Aktuelles

 

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N e w s 2006



Das Basler Erdbeben vom 18. Oktober 1356.

Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Schreckung der Bevölkerung eingeleitet

Am Nachmittag des 08.12.06 kam es in Basel zu einem Erdstoß der Stärke 3,4. Angeblich wurde das Beben durch Frac-Arbeiten im tieferen Untergrund ausgelöst. Die Arbeiten stehen in Zusammenhang mit dem Schweizerischen Hot-Dry-Rock Projekt.
Aufgrund zahlreicher Anzeigen aus der Bevölkerung hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnet.

Die verantwortliche Firma Geopower Basel AG entschuldigte sich schon mal in aller Form für die unerwartet Folgen des Projekts, obwohl die genauen Ursachen noch nicht bekannt sind.
Die gute Nachricht: In Kalifornien wird das Frac-Verfahren regelmäßig zur Vermeidung stärkerer Erdbeben eingesetzt, da hierdurch Spannungen im Untergrund abgebaut werden.
M.W. 16.12.06

http://www.nzz.ch/2006/12/08/vm/newzzEVGZHBUW-12.html
http://idw-online.de/pages/de/news188957
http://www.20min.ch/news/basel/story/16854045

 


Foto: M. Toloczyki, BGR

Tot geglaubt und doch höchst lebendig

Baurohstoffe statt Metalle: Deutscher Auslandsbergbau wächst wieder. Tot geglaubt und doch höchst lebendig – so stellte sich der deutsche Auslandsbergbau auf einer Tagung in Hannover dar, die gestern von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ausgerichtet wurde. Über 80 Teilnehmer von deutschen Firmen, Dienstleistern und Interessenverbänden waren gekommen, um über gegenwärtige Chancen und Potenziale des Auslandsbergbaus ins Gespräch zu kommen.
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Pressemitteilung

 





"Wir versuchen das nicht nur, wir können das"

Beim Schlamm-Desaster von Sidoarjo (Java, Indonesien - siehe weiter unten) scheint die Firma Lapindo Brantas, einer der größten Konzerne Indonesiens, das überquellende Bohrloch nicht in den Griff zu bekommen. Nun sollen texanische Spezialisten mit viel Erfahrung das Bohrloch schließen. Die Firma Bootx & Coots aus Houston, Texas will durch zwei neue Bohrkanäle Zement leiten. "Wir versuchen das nicht nur, wir können das", sagte Jim LaGrone von "Boots&Coots" optimistisch.
Mehr....http://www.3sat.de/nano/ >> Stinkender Schlammstrom treibt Indonesier in die Flucht
M.W. 3.12.06

 





Eisberge vor Neuseeland

Könnte es sich bei den vor der Südküste Neuseelands gesichteten Eisbergen auch um den Eisberg B-15 handeln? Diese Möglichkeit schließt Dr. Detlef Damaske von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover zumindest nicht aus. Dr. Mike Williams vom National Institute of Water and Atmospheric Research (Niwa) in Wellington, Neuseeland, hält die Eisberge vor Neuseeland für Reste des im Mai 2000 durch Kalbung vom Ronne-Schelfeis im Weddellmeer entstandenen Eisbergs A-43, wie das Hamburger Abendblatt vom 16.11.2006 berichtet. A-43 war im Mai 2000 rund 5500 km2 groß und bewegte sich seitdem in nördliche und dann - mit dem Zirkumantarktischen Strom - in östliche Richtung.
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M.H. 29.11.06

 



Foto:Norbert Michalke


Zauberkohle aus dem Dampfkochtopf - "Hydrothermale Karbonisierung"

Es erinnert an Alchemie, aber das einfache Verfahren, mit dem sich Pflanzenreste in kürzester Zeit in Kohle und sogar Erdöl umwandeln lassen ist am Potsdamer Max-Planck-Institut von Prof. Markus Anonietti entwickelt worden. Für die Bildung von Braunkohle benötigt die Natur unter bestimmten Druck-Temperatur-Bedingungen Tausende bis Millionen von Jahren, im Labor geschieht dies innerhalb eines halben Tages. Damit nicht genug. Die Reaktion läuft zudem exotherm ab, d.h. es entsteht zusätzlich nutzbare Energie. Mit dem Verfahren könnte ein Weg zu einer umweltneutralen Energiewirtschaft eröffnet werden.
Bereits vor etwa 100 Jahren hatte sich der Nobelpreisträger Friedrich Bergius mit der Umwandlung von Pflanzenmasse beschäftigt.
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www.mpg.de
M.W. 25.11.06

 





Müllteppich im Pazifik erreicht die Größe Zentraleuropas

Mit der MV Esperanza sind Mitarbeiter von Greenpeace im Pazifik unterwegs und untersuchen die Meeresverschmutzung. Insbesondere Plastikmüll, der an der Oberfläche treibt, nimmt mittlerweile riesige Ausmaße an. Laut der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde hat diese Ansammlung von Müll im Pazifik, zwischen Hawaii und nordamerikanischer Westküste, die Größe Zentraleuropas erreicht.

http://www.greenpeace.de
M.W. 2.11.06

 





Schlammflut auf Java

Die Schlammflut von Sidoarjo (Java, Indonesien) könnte mit einem Erdbeben in Verbindung gebracht werden, das am 27. Mai 2006 im 300 Kilometer entfernten Yogyakarta 6000 Menschenleben forderte. In der Region Sidoarjo hatte das Beben noch eine Stärke von 2 auf der Richter-Skala. Mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit steht die unkontrollierbare Schlammflut aber mit einer Bohrung auf Erdgas im Zusammenhang, die am 28. Mai 2006 eine Tiefe von 3000 m erreicht hatte. Am 29. Mai 2006 quoll etwa 180 m vom Bohrloch entfernt der erste Schlamm aus dem Boden. Mehr...

M.H. 27.10.06

 





Ozean der Zukunft

Mit dem Zusammenschluss von Meeres-, Geo- und Wirtschaftswissenschaftlern, Medizinern, Juristen und Gesellschaftswissenschaftlern wird sich das 2005 in Kiel gegründete Netzwerk mit der Erforschung der Risiken und Auswirkungen des globalen Wandels auf die Ozeane beschäftigen. Vor allem der globale Klimawandel und dessen Einfluss auf die Weltmeere stehen dabei im Vordergrund. Ein besseres Verständnis der Prozesse soll zu einem neuen Bewusstsein, einer "Symbiose" zwischen Mensch und Meer führen.
>>Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

M.W. 14.10.06

 





Longtime Observer says, "Aloha"

Spektakuläre Fotos von den Hawaii-Vulkanen.
Eine sehr gut gemachte Website des Hawaiian Volcano Observatory, die richtig Spaß macht, wie wir finden. Auch im Archiv zu stöbern bringt den "Wow- Boah-Effekt".
http://hvo.wr.usgs.gov/kilauea/update/images.html

Mehr zu Hawaii auch unter www.geo-aktuell.de/homepage2/Hawaii.html

M.W. 7.10.06




Website: M. Wipki

GeoBerlin 2006 - 3D-Geologie - eine neue Chance für die Nutzung und den Schutz des Untergrundes

Die Deutsche Gesellschaft für Geowissenschafte (DGG) wird ihre 158. Jahrestagung vom 2. bis 4. Oktober in Berlin abhalten. Gastgeber ist die Technische Universität Berlin, speziell das Fachgebiet Explorationsgeologie. Die Zusammenarbeit zwischen TU Berlin und der DGG weist eine lange Tradition auf. Die Tagung wird gemeinsam mit dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg organisiert.

Umfangreiches Tagungsprogramm - Postersession - Exkursionen - Öffentliche Vorträge in der Urania - Tagungsbegleitende Kunstausstellung
Näheres unter www.geoberlin2006.de

M.W. 22.09.06

 





"Der erste Völkermord des 21. Jahrhunderts"

Die Gesamtfläche Darfurs im Westsudan umfasst ca. die 1 1/2-fache Größe Deutschlands. In diesem Landesteil leben um die 5 Millionen Menschen. Besonders im Gebiet des Jebel Marra haben u.a. in den 90er Jahren auch Berliner Geowissenschaftler gearbeitet (siehe >>>.)
Vor drei Jahren ist Darfur ins Licht der Öffentlichkeit geraten, als eine blutige Rebellion gegen die arabisch-dominierte sudanesische Regierung eskalierte.
Seither wurden nach UN-Schätzungen wenigstens 300.000 Menschen getötet und drei Millionen vertrieben.
Hollywood-Schauspieler George Clooney setzt sich nun in einer Rede vor der UN für massive und sofortige Hilfe in dieser Region ein.

George Clooney: The news is that two years after we've said "genocide" that it's still going on and it's increasing — and that somewhere in there we can all talk about this and make speeches and say this is horrible and we have to do something. But every day we don't do something, and every day this goes on, thousands of people are dying and dying horrific deaths. (abc NEWS)

Video -National Geographic - "Darfur, Divided by Ethnic Conflict"

Video - Clooney Speaks Out Passionately On Darfur Genocide

M.W. 16.09.06

 



Foto:Wikipedia

Hinweise auf stark explosive Eruptionen

Der Ausbruch des Mount St. Helens am 18. Mai 1980 zählt sicherlich zu den stärksten explosiven Vulkaneruptionen des letzten Jahrhunderts. Britische und amerikanische Geowissenschaftler haben Glaseinschlüsse in den Eruptivgesteinen untersucht mit dem Ziel, Näheres über das tatsächliche Verhalten geschmolzenen Materials im tiefen Untergrund zu erfahren. Man erhofft sich hierdurch einen weiteren Schritt in der "Vorhersage" von stark explosiven Vulkanausbrüchen.
Ein erstaunliches Ergebnis ist u.a., dass beim Aufstieg von Magma wie gewohnt der Druck fällt und es zu Kristallisationsvorgängen kommt, allerdings bei steigenden Temperaturen. Normalerweise ist Kristallisation mit Abkühlung verbunden.
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M.W. 9.09.06

 

 

“Yo-Yo"- Effekt in der Atmosphäre im Proterozoikum?

Untersuchungen an milliarden Jahre alten lakustrinen und marinen Sedimenten in Australien, durchgeführt von Wissenschaftler der PennState University, ergaben überraschenderweise Anomalien im Verhältnis der Schwefelisotop-Werte im Vergleich zu anderen Proben gleichen Alters. Anders ausgedrückt, die Proben zeigten keine besonderen Anomalien zu Proben sehr viel jüngeren Alters. "We analyzed the sulfur composition and could not find the abnormal sulfur isotope ratio," said Ohmoto. Dies lässt möglicherweise den Schluss zu, dass vor mehr als 2,4 Milliarden Jahren Sauerstoff in der Atmosphäre vorhanden war. Weiterhin geht man davon aus, dass dieser durch vulkanische Tätigkeiten erzeugt wurde und es hierbei zu jeweils starken Schwankungen der atmosphärischen Zusammensetzung kam, zu einem "Yo-Yo"-Effekt in der Sauerstoffkonzentration.

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M.W. 26.08.06

 



Quelle: BGR





Karte: El Arco Volcanico Ecuatorianowebsite image

Ausbruch des Vulkans Tungurahua in Ecuador

Michael Lindemann von der hannoverschen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wurde überraschend Zeuge des aktuellen Ausbruchs des Vulkans Tungurahua in Ecuador. Lindemann ist derzeit in Ecuador, um im Rahmen einer Kooperation der BGR mit dem nationalen Erdbeben- und Vulkanbeobachtungsdienst in Quito die örtlichen Erdbebenmessstationen mit einer neuen Software zu versorgen. Zusammen mit den ecuadorianischen Kollegen war er am Mittwoch, dem 16.8.2006, zum Tungurahua unterwegs, als der Vulkan sie mit einem unerwarteten Ausbruch "begrüßte".
Der Tungurahua befindet sich ca. 135 km südlich von Quito, der Hauptstadt Ecuadors, auf gleicher Höhe wie der Chimborazo. Er ist 5016 m hoch und überragt am Ostabhang der Anden bei Ambato das Amazonasgebiet (01°28'01 S/78°26'30W).
Gegenwärtig ist er seit 1999 aktiv. Damals stiegen Aschewolken ca. 10 km hoch in die Atmosphäre und bedeckten beim Niederfall mehr als 500 km2 Land. Schlammlawinen führten zu Straßenzerstörungen, 22000 Personen wurden evakuiert. Seitdem sind kontinuierlich, mal auf-, mal abschwellend, Rauchausstöße und kleinere Eruptionen zu verzeichnen.
Im Juli 2006 kam es erneut zu starken Rauch- und Ascheausstößen und Eruptionen geringerer Aktivität. (aus wikipedia.de) Für Michael Lindemann liefert der Vulkan die seltene Gelegenheit, die den Ausbruch begleitenden Erdbeben live aufzuzeichnen. Die neue Software wird vorläufig nicht installiert, um die Datenaufzeichnung nicht zu unterbrechen.
Fotos >>>
Weitere Informationen: Dr. Christian Reichert, Tel. 0511-643-3244, christian.reichert@bgr.de


M.H.18.08.06
Cotopaxi, Ecuador >
Galápagos-Inseln >

 



Globaler Sound

Italienische Forscher korrelieren Musik mit dem Sound aktiver Vulkane und erhoffen sich dadurch bessere Vorhersagen von Vulkaneruptionen. So geschehen mit den Geräuschen des Etna auf Sizilien. Nun will man die "Melodien" des kürzlich ausgebrochenen Tungurahua in Ecuador näher untersuchen.

"It's like a musician playing a piano. You would never imagine it was a volcano playing the music." Professor Roberto Barbera

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M.W.11.08.06

 



Quelle:
Courtesy NASA Visible Earth

Stratovulkan Mayon - Alert Level 3

Der im Südosten der Hauptinsel Luzon gelegene 2.462 Meter hohe Mount Mayon gilt als eines der schönsten Vulkane der Welt.
Nach dem Ausbruch am 27. Juli flossen Lavaströme die steilen Hänge hinab. Lava und Gesteinsbrocken wurden Kilometer in die Luft geschleudert. Zudem ging über der gesamten Provinz Albay ein Ascheregen nieder. Tausende Einwohner mußten ihre Häuser verlassen. Das Vulkanologische Institut in Manila rechnet mit weiteren, explosiven Ausbrüchen.
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Ausführliche Infos zum Mayon >>>
Weitere Infos >>>>
BBC - in pictures

M.W. 2.08.06
11.08.06 - Mayon offenbar kurz vor dem Ausbruch




Quelle: Stadt Andernach

Shaken not stirred

So ähnlich wie beim Schütteln und Öffnen einer Flasche mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser funktioniert der größte Kaltwassergeysir Europas. Anstatt Hitze treibt hier die Kohlensäure mit ca. 30 Bar die Gas-Wassersäule bis zu 50 m in die Höhe.
Lange hat es gedauert bis Besucher die Möglichkeit hatten, dieses Schauspiel zu sehen. Auch wird es noch rund 2 Jahre brauchen, bis das Info-Zentrum offiziell eröffnet wird. An zehn Wochenenden kann aber schon mal probe geschüttelt werden. Einige Termine für die Schiffstouren sind schon ausverkauft!
Zu finden ist der Geysir direkt am Rhein auf dem Namedyer Werth, einer Rheininsel bei Andernach - war seinerzeit nicht ganz einfach zu finden!
Näheres auf der Website der Stadt Andernach >>>>

M.W. 2.08.06

 



Quelle: University of Sydney

Die älteste Höhle der Welt

Neueste radiometrische Altersdatierungen (K-Ar) an in-situ Tonen aus der Jenolan Höhlen (Orient Cave) in den Blue Mountains - New South Wales/Australien - ergaben ein spektakuläres Alter von 340 Mio. Jahren. Damit ist diese die älteste Höhle der Welt.
Ganz überraschend war dies allerdings für den Spezialisten Dr. Osborne nicht. Er behauptet schon seit 30 Jahren, dass die Höhle weit älter sei als bisher angenommen.
Bislang galt die Lechuguilla Höhle in New Mexico mit 90 Mio. Jahren als die Älteste. Die berühmte Carlsberg-Höhle, ebenfalls in New Mexico, besitzt ein Alter von ca. 4 Mio. Jahren.

Mehr....Cave system pre-dates dinosaurs, study finds

M.W. 28.07.06



Quelle:Wikipedia

Erneuter Tsunami an Javas Südküste

Eineinhalb Jahre nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe kam es am Montag, den 17.07.06 erneut zu einer mehrere Meter hohen Flutwelle aufgrund eines Seebebens mit einer Magnitude von 7,7 (MSNBC) vor der Südküste Javas.
Am schlimmsten scheint es den Ferienort Pangandaran getroffen zu haben.
Leider gibt es bislang noch kein funktionierendes Tsunami-Frühwarnsystem. Allerdings hatte die indonesische Regierung von außen eintreffende Warnungen nicht an die Bevölkerung weitergegeben. Bislang wird von mehr als 300 Toten berichtet.

M.W. 18.07.06



Fotos:Planeterde, Wikipedia

Elisabeth-Mann-Borgese Preis
Meerespreise Schleswig-Holstein für Klaus Töpfer und Erwin Suess.

Der Geschäftsführer des Konsortiums Deutsche Meeresforschung e.V., Prof. Dr. Erwin Suess, erhält den Elisabeth-Mann-Borgese Preis des Landes Schleswig- Holstein. Gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Töpfer wird er für seine Verdienste um den verantwortungsvollen Umgang mit den Weltmeeren und seinen Ressourcen gewürdigt, wie Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen heute in Kiel bekannt gab.

Pressemitteilung

M.W. 14.07.06

 


Foto: BGR

Weltmeisterschaft der Analyse - Reynolds-Cup

Wer schon mal tonmineralogische Analysen durchgeführt hat und mit Mixed Layer-Mineralien zu kämpfen hatte, weiß was das bedeutet.
Für den alle zwei Jahre stattfindenden Ringversuch zur komplexen mineralogischen Phasenanalyse erhielt Dr. Reinhard Kleeberg, Leiter des Röntgenlabors des Instituts für Mineralogie der TU Bergakademie Freiberg, den dritten Platz.
Von den 60 Teilnehmern aus 15 Ländern gelang es dem Freiberger Labor, die meisten der Minerale zu identifizieren. Damit befinden sich Freiberger Tonmineralogen zum zweiten Mal (2002 - 2006) auf dem Siegertreppchen.
Herzlichen Glückwunsch.
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M.W. 1.07.06



Zugriff auf korrektes Wissen

Die Kreationisten sind auf dem Vormarsch! Grund genug für führende Wissenschaftler von weltweit insgesamt 67 Wissenschaftsakademien dem entgegenzutreten. Das veröffentlichte Statement des InterAcademy Panel (IAP) fordert, dass Ergebnisse und Erkenntnisse über die Ursprünge und die Entwicklung des Lebens auf der Erde weder verschleiert noch verneint werden dürfen. Kreationistische Theorien würden einer wissenschaftlichen Basis entbehren.
Die Deklaration des globalen Netzwerkes InterAcademy Panel (IAP) fordert Eltern und Lehrer sollten den Schulkinder einen Zugang zu wissenschaftlich gesicherten Informationen über die Evolution ermöglichen, weltweit. Mehr...
M.W. 1.07.06

Großer Meteoritenkrater in der Antarktis entdeckt!

Wissenschaftler der Ohio State University haben anhand von Schweremessungen und Radaruntersuchungen wahrscheinlich einen riesigen Meteoritenkrater im östlichen Teil der Antarktis - Wilkes Land - entdeckt. Der Krater hat einen Durchmesser von ca. 480 km, doppelt so groß wie der Chicxulub Krater auf der Halbinsel Yucatán.
Das Alter des Impaktes wird mit ca. 250 Mio. Jahren angegeben.
Weiter .......The Ohio State University

M.W. 17.06.06






Foto: Grönlanddruchquerung 2002

Spurensuche 2006 - Grönland von Ost nach West die II.

In zwei Monaten wollen Geowissenschaftler ohne neue technische Hilfsmittel, allein mit dem Schlitten und 120 kg Gepäck pro Person, Grönland durchqueren. Dies ist bereits die zweite Expedition, die der Geodät Prof. Dr. W. Korth von der TFH, Berlin und sein Team durchführen wird. Ziel ist es, Höhenänderungen und klimabedingte Massenänderungen des grönländischen Inlandeises zu berechnen.
Mehr darüber erfahren sie hier....

M.W. 3.06.06







Erdbeben auf Java

Ein schweres Erdbeben hat in der Millionenstadt Yogyakarta sowie die umliegenden Orte Solo und Bantul erschüttert. Zahlreiche Todesopfer und Tausende Verwundete sind zu verzeichnen. Allein in Yogyakarta hat man über 1500 Tote gezählt. Erfahrungsgemäß werden diese Zahlen leider oft im Nachhinein um ein Vielfaches übertroffen.
Das Epizentrum lag 37 km südlich der Metropole im Meer.

MAG UTC DATE-TIME y/m/d h:m:s LAT
deg
LON
deg
DEPTH
km
Region
6.2 2006/05/26 22:54:01 -8.007 110.286 17.1 JAVA, INDONESIA
Quelle: USGS Earthquake Hazards Program

Befürchtet wurde außerdem ein Tsunami, zu dem es aber glücklicherweise nicht kam. Einen Zusammenhang zwischen dem Beben und dem kürzlich stark aktivem Merapi, der in unmittelbarer Nähe liegt, ist anzunehmen.

M.W.27.05/06
Yogyakarta (Reuters) - Die Zahl der Todesopfer des schweren Erdbebens in Indonesien hat sich auf mindestens 5115 erhöht.
29.05.06

 




Foto: PD Dr. Andreas Hemp Universität Bayreuth / DFG
Kein Schnee am Kilimandscharo

Der mit 5.895 m ü. NN höchste Berg Afrikas bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen. Von der heißen tropischen Savanne über den Nebelwald zur schneebedeckten Gletscherzone. Dies alles kann man am höchsten freistehenden Berg der Welt erleben und macht ihn für vegetationsökologische Studien äußerst interessant. Allerdings ist das gesamte Ökosystem bedroht.
Details nachzulesen in forschung (pdf), herausgegeben von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
> Im gleichen Heft: Mit der „Merian“ ins Meer-Eis
M.W. 05/06

 


Foto: A. Saadat, GFZ Potsdam

Groß Schönebeck - Auftakt zum zweiten Bohrloch

Die erste Bohrung bis in 4300 m Teufe wurde im Winter 2000 niedergebracht. Gestern, am 4.05.2006, war die offizielle Auftraktveranstaltung für die zweite Bohrung, die ebenfalls in gleiche Teufe vordingen soll. Diese soll als als Förderbohrung, die bereits vorhandene Bohrung als Injektionsbohrloch für die Rückführung des Wassers dienen.
Ziel ist es, die Geothermie auch in Deutschland für die Stromerzeugung nutzbar zu machen.
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M.W. 05/.06

 



Lange Nacht der Wissenschaften - Samstag, 13. Mai 2006
Geokompetenz in Berlin und Brandenburg

Geographisches Institut - HU Berlin - Adlershof
IKZ Institut für Kristallzüchtung
KompetenzZentrum Wasser Berlin gGmbH
Archenhold-Sternwarte
Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik, TU Berlin
TFH, Berlin
Institute für Meteorologie und Weltraumwissenschaften, FU Berlin
Institut für Geographische Wissenschaften, FU Berlin
Institut für Geologische Wissenschaften - Fernerkundung, FU Berlin
Institut für Geologische Wissenschaften / FR Geologie, FU Berlin
Museum für Naturkunde, HU Berlin
Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Potsdam
GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam
Astrophysikalisches Institut Potsdam
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)





Grafik: Global Alliance for
Disaster Reduction (modifiziert).

Warten auf den Super-Gau

Rund ein Drittel des japanischen Stroms stammt aus Atomkraftwerken. Eines davon ist Hamaoka mit seinen 5 Reaktoren. Mit Meldungen wie "Japan: Gefährlichster Reaktor bekommt besseren Erdbebenschutz" (stern shortnews) Anfang des Monats geriet ein schon mehrfach diskutiertes Szenario erneut in die Schlagzeilen.
Das Kraftwerk Hamaoka liegt in einer stark erdbebengefährdeten Zone, ca. 300km südwestlich von Tokyo. Die Philippinische Platte schiebt sich hier unter die Eurasische Platte im Bereich einer breiten Subduktionszone. Der südwestliche Teil von Tokio wird als Tokai-Segment bezeichnet (geology.about).
Die beiden vorangegangenen Tokai-Erdbeben von 1707 und 1854 hatte eine Magnitude von über 8. Angenommen die "Serie" setzt sich fort (sofern man von Serie überhaupt sprechen kann), was von Seismologen und Umweltschützern tatsächlich befürchtet wird, dann ist das nächste große Beben eigentlich überfällig.
Der in Japan lebende Journalist Malte Jaspersen setzt sich mit diesem Super-Szenario aus nuklearer Katastrophe, Erdbeben und einem daraus resultierenden Tsunami auseinander (WDR3).
Weitere Informationen sind auch einem PowerPoint-Dokument zu entnehmen.
M.W. 04/.06

 



Foto: M. Wipki

Gunung Merapi - Vulkan im "Ring of Fire"

Nachdem kürzlich die Messgeräte der geowissenschaftlichen Beobachtungsstationen um den Merapi stark erhöhte Aktivitäten anzeigten und im Gipfelbereich Risse beobachtet wurden, riefen die Behörden
die zweithöchste Alarmstufe aus.
Von den ca. 130 aktiven Vulkanen in Indonesien ist der Merapi (Mountain of Fire) auf Java, nördlich von Jogjakarta, sicherlich eines der gefährlichsten. Vor allem ist er wegen seiner Glutwolken-Eruptionen gefürchtet, die in der Vergangenheit verheerende Wirkungen zeigten.


Näheres zum Merapi erfährt man u.a. bei:
Uni Köln
GFZ, Potsdam
Merapi Activity Report
19.04.06

 


Tag der Erde - 22. April
Internationaler Aktionstag der Geowissenschaften

Zum "Tag der Erde" fordert der BDG in einer Pressemeldung für unseren Berufsstand eine stärkere Berücksichtigung des Geo-Faktors in der Politik.

Ohne die Geowissenschaften gäbe es keine Rohstoffversorgung, keine Wasserversorgung, keine Energieversorgung, keine Bautätigkeit, keinen Schutz vor Naturgefahren. Der BDG fordert daher ...

Die 77 Thesen.....






Quelle: Wikipedia

Zweifelhafte Modellvorstellungen

Der Ökologe Dr. H. Kehl (TU Berlin) erläutert in einer ausführlichen Zusammenfassung das Pro und Kontra zur Klimadebatte. Er fordert einen kritischeren Rationalismus und größere Verantwortung bei der Darstellung von Forschungsergebnissen.
Nach Kehl ist die Interpretation der aktuellen Klimadaten auch vor dem Hintergrund bestimmter Interessensgruppen, wie etwa Versicherungskonzerne oder Politiker, kritisch zu beleuchten.
Gesicherte Erkenntnisse und unterschiedliche Interpretationen aktueller Klimaentwicklung werden genannt.
M.W.

Die Debatte um den Klimawandel

 



Maßstab= 50 µ

Foto: The International Natural Zeolite Association -- INZA

Kappadokien -
Foto: studyrussian.com


Schönes Kappadokien - Gefährliches Kappadokien
>> Medical Geology <<

Wer kennt sie nicht, die märchenhaften Tuffsteinlandschaften im Gebiet von Göreme, die jährlich tausende von Touristen anlocken.
Die beiden Dörfern Karain und Sarihidir in diesem Gebiet haben traurige Berühmtheit erlangt, da hier die Krebsrate um ca. das 1000-fache im Vergleich zur "normalen" Rate liegt.
Ursache ist das Mineral Erionit, ein Fasermineral der Chabasitgruppe mit der Formel (K2,Na2,Ca)MgAl8Si28O72 - 28H2O. Das Zeolith-Mineral kommt vor allem in Tuffsteinen vor, das in Kappadokien als ein beliebtes Baumaterial genutzt wird.

Erionit-Kontaminationen wurde in den Orten Tuzkoy, Karain, Sarihidir, Karacaoren, Boyali, Cokek, Karlik und Yesiloz bislang festgestellt.

Das Mineral hat ganz ähnliche Wirkung wie das altbekannte Asbest, es verursacht Lungenkrebs, genauer gesagt Mesotheliome. Vier von zehn Bewohnern sterben an einem Malignom.
Erionit findet sich im Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe, Tätigkeiten und Verfahren nach Anhang I der Richtlinie 67/548/EWG, TRGS 905 und TRGS 906 Stand: November 2005 - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.
19-03-06 M.W.

Links:
Mesotheliom durch vulkanisches Mineral - Hochendemieregion in Anatolie


Malignant Pleural Mesothelioma in Turkey

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Zeolite Mineralogy and Cappadocian Erionite


CAPPADOCIAN MESOTHELIOMA VILLAGES

Update 2016: Epidemiological and environmental evidence of the health effects of exposure to erionite fibres: A four-year study in the cappadocian region of turkey I. Baris1, M. Artvinli1, R. Saracci2, L. Simonato2,*, F. Pooley3, J. Skidmore4 andC. Wagner4 - Link...


Foto: NASA

Das Pompeji des Ostens?

Bei einer gemeinsamen Expedition von Archäologen der Universität von North Carolina und dem Indonesischen Direktorat für Vulkanologie im Jahr 2004 wurde auf der Insel Sumbawa (Bali > Lombok > Sumbawa) eine im Dschungel unter mehreren Metern vulkanischer Asche gelegenen Siedlung entdeckt. Hinweise auf alte Gegenstände wurden zuvor von Ortsansässigen gegeben.

"That house was totally carbonised," Professor Sigurdsson told the BBC News website. "But inside there were two bodies, burnt or carbonised as well, and all their belongings. The rest of the town is still down there."

Durch den Ausbruch des Vulkans Tambora im Jahre 1815 wurde eine ganzes Dorf komplett und offenbar sehr schnell mit glühender Asche verschüttet, ähnlich wie dies im italienischen Pompeji 79 n. Chr. geschah. Ursprünglich hatte der Vulkan eine Höhe von 4000 m, die derzeitige Höhe beträgt nur noch 2700 m. Der Tambora zählt bei Vulkanologen zu den "Top Ten" der explosivsten Vulkane in jüngster Zeit.
M.W.

 

...als befände sich das Teleskop im Weltraum

Mit Hilfe einer neu entwickelten "Laserleitstern-Anlage" und einer adaptiven Optik gelingt es seit kurzem, die durch Luftturbulenzen bedingten Unschärfen in Himmelsaufnahmen in Echtzeit zu korrigieren.

Im Gegensatz zu bisherigen Teleskopen, können damit superscharfe Bilder vom Nachthimmel erzeugt werden, so, als ob sich das Teleskop im Weltraum befände.
Die adaptive Optik benötigt für die Korrekturen ein helles Referenzsignal. Dies wird durch einen "Kunststern" erreicht. Ein starker Laserstrahl regt die in 90 km Höhe befindliche Natriumschicht zum Leuchten an.

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Die Meteoriten-Jäger

Roland and Richard Pelisson suchen erfolgreich seit Jahren Chondrite (Meteorite).
Eine spannende Dokumentation und wunderschöne Fotos.

Ansehen!

 



10 Staaten fördern 94 % der weltweiten Urangewinnung
Quelle: Wikimedia

Uran: Nuklearprogramm im Iran - eine Chronologie

1967: Gründung der Atomic Energy Organization of Iran (AEOI).

1974: Die deutsche Kraftwerk Union (Tochter der Siemens AG) beginnt mit der Errichtung des Bushehr Kraftwerks.

1975: Massachusetts Institute of Technology unterzeichnet einen Vertrag mit der AEOI für die Ausbildung Iranischer Nuklear-Ingenieure.

2003: Iran beginnt mit der Ausbeutung der Uranmine bei Saghand. Bau einer Uran-Anreicherungsfabrik bei Natanz, südöstlich v. Teheran.

2004: Kamal Kharrazi, Iran's Außenminister: "We won't accept any new obligations. Iran has a high technical capability and has to be recognised by the international community as a member of the nuclear club. This is an irreversible path."

2006: Iran beendet die Kooperation mit der IAEA und will mit der Urananreicherung beginnen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Iran's_civilian_nuclear_program

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,1889811,00.html

Feb. 2006 -
M.W.


Geologie-Vorlesung ins Wohnzimmer.

Die Eberhard Karls Universität in Tübingen bietet online-Vorlesungen zu verschiedenen Themen an. SUPER!

Einführung in die Petrologie - Regionale Geologie Südwestdeutschlands - Historische Geologie - Woher kommt der Mensch? - usw.
Wer sich auch noch über Experimentalphysik oder Chemie informieren möchte, wird ebenfalls fündig.


Der Mensch ist ein Meister im Interpretieren.

So kalt war es noch nie oder - 25° C hatten wir doch schon mehrfach. Wenn Sie`s genau wissen wollen, beim Spiegel können Sie nachlesen wann und wo in Deutschland die absoluten Tiefstemperaturen herrschten. -37,8°C am 12.02.1929 in Hüll (Ortsteil v. Wolznach/Kr. Pfaffenhofen)

 



Photo: Ausschnitt - USGS

Aftershocks, Foreshocks and Earthquakes

24 Hour Aftershock Hazard Forecast - Der USGS hat eine Erdbeben-Voraussage in Form von Karten seit längerem ins Internet gestellt. Die Daten bzw. Karten, die auch für jeden Tag der letzten Jahre im Archiv aufgerufen werden können, wurden mit Hilfe der ETH-Zürich und dem Southern California Earthquake Center erstellt.
Link ...http://pasadena.wr.usgs.gov/step/



Mount St. Augustine auf Alaska ausgebrochen!

Nach dem letzten Ausbruch im Jahre 1986 wurde gestern eine größere Eruption verzeichnet. Der Vulkan St. Augustine liegt südwestlich von Anchorage/AlaskaUSA 59.363°N, 153.43°W. Derzeit werden thermale Untersuchungen durch das Alaska Volcano Observatory (AVO) durchgeführtg.
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12. Jan. 2006





Geowissenschaftlicher Durchbruch 2005

Die Geologische Gesellschaft in London bezeichnet die Forschungsergebnisse der beiden Geowissenschaftler Maud Boyet and Richard Carlson vom Carnegie Institution's Department of Terrestrial Magnetism (DTM) in Washington als den Durchbruch im vergangenen Jahr.

Die bisherige Annahme, dass sich der Erdmantel im Zeitraum von 4,5 Mrd. Jahren geochemisch kontinuierlich differenziert hat, scheint falsch zu sein. Aufgrund zahlreiche Messungen der Isotope 142Nd in Gesteinen der Erdkruste und der Vergleich zu Meteoriten legen den Schluss nahe, dass die Separation wesentlich schneller, nämlich in den ersten 30 Million Jahren nach Entstehung der Erde erfolgt sein muss.
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Jan. 2006