetzt, 40.000 sollen
es in wenigen Jahren sein. Denn tief unter der Erde liegen
riesige Vorkommen an wertvollem Flözgas. Eine Handvoll internationaler
Energieriesen hat das Land unter sich aufgeteilt. Für sie
ist der Nordosten Australiens ein Schlaraffenland: gewaltige
Ressourcen, kaum Einwohner, aber industriefreundliche Gesetze.
Dem neuesten Rohstoffboom down under steht eigentlich nichts
im Wege - wären da nicht die aufmüpfigen Farmer. Mehr...
Quelle: DasErste
|
|

Gasleck auf der Plattform Elgin in der Nordsee ( Quelle:
Stepmap).
|
Explosionsgefahr und Umweltschäden
Wissenschaftler des GEOMAR
bewerten Lage des Gaslecks in der Nordsee 29.03.2012/Kiel.
Seit Tagen tritt an der Bohrinsel "Elgin" vor der schottischen
Ostküste unkontrolliert Gas in größeren Mengen aus. Wissenschaftler
des GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel halten
die Gefahr einer Explosion für gegeben, die Umweltrisiken
nach bisherigem Kenntnisstand jedoch eher für gering. Die
Unsicherheit der Bewertung ist allerdings aufgrund der wenigen
bisher bekannten Fakten sehr hoch.
Die Evakuierung der wichtigen Förderplattform „Elgin“ in
der nordwestlichen Nordsee vor der schottischen Ostküste
zeigt, dass die Lage ernst ist. Seit Tagen dringt Erdgas
unkontrolliert aus einem in rund 5.500 Meter Tiefe liegendem
Reservoir an die Oberfläche. Der französische Total Konzern,
der die Förderplattform betreibt, stellte die Förderung
ein und evakuierte die Mitarbeiter. Auch auf einer benachbarten
Plattform wurde Personal abgezogen. Man befürchtet die Gefahr
einer Explosion und von Umweltschäden. Geologen und Biologen
des GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel versuchen
eine erste Bewertung. Mehr...
(GEOMAR 29.03.2012)
|
|

Globe-map of simulated wave heights of the Tohoku-Tsunami
Quelle: Tirdec-online.
|
Der Tohoku-Tsunami 2011 - globale
Darstellung simulierter Wellenhöhen
Am 11. März 2011 kam es in
der Nähe der Sanriku-Küste der japanischen Tohoku Präfektur
zum bislang stärksten Erdbeben seit Beginn der japanischen
Erdbebenaufzeichnung. Die Verteilung der Nachbeben an Japans
Ostküste zeigte, dass sich die Bruchlinie über eine Länge
von 400 km erstreckte und horizontale Verschiebungen von
bis zu fünf Metern aufwies. Nach Berechnungen der Erdbeben
Modellierung Gruppe des GFZ wurden insgesamt horizontale
Bewegungen von bis zu 27 m und vertikale Bewegung bis zu
sieben Metern ermittelt. Die plötzlichen Hebungen des Meeresbodens
waren Ursache für den desaströsen Tsunami. Die freigesetzte
Gesamtenergie des Hauptbebens mit 3,9 * 1022 Joule entsprach
dem 83-fachen Wert des weltweiten jährlichen Energieverbrauchs.
Die Tsunami-Wellen durchquerten den Pazifik innerhalb von
22 Stunden und erreichten im offenen Ozean eine Geschwindigkeit
von 800km/h.
Die Globus Karte des GFZ-Modells zeigt die maximale Wellenhöhe
in Falschfarben, um die weitreichenden Auswirkungen des
Tsunami auf seinem Weg durch den Pazifik hervorzuheben.
Die Kartierung der Tsunami-Welle basiert auf Simulationen
der GFZ-Wissenschaftler Andrej Babeyko und Andreas Hoechner.
Die Berechnung der Tsunami Wellenausbreitung ist ein wichtiger
Teil des Tsunami-Frühwarnsystems. Daten-Bibliotheken mit
vorberechneten Daten zur Tsunami-Ausbreitung werden in den
Frühwarnzentren verwendet, um gefährdete Küstenabschnitte
zu identifizieren und rechtzeitig Warnmeldungen verschicken
zu können. Im TRIDEC Projekt entwickeln GFZ-Wissenschaftler
wichtige Komponenten für ein State-of-the-art-Tsunami-Frühwarnsystem
für das Mittelmeer, basierend auf innovative Ansätze der
Informations-Technologie.
Die Globus Karte der Tohoku-Tsunami zeigt ein reales Ereignis
als Beispiel für die rasche und weite Verbreitung potentieller
Gefahrenzonen.
http://www.tridec-online.eu/news
Ein
Jahr danach >>>
MW 10.03.2012
|
|

Quelle: 3sat
|
Was geschah in Tunguska?
1908 gab es in der sibirischen
Region Tunguska einen gewaltigen Knall, eine Explosion.
Die Erde bebte so sehr, dass sie bis weit nach Europa zu
spüren war. Etwa 60 Millionen Bäume wurden auf einer Fläche,
die der des Saarlandes entspricht, angeknickt. Jahrzehntelang
galt als einzig seriöse Erklärung die Theorie, dass ein
Himmelskörper wie ein Komet oder ein Meteorit der Auslöser
dieser gigantischen Explosion gewesen sein müsse.
hitec: ganze Sendung am 04.03.2012
http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=14011&mode=play
|
|

|
"Blaue Murmel 2012" - Das neue
Bild der Erde
"Es ist die Neuauflage
eines der berühmtesten Fotos der Welt: Die Nasa präsentiert
eine aktuelle Version der "Blauen Murmel", ein Foto der
hell erleuchteten Erde. Ein neuer Satellit hat das Bild
geschossen - es zeigt den Planeten in erstaunlicher Präzision.
Mit der "Blauen Murmel" hat
die Nasa Geschichte geschrieben. Das Bild, das die Besatzung
der Raumkapsel "Apollo 17" 1972 von der Erde geknipst hatte,
ist eines der bekanntesten Fotos überhaupt. Es zeigt den
Planeten voll erleuchtet - die Astronauten hatten während
der Aufnahme die Sonne im Rücken. ANZEIGE Nun präsentiert
die Nasa die Neuauflage, die "Blaue Murmel 2012". Das Bild
wurde vom Satelliten "Suomi NPP" aufgenommen, der vor fast
genau drei Monaten ins All geschickt wurde und die Erde
in gut 800 Kilometern Höhe umkreist. Die rund zwei Tonnen
schwere Sonde braucht etwa 100 Minuten für ihren Umlauf
über die Pole; sie soll das Wettergeschehen auf der Erde
mit neuester Technologie aufzeichnen." (Spiegel) Mehr...
|
|

Übersicht über Gebiete, die für eine hydrogeothermische
Nutzung möglicherweise geeignet sind.
(Quelle:LIAG, Hannover))
|
Geothermisches Informationssystem
Deutschland
Das geothermische Informationssystem
bietet seinen Nutzern eine Zusammenstellung von Daten und
Informationen über tiefe Aquifere in Deutschland, die für
eine geothermische Nutzung in Frage kommen. Im Grunde ist
es als digitale Variante eines Geothermie-Atlasses zu sehen,
der weitgehend maßstabsunabhängig ist und stets in der aktuellsten
Auflage zur Verfügung steht. Sowohl geowissenschaftliche
Basisdaten als auch aktuelle Erkenntnisse und Ergebnisse
werden bereitgestellt und kontinuierlich ergänzt. Ziel des
Projektes ist die Qualitätsverbesserung bei der Projektierung
geothermischer Anlagen und die Minimierung des Fündigkeitsrisikos.
Trotz der vielen eingehenden Daten wird GeotIS aber keine
lokale Machbarkeitsstudie ersetzen. Das System steht
über das Internet frei zur Verfügung, wobei die Eigentumsrechte
an den Basisdaten in geeigneter Weise berücksichtigt werden
müssen. Mehr...
|
|

Leitfähigkeitsuntersuchungen im zentralen Abschnitt der
San Andreas-Verwerfung, Kalifornien. (Quelle: GFZ, Potsdam)
|
Wasser als Schmiermittel
An der kalifornischen Pazifikküste
können verschiedene geologische Vorgänge studiert werden,
die durch plattentektonische Bewegungen hervorgerufen werden.
Besonders spektakulär und berühmt ist die San Andreas-Verwerfung,
die durch die gesamte Erdkruste hindurch bis in den Erdmantel
hineinreicht. Sie trennt die Pazifische Platte von der Nordamerikanischen
Platte. Um knapp 6 Zentimeter bewegt sich Los Angeles auf
der Pazifischen Platte im Jahr auf San Francisco zu, das
auf der Nordamerikanischen Platte liegt. Der Weg der Pazifischen
Platte verläuft aber nicht kontinuierlich. An einigen Stellen
bewegt sie sich fast stetig, in anderen Bereichen kommt
es zu Stauungen, die sich dann mit starken Erdbeben ruckartig
lösen und zu Verschiebungen um mehrere Meter führen können.
Geophysiker vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) haben
mit Hilfe der elektrischen Leitfähigkeit von Gestein einen
Mechanismus für diese ungleichmäßige Verteilung starker
Erdbeben entlang der San Andreas-Verwerfung nachgewiesen.
Mehr...
MH 20.01.2012
|
|
|