N e u i g k e i t e n 2009

Versuchsaufbau EIV unter bohrlochähnlichen Bedingungen
(Bild TU Dresden)
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TU Dresden entwickelt vielversprechendes
Bohrverfahren
Bohren
ist teuer, insbesondere Tiefbohrungen, wie sie beispielsweise
bei Geothermieprojekten meist notwendig sind. Die Kosten
liegen bei einer 5000 m Bohrung zwischen 8 und 13 Mio Euro.
Prof. Günter Kunze und Erik Anders von der Technische Universität
Dresden haben das neuartige Elektroimpulsverfahren (EIV)
entwickelt, das die Wirkung energiereicher, elektrischer
Entladungen, die im Inneren des zu lösenden Materials erzeugt
werden, nutzt. Innerhalb von einer zehnmillionstel Sekunde
entladen sich 300.000 Volt und lassen das Gestein, auf dem
der "Bohrer" nur lose aufliegt, zerplatzen.
Eine erste Studie zeigt, dass durch das neue Verfahren im
Vergleich zu herkömmlichen Bohrverfahren bis zu 28%
an Kosten eingespart werden können.
Dadurch könnten künftig möglicherweise Geothermieprojekte
verwirklicht werden, die bislang an den zu erwartenden hohen
Kosten gescheitert waren.
19.12.09 M.W.
Wärme
aus der Erde hilft dem Klima
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Bachelorstudiengang International
Field Geosciences (IFG) an der Universität Potsdam
Als erste deutsche Hochschule
bietet die Universität Potsdam einen internationalen Bachelor
(BSc)- Studiengang in den Geowissenschaften an. Der BSc
International Field Geosciences richtet sich an Studierende
mit einem überdurchschnittlichen Interesse an Erd- und Umweltwissenschaften
sowie an der Geländearbeit. Partner des Ausbildungsprogrammes
sind die University of Montana (USA) sowie das University
College Cork (Irland). Charakteristisch für das Programm
sind die fokussierte Geländeausbildung sowie die Verleihung
eines deutschen und amerikanischen BSc-Abschlusses. Die
ersten fünf Studierenden wurden zum WS 2008/09 immatrikuliert.
Mehr...
Uni Potsdam
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Ein Limit von zwei Grad Erwärmung
ist praktisch Unsinn
Am 2. und
3. November 2009 findet in Berlin im dbb forum die Konferenz
"Klima
im System Erde" statt.
Im Vorfeld erschien in der Faz-Net
ein Interview mit den Direktoren drei großer deutscher
Geoinstitute: Karin Lochte, Direktorin am Alfred-Wegener-Institut
für Polar- und Meeresforschung, Volker Moosbrugger, Direktor
am Senckenberg-Forschungsinstitut und Museum in Frankfurt
sowie Reinhard Hüttl, Direktor am Deutschen Geoforschungszentrum
GFZ in Potsdam.
Faz-Net
(vollständiger Artikel)
31.10.09
M.W.
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Schema der geplanten Kohlendioxidspeicherung bei Ketzin
in Brandenburg
© GFZ Potsdam
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Umstrittene CO2-Speicherung
im Raum Flensburg
Die bei
der Stromerzeung in Kraftwerken geplante CO2-Abscheidung
und -Speicherung (engl. Carbon Capture and Storage, CCS)
befindet sich derzeit noch im Entwicklungsstadium. Um bessere
Kenntnisse zu dieser Technik zu erlangen, wird beispielsweise
im brandenburgischen Ketzin geforscht ("CO2-Sink").
Während die großen
Stromkonzerne diese Technik bereits als eine zukunftweisende
Technologie zum Klimaschutz preisen, regen sich zahlreiche
kritische Stimmen in Form von Bürgerprotesten. Auch
BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN unterstützen diese
Proteste.
Auf einer
Informationsveranstaltung am 15. Oktober diesen Jahres
erklärte Ernst Kern, Geschäftsführer des Wasserverbandes
Nord: "Es ist nach heutigem Kenntnisstand nicht auszuschließen,
dass unterirdische CO2-Einlagerungen aus
Kohlekraftwerken die Wasserversorgung im Flensburger Raum
beeinträchtigen könnten."
Kern,
sieht vor allem Gefahren für die Grundwasserqualität.
"Bereits die EU-Wasser-Rahmenrichtlinie verbietet alles,
was zu einer Verschlechterung der Qualität des Grundwassers
führen könnte. Unser Wasser ist mehrere hundert Jahre alt
und frei von Spuren jeder menschlichen Tätigkeit. Wir können
es nicht zulassen, dass dieser Schatz in irgendeiner Weise
berührt wird."
Landesgeologe
Dr. B. Nommensen ((LLUR Schleswig-Holstein) betonte: "Zur
Bewertung der Risiken für die regionale Trinkwasserversorgung
sind umfangreiche Forschungen sowie ein konsequent auf die
Ergebnisse abgestimmtes Speichermanagement erforderlich."
Es besteht die Gefahr der Grundwasserversalzung aufgrund
der unnterirdischen Druckausbreitung der CO2-Blase
und des möglicherweise daraus resultierenden Aufstiegs
von salzigem Formationswässer entlang der so genannten
'Sieverstedter Störung'.
Nommensen hält grundsätzlich zwei Regionen in
Schleswig-Holstein für eine künftige CO2-Speicherung
als geeignet, der nordwestliche Landesteil von Schafflundbis
in das Seegebiet westlich der Inseln Sylt, Amrum und Föhr
sowie die Ostküste zwischen der Holsteinischen Schweiz und
der Insel Fehmarn. Mehr...
CO2-Speicherung:
Wasserversorgung im Raum Flensburg in Gefahr?
31.10.09
M.W.
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Der Shiva-Becken im indischen Ozean. (Bild: Texas Tech University)
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Der größte Impaktkrater der
Welt?
Noch scheint
man der Sache nicht ganz zu trauen. Neueste Untersuchungen
von Geowissenschaftlern der Texas Tech University um den
Paläontologen Sankar Chatterjee deuten darauf hin,
dass vor ca. 65 Mio Jahren ein gigantischer Asteroid vor
der heutigen Küste Indiens einschlug und einen 500 km im
Durchmesser großen Krater mit Ringstruktur schuf, das heutige
Shiva Becken.
Im Zentrum des Beckens erhebt sich das so genannte „Bombay
High“, das u.a. als ein typisches Merkmal für einen
Einschlagkrater angesehen werden kann (Zentralberg).
Bislang galt der ca. 180 km große Chicxulub-Krater
auf Yukatan, ebenfalls auf ca. 65 Mio Jahre datiert, als
größter bekannter Einschlagkrater. Das Aussterben der Dinosaurier
sowie eines Großteils der mesozoischen Tier- und Pflanzenwelt
wird von vielen Geowissenschaftler mit diesem Ereignis in
Zusammenhang gebracht. Möglicherweise war jedoch eine ganze
Kette von Katastrophen Ursache für das weltweite Massesterben.
Der Einschlag vor Indien könnte, so wird spekuliert, einen
enormen Vulkanismus ausgelöst haben mit globalen Folgen.
Die Dekkan
Flutbasalte (Trapp), mit Mächtigkeiten bis zu 2000 m und
einer ursprünglichen Verbreitung über eine Fläche von 1.5
Mio Quadratkilometer, könnten damit in Verbindung stehen.
Sie sind zweifellos das Ergebnis einer längeren Periode
extremen Vulkanismus. Allerdings gibt es Flutbasalte auch
in anderen Erdteilen (z.B. Columbia-Plateaubasalt),
die wohl nicht auf Impaktereignisse zurückzuführen
sind.
Die Annahme eines kausalen Zusammenhangs
zwischen Trapp-Vulkanismus und Massensterben ist nicht neu.
Ob der „indische“ Asteroid initial dafür verantwortlich
war muss erst noch bewiesen werden. Zunächst wird man aber
sicherlich nach weiteren typischen Merkmalen für einen tatsächlichen
Einschlag suchen.
Mehr zum Thema: Artikel:Das_Massenaussterben_am_Ende_der_Kreide
Armageddon
im Indischen Ozean
Giant
Impact Near India -- Not Mexico -- May Have Doomed Dinosaurs
India's
Shiva Basin Impact Doomed Dinosaurs?
16.10.09
M.W.
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Fossiler Sinosauropteryx
Quelle: Sam / Olai Ose / Skjaervoy from Zhangjiagang, China
Sinosauropteryx - Wikipedia
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Älter als Archaeopteryx
Die Theorie,
dass Vögel sich aus den Dinosauriern entwickelt haben,
war bislang aufgrund fehlender Federn bei den Dinos umstritten.
Zwei spektakuläre Funde aus China liefern jedoch nunmehr
den Beleg.
Anchiornis huxleyi heißt der neu entdeckte
Dinosaurier, der hervorragend erhalten ist und an Armen,
Schwanz und Füßen Federn aufweist.
Der bekannte britische Paläontologe
Michael Benton ist begeistert. "Drawing the tree of life,
it's fairly obvious that feathers arose before Archaeopteryx
appears in the fossil record". Wiederum in China wurden
im letzten Jahrzehnt vier neue gefiederte Dinosaurier-Arten
entdeckt, Protoarchaeopteryx, Caudipteryx, Sinosauropteryx
und Sinovenator, die teilweise eng verwandt sind
mit dem Archaeopteryx und ein ähnliches Alter
zeigen.
Details: Planet-Wissen
| BBC
26.09.09 M.W.
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NEEM-1 ist ein NEEM-Eisbohrkern im Labor. Foto: Anna Wegner,
AWI (Quelle: www.awi.de)
Detailaufnahme des Bohrkopfes mit Eisbohrkern.
Foto: Anna Wegner, AWI (Quelle: www.awi.de)
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Klimabohrung in Grönland
Im internationalen
Bohrprojekt NEEM (North Greenland Eemian Ice Drilling) wurde
in der Saison 2009 ein knapp 1758 m langer Eisbohrkern gewonnen,
der vermutlich mehr als 38.000 Jahre Klimageschichte enthält.
Das älteste Eis stammt aus einer Zeit, in der das Klima
auf Grönland von starken Temperaturschwankungen geprägt,
die innerhalb weniger Jahrzehnte durchschnittlich um 10
bis 15 Grad Celsius betrugen. In den kommenden Jahren soll
die Bohrung fortgesetzt werden, um Informationen über die
letzte Warmzeit zu bekommen.
Im Eem, vor rund 120.000 bis 130.000 Jahren, war das Klima
ähnlich wie heute, z.T. war es etwas wärmer und feuchter.
Die im Eis eingeschlossenen Klimainformationen werden die
Informationen, die man bisher aus Sedimenten sowie Pollen-
und Sporendaten gewinnen konnte, um atmosphärische Daten
ergänzen. An NEEM beteiligen sich Forschungsinstitute aus
vierzehn Ländern, darunter Dänemark, die USA und Deutschland.
Mehr Informationen: www.awi.de
(PresseInformation vom 20. August 2009) www.neem.ku.dk
(Hintergrundinformationen zum NEEM-Projekt) www.dgg.de,
Der Geologische Kalender 2009 (Deckblatt)
24.08.09
M.H.
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Quelle: LBEG, Hannover
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Radioaktives
Cäsium in Waldböden Niedersachsens – 20 Jahre nach Tschernobyl
Die Norddeutsche
Forstliche Versuchsanstalt hat zwischen 1992 und 2004 verschiedene
Böden Niersachsens auf die Radionuklide Cs-137 und
Cs-134 untersucht. Das radioaktive Cäsium stammt zum
überwiegenden Teil aus dem Fallout des Reaktorunfalls
von Tschernobyl im Jahre 1986.
Das Ergebnis zeigt, dass die
Radiocäsiumbelastung mit Cs-137 im Bereich von 4000-10000
Bq/m2 liegt und punktuell Werte bis zu 18000 Bq/m2 erreicht.
Das Cäsium ist fast ausschließlich in der Humusauflage
und im oberen humosen Mineralbodenhorizont zu finden, was
auf die hohe Bindungsfähigkeit von Huminstoffen und Huminsäuren
für Cs-137 zurückzuführen ist.
Verlagerungen
in die Tiefe findet nur in tonmineralreichen sowie in Sand-
und Moorböden bis max. 20 cm statt, was für den
obersten Aquifer von Bedeutung ist.
Das am
stärksten belastete Gebiet Deutschlands war und ist
der Südosten Bayerns. Auch heute noch sind dort Pilze,
Waldbeeren und Wildtiere hoch belastet, oftmals zehnmal
höher als im Norden Deutschlands und mehr als das Zehnfache
des Eu-Grenzwertes von 600 Bq/kg.
Nach
einer Studie von BAKKEN & OLSEN (1990) sind 50 % des Radiocäsiums
im Boden in der Biomasse von Pilzen festgelegt. Pilze spielen
somit eine bedeutende Rolle im Kreislauf von Radionukliden
in Waldökosystemen (LANDESAMT FÜR VERBRAUCHERSCHUTZ UND
UMWELTRADIOAKTIVITÄT 2003). Cäsium 137 ist ein Betastrahler
mit einer Halbwertszeit von 30,17 Jahren und wird uns also
noch eine Zeitlang erhalten bleiben.
4.08.09 M.W.
Details...
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Überblick zu typischen Pollen der frühen Jura-Zeit: Die
Nacktsamer Pinuspollenites minimus und Perinopollenites
elatoides, sowie Farn-Sporen der Gattung Deltoidospora.
Das Auftreten der Nacktsamer kennzeichnet das Wiederauftreten
von baumartigen Pflanzen nach dem dramatischen Waldsterben.
Quelle:: Sofie Lindström, Goethe-Universität
Frankfurt am Main
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Massives Waldsterben vor 200
Millionen Jahren
Heftige
Vulkanausbrüche am Übergang von Trias zum Jura ließen Wälder
auf der nördlichen Halbkugel vorübergehend kollabieren.
Frankfurter Geopaläontologen fanden jetzt zusammen mit schwedischen
und amerikanischen Kollegen die Ursache: sauerer Regen.
Pressemitteilung:
Dr. Anne Hardy, Marketing und Kommunikation Goethe-Universität
Frankfurt am Main
FRANKFURT. Das Massensterben von Tieren und Pflanzen vor
200 Millionen Jahren an der Trias-Jura-Grenze, als die Zeit
der Dinosaurier begann, ist eines der fünf großen Aussterbe-Ereignisse
der Erdgeschichte. In den Ozeanen fielen ihm bis zu 80 Prozent
aller Weichtiere zum Opfer. Paläontologen erklären dies
durch den Ausstoß großer Mengen an Kohlendioxid (CO2) bei
Vulkanausbrüchen, welche die Bildung des heutigen Atlantischen
Ozeans (und damit die Trennung von Europa und Nordamerika)
einleiteten. Rätselhaft war bis heute, warum gleichzeitig
auch Ökosysteme auf den Kontinenten kollabierten. Forscher
der Goethe-Universität haben nun mit Kollegen aus Schweden
und den Vereinigten Staaten herausgefunden, dass durch den
Vulkanismus zusätzlich große Mengen an Schwefeldioxid freigesetzt
wurden, die als saurer Regen ausfielen und damit in Analogie
zum heutigen Waldsterben für den vorübergehenden Zusammenbruch
der Wälder sorgten. Mehr...
http://www.muk.uni-frankfurt.de/pm/pm2009/0709/154/index.html
16.07.09 Pressemitteilung
Uni-Frankfurt
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Quelle: Wikipedia - Mats Halldin
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Es gibt kein Bier auf Hawaii,
aber viel Eisen darunter
Eine neue Messmethode erlaubt erstmals
Einblicke in den tieferen Mantel der Erde. Prof. Munir Humayun
von der Florida State University spricht von einem Durchbruch.
"The fact that scientists can stand on the Earth's surface
and tell you what's going on 3,000 kilometers below is a
real breakthrough."
Mit Hilfe eines optimierten
Massenspektrographen gelang es, die
Eisen- und Mangangehalte im Mantel näher zu bestimmen.
Unter den Hawaii-Inseln wurde mit dieser Methode ein erhöhter
Eisengehalt gemessen. Die Ergebnisse bestätigen die
Annahme, dass die Eisengehalte im tieferen Mantel im Vergleich
zum oberen Mantel ansteigen. Nun wird darüber spekuliert,
ob eine chemische Reaktion an der Grenze Erdkern - unterer
Mantel dafür verantwortlich ist.
www.sciencedaily.com
| www.wissenschaft.de
14.06.09 MW
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Quelle: Museumsverein Messel e.V.
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Ist "Ida" das
"missing link"?
Noch ist man sich wohl längst
nicht einig, ob das eozäne Fossil der gemeinsame Vorfahre
von Menschen und Affen ist. Das wäre nämlich eine
Sensation. Der norwegische Paläontologe Jørn Hurum,
von der Universität Oslo, hat in New York ein lemurenartiges
Fossil aus der Grube Messel vorgestellt, das eventuell als
erstes Bindeglied zum Menschen angesehen werden könnte.
Einen Namen hat man bereits vergeben: Darwinius masillae.
Der ist natürlich etwas unpraktisch für die Laien.
Also hat man es kurz auch Ida getauft.
Mehr Information:
http://www.spiegel.de/
http://news.bbc.co.uk/
http://www.guardian.co.uk/
19.05.09
MW
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Photo: Chrisopher Griner,
Quelle:BBC
Quelle:
Wikipedia
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Am tiefsten Punkt der Erde
Bislang ist der Rekord aus
dem Jahre 1960 ungebrochen. Am 23 Januar erreichten der
Schweizer Jacques Piccard - auch Nemo
genannt - († 1.11. 2008) - und der US-Amerikaner
Don Walsh mit dem Tauchboot "Trieste" erstmals
eine Tiefe von 10.916 Metern. Während der neunstündigen
Mission verbrachten die beiden Forscher 20 Minuten am tiefsten
Punkt der Erde, das so genannten "Challenger Deep",
im Marianengraben, ca. 2000 km östlich der Philippinen.
Die Lokalität wurde nach dem englischen Vermessungsschiff
"Challenger II" benannt. Mittels Echolotung wurde seinerzeit
eine Meerestiefe von 10.899 m (10.863 m per Drahtlotung)
ermittelt.
Der vom Woods Hole Oceanographic
Institution in den letzten Jahren entwickelte Tiefsee-Tauchroboter
"Nereus" wird demnächst das "Challenger
Deep" erneut erkunden, diesmal allerdings unbemannt.
Der ferngesteuerte Tauchroboter, dessen Hülle aus Keramik
besteht, hat beispielsweise chemische Sensoren, Sonar sowie
Digitalkameras an Bord. Der Preis für diesen Roboter
beträgt 5 Millionen US-Dollar.
Aufgabe von Nereus ist es, großräumig
den tiefsten Meeresboden zu vermessen. Auch die Geologen
erhoffen sich neue Erkenntnisse und Bilder über die
Prozesse an dieser Subduktionszone.
Details:
- http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8035499.stm
- http://pressetext.de/news/090508002/roboter-u-boot-soll-tiefste-meeresstellen-erkunden/
- Querschnitt
des Marianengrabens
10.05.09 MW
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Quelle:UNESCO
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"Great Man-Made River"
Projekt - Milliardengrab oder zukunftsweisend?
Das derzeit weltweit größte
Ingenieurprojekt begann im Jahr 1980. Mit dem Plan von Revolutionsführer
und ehemaligem Staatsoberhaupt Muammar Abu Minyar al-Gaddafi
, die fossilen Trinkwasserreserven unter der Sahara nutzbar
zu machen, wurde seinerzeit ein Projekt der Superlative
gestartet.
Der Plan sieht vor mit einer Pipeline
fossiles Wasser der Sahara an die Küstenmetropolen
zu pumpen. Zwei Drittel der Pipeline sind bereits fertiggestellt.
In 4 Meter dicken Rohren wird bereits über eine Distanz
von 1600 km Wasser nach Tripolis,
Benghazi, Sirt und anderenorts befördert.
Im Wüstenstaat Libyen leben 90% der Bevölkerung
an der Mittelmeerküste. Nur dort ist mit 300 mm durchschnittlicher
Jahresniederschlag Landwirtschaft möglich.
Ökonomisch muss man sich ein Mammutprojekt
dieser Größe auch leisten können, aber es
scheint sich offenbar zu rechnen. Die Kosten schätzt
man auf ca. 24 Milliarden Euro. Libyen hat eines der höchsten
Pro-Kopf-Einkommen des afrikanischen Kontinents. So sind
beispielsweise Kosten für medizinische Versorgung,
Renten und Schule frei und werden vom Staat getragen.
Auf dem
derzeit stattfindenden 5. Weltwasserforum in Istanbul wird
das Great Man-Made River Project als das "Achte Weltwunder"
gepriesen. Da läßt harsche Kritik
nicht lange auf sich warten, was auch nicht neu ist.
Trotz Kritik hat die UNESCO das Projekt mit dem Internationalen
Preis für Wasserresourcen in ariden und semiarigen
Gebieten ausgezeichnet.
Mehr...
(Wonder of folly?)
21.03.09
MW
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Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz
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Radon in
Deutschland
Das radioaktive Edelgas Radon
(lat. radius „Strahl“) bildet
den Hauptanteil der natürlichen Strahlenbelastung. Es entsteht
beim Zerfall natürlicher radioaktiver Stoffe im Boden und
kann durch undichte Fundamente oder Keller in Häuser gelangen
und sich in Wohnungen ansammeln.
Bekannt ist Radon seit langem als therapeutisches Mittel
zur Behandlungen von Rheuma oder Asthma (Radonheilbäder,
Radontherapie
- Schaden oder Nutzen?). Die Gefahr, die von
Radon ausgeht, ist jedoch im Bewusstsein der Bevölkerung
noch nicht im notwendigen Maß entwickelt. Das
Gas gelangt durch undichte Stellen in die Gebäude und
reichert sich dort an, wobei die Gaskonzentrationen abhängig
vom geologischen Untergrund und der Abdichtung des Bauwerks
stark variieren können. Ursache sind die Gesteine im
Untergrund oder auch Baumaterialien, die Spuren von Uran
und/oder Thorium enthalten. Durch
deren radioaktiven Zerfall von U und Th entstehen drei natürliche
Radon-Isotope (222Rn, 220Rn, 219Rn) bei Halbwertszeiten
zwischen 3,8 Tagen und 3,9 Sekunden. Unter ungünstigen Bedingungen
kann Radon in der Raumluft so stark ansteigen, dass eine
Gesundheitsgefährdung gegeben ist, denn das Einatmen
des radioaktiven Gases kann nachweislich zu Lungenkrebs
führen. Besonders sind Raucher gefährdet.
Radonkonzentrationen werden mit so
genannten Szintillationszähler gemessen.
In der Ärzte
Zeitung vom 07.01.2009 wird von 18.000 Todesfällen
pro Jahr für die EU berichtet, die auf Lungenkrebs
durch erhöhte Radonkonzentrationen in Wohnräumen zurückzuführen
sei. Laut Bundesamt für Gesundheit
(BAG) sterben in der Schweiz jährlich 300 bis 400 Menschen
an durch Radon verursachten Lungenkrebs. Für Großbritannien
geht man von 3,3% aller Todesfälle durch Lungenkrebs
zu Lasten von Radon aus. Fazit: Neben
Rauchen ist Radon die häufigste Ursache für Lungenkrebs.
Der im Jahre 2005 vom Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eingebrachte
Gesetzentwurf, der Grenzwerte für die Radonkonzentration
in Gebäuden festlegen sollte, wurde bislang nicht verabschiedet.
In Norwegen hingegen gilt ein gesetzlich verankerter Grenzwert
von 200 Becquerel pro Kubikmeter, die nicht überschritten
werden dürfen.
Das Bewusstsein (awareness) der Amerikaner hinsichtlich
der Gefährdung durch Radon Emanationen scheint etwas
ausgeprägter zu sein als in Europa. Dort hat man den
Monat Januar zum "National Radon Action Month"
erklärt.

Bundesamt
für Strahlenschutz
9.03.09 MW
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Quelle: geoskript
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Basalt ist „Gestein des Jahres
2009”
Das nun
schon zum dritten Mal vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler
BDG und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften
DGG ausgelobte „Gestein des Jahres” ist für 2009 der Basalt.
Das feste, dichte und widerstandsfähige Gestein kommt in
Deutschland in einem breiten Streifen zwischen der Vulkaneifel
und der Lausitz vor. Die bekanntesten Basaltvorkommen sind
der Vogelsberg, die Rhön und der Hegau, aber auch der Kaiserstuhl
im Rheingraben. Viele kleinere und größere Vorkommen sind
inzwischen als Geotope ausgewiesen.
Mehr...
Weitere Informationen:
-> Pressemitteilung
von BDG + DGG
-> Der Geologische Kalender 2002-09; 2003-04; 2003-07; 2003-11;
2004-11; 2005-12; 2006-00; 2006-06; 2006-08; 2007-08; 2010-04;
2010-09)
-> www.DGG.de,
GeoShop
->Das Gestein des Jahres 2008 -> Sandstein
(M.H.)
->Das Gestein des Jahres 2007 -> Granit
(M.H.)
Was sind Geotope? -> www.DGG.de,
Fachsektion GeoTop
5.03.09 MH
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Quelle:AWI
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ANTARKTIS-STATION "NEUMAYER
III"
20. Februar 2009: Die neue
deutsche Antarktisstation "Neumayer III" nahm
mit Einweihung durch die Bundesforschungsministerin Dr.
Annette Schavan offiziell ihren Betrieb auf. Die Station
mit einer Nutzfläche von 1850 m2 verteilt
auf drei Etagen dient als Basis für die Forschungsarbeiten
der nächsten 25 bis 30 Jahre und als logistisches Zentrum
für Inlandsexpeditionen sowie für Polarflugzeuge.
Neumayer III steht auf 16 Stützen, die mit hydraulischen
Hebevorrichtungen versehen sind, um ein Versinken der Plattform
im Schnee zu verhindern.
http://www.awi.de/de
21.02.09
MW
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Quelle: IFM-Geomar
Deformation von Gesteinen in Scherzonen. Die gesamte Deformation
ist in der Scherzone konzentriert, während das Umgebungsgestein
praktisch nicht verformt ist.
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Entstehung von Erdbeben in großen
Tiefen
Die Ursache von tiefen Erdbeben kann
in vielen Fällen durch so genannte Schererwärmung des Gesteins
erklärt werden. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des IFM-Geomar
in Kiel sowie des Exzellenzzentrums „Physics of Geological
Processes” in Oslo in einer Kombination von Gelände- und Laborarbeit
mit numerischen Computersimulationen. In dem Untersuchungsgebiet
in Westnorwegen wurden über 400 Millionen Jahre alte Gesteine
untersucht, die zur unteren Erdkruste gehören und aus einer
Tiefe von ca. 50 km an die Erdoberfläche gelangt sind.
Mehr...
http://www.ifm-geomar.de
16.02.09
MH
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Quelle: Wikipedia
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Polnischer Geologe von radikal-islamischer
Gruppe enthauptet
Zahlreiche Medien berichten
über die Enthauptung des Polnischen Geologen Piotr
S., in Pakistan. Ein Video zeigt, wie der 42-jährige
von einer radikal-islamischen Gruppe brutal ermordet wird.
Der Ingenieur arbeitete für die in der Region ansässige
polnische Ölfirma Geofizyka Krakow und war an der Vermessung
von Öl- und Gasfeldern im Nordwesten Pakistans beteiligt.
Er wurde am 28. September im Bezirk Attock, ca. 100 km westlich
von Islamabad entführt. Seine beiden Fahrer und sein
Leibwächter wurden hierbei getötet.
Tagesspiegel
| Geology
news | Stern
| Yahoo
News
10.02.09
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Quelle: GFZ
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Verbundvorhaben GeoEnergie
Eine sichere
und klimaverträgliche Energieversorgung gehört zu den großen
Herausforderungen unserer Zeit. Im Rahmen des Forschungsverbundes
GeoEn sollen der aktuelle Wissensstand der auf Georessourcen
bezogenen Energieforschung vertieft und eine wirtschaftliche
Umsetzung bereits entwickelter Technologien angestrebt werden.
Kooperationspartner von GeoEn sind die im Bereich Energieforschung
aktiven Sektionen des Deutsches GeoForschungsZentrums -
GFZ, die Universität Potsdam (UP) und die Brandenburgische
Technische Universität Cottbus (BTU). Mehr...
GFZ Pressemitteilung 01/09
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top 
Reisen / Exkursionen
Seit Mai
2004 |
Grube Messel
Geführte Exkursionen - Seit Mai 2004 unterhält die Welterbe
Grube Messel gGmbH eine Info-Station an der Grube bis zur Fertigstellung
des offiziellen BesucherZentrums.
Die Station ist von Ostern bis 31. Oktober täglich von 11 bis
16 Uhr geöffnet. Besucher erhalten hier Informationen, Messel-Souvenirs
und Literatur.
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Geboten
wird eine Vielfalt an geführten Exkursionen. Hierzu zählen
Programme für Kinder und Schulgruppen sowie für Erwachsene
bzw. Busgruppen. Neben den Themenschwerpunkten Geologie,
Industriegeschichte, Paläontologie und Biologie umfasst
das Angebot auch Besuche in den Partnermuseen und Ferienprogrammen
sowie Kindergeburtstage. |
Anschrift und Kontakt: Welterbe Grube Messel
gGmbH, Postfach 1158, D-64409 Messel, Tel. 06159 71 75 35, Fax
06251 70 79 925, e-mail: info@grube-messel.de, im Internet: www.grube-messel.de
Die Grube Messel liegt südlich vom Ort Messel an der L 3317 und
ist am besten zugänglich von der L 3094 von Darmstadt nach Dieburg.
Siehe auch: Geologischer Kalender 2002
- Blatt 12/2002
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Seit September
2007 |
Vulkaneifel
„Strohner Schweiz"
Seit Ende September ist der neue Vulkanerlebnispfad –
als Ergänzung zum Vulkanhaus- durch die „Strohner Schweiz“ fertig
gestellt. Auf diesem Pfad erfährt der Besucher/Wanderer viel Wissenswertes
über die vulkanisch geprägte Landschaft. Ebenso kann der Besucher
an der großen Lavabombe eine weitere Lavabombe, die „größte“ Flugbombe
der Eifel die je durch die Luft geschleudert wurde, bewundern.
Schauen Sie selbst was sie für ein Gesicht oder Form hat. Durch
ein reizvolles Stück des „längsten Lavastrom der Eifel“, geht
der Pfad weiter entlang des Alfbachs. Hier lässt sich genau erkennen,
mit welchen Kräften der Alfbach in den letzten Jahrtausenden gearbeitet
hat. Was genau ein „Maar“ ist, erklärt dann Molte der Maulwurf
an weiteren Stationen ( mit Molte dem Maulwurf wurde natürlich
an die Kleinsten gedacht). Der Rundweg ist ca. 4 km lang und lässt
sich in 1 bis 1,5 Std erwandern. www.vulkanhaus-strohn.de
Siehe auch: Der Geologische Kalender2006,
September
„Strohner Schweiz" im Vulkaneifel European
Geopark, Westeifel.
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Geologie von
Ischia
Blockmeere, Felsenhäuser, Fumarolen,
Tafoni, Fumarolen, Vulkane, Krater.
Die Insel Ischia hat vulkanischen Ursprung. Die geologischen Erscheinungsformen
sind vielfältig und einige davon sehr eindrucksvoll....
Näheres unter: http://www.eurogeopark.com/Geologia/geologie.htm
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