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Aktuelles

(zum Archiv)



Europäische Kommission - Pressemitteilung

Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahmen: 100 000 herausragende Forscherinnen und Forscher unterstützt, bessere berufliche Chancen für Frauen in den Naturwissenschaften

Brüssel, 7. März 2017 Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, erklärte: "Daher bin ich, am Vortag des Internationalen Frauentag besonders stolz darauf, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen eines der Kernziele der Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahmen ist und dass die Maßnahmen mit einem Stipendiatinnenanteil von 40 % eine Spitzenstellung innerhalb des Programms Horizont 2020 einnehmen.“ Mehr...

 



Aus Bakterien gewonnene bioaktive Stoffe sollen zielgerichtet an den Oberflächen von Erzmineralen binden, metallhaltige Wertpartikel einsammeln und wertlose Bestandteile zurückhalten. Das erforschen Wissenschaftler vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) mit Partnern aus Chile.
Foto: HZDR/ 3D Kosmos

Kupferbergbau mit bioaktiven Stoffen aus Bakterien Neue chilenisch-deutsche Forschungskooperation
Presseinformation vom 6. März 2017

Chile ist einer der wichtigsten Kupferlieferanten für Deutschland. Im Rahmen der Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit beider Länder wird nun untersucht, wie sich chilenische Kupfererze umweltverträglicher aufbereiten lassen. Aus Bakterien gewonnene bioaktive Stoffe sollen Chemikalien ersetzen oder verringern. Ein weiteres Ziel ist es, die Metallausbeute zu steigern sowie schwer abtrennbare Metalle herauszulösen. Insbesondere das in den Erzen enthaltene Molybdän soll gewinnbar werden. Die Kooperation zwischen dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), das zum HZDR gehört, und dem Advanced Mining and Technology Center an der Universidad de Chile in Santiago de Chile begann im Februar.

Binnen drei Jahren wollen die Forscher nachweisen, dass es möglich ist, aus Roherz Metalle biotechnologisch voneinander zu trennen. Langfristig könnte das Prinzip für viele komplex zusammengesetzte Rohstoffe und Recyclingmaterialien interessant sein. Wirtschaftlich werden diese Stoffe immer wichtiger, technologisch sind sie aber noch nicht gewinnbar. Das Forschungsprojekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Mehr...

 



Der GRACE-FO-Satellit FM 1 beim Thermal-Vakuumtest (Foto: Airbus DS GmbH, Marion Custred).

Das Erdschwerefeld im Blick – Mission GRACE-FO startet auf einer Rakete von SpaceX

31.01.2017: Seit 2002 arbeitet die Satellitenmission GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) im Orbit und liefert präzise Daten zum Erdschwerefeld. Mehrfach wurde die Mission über die ursprünglich geplante Betriebsdauer von fünf Jahren hinaus verlängert. Voraussichtlich im Sommer werden die beiden Satelliten wegen Treibstoffmangels den Betrieb einstellen. Die Nachfolgemission GRACE-FO (für „Follow-On“) wird derzeit vorbereitet. Sie basiert ebenfalls auf zwei baugleichen Satelliten, die als Tandem in einer erdnahen Umlaufbahn den Planeten umkreisen.

Der Start der beiden GRACE-FO-Satelliten wird voraussichtlich Anfang 2018 von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) an Bord einer Falcon-9-Rakete des US-Unternehmens SpaceX erfolgen. Sie werden als „Rideshare“ gemeinsam mit Kommunikationssatelliten des US-Unternehmens Iridium Communications Inc. starten. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung von Iridium Communications Inc., der NASA sowie des GFZ hervor. (Quelle: GFZ). Mehr...

 



Holzeinschlag, Rodung und andere Formen veränderter Landnutzung führen zu höheren CO2-Emissionen als bisher vermutet. (Foto: Markus Breig, KIT)

Landnutzungswandel verursacht wohl mehr CO2 als bisher angenommen
Klimaforscher untersuchen Auswirkungen veränderter Landnutzung auf den Kohlendioxid-Haushalt – Wiederaufforstung wichtig für Klimaschutz und Artenvielfalt – Studie in Nature Geoscience

Die durch Landnutzungswandel verursachten CO2-Emissionen sind möglicherweise höher als bisher angenommen. Dies zeigt eine Studie unter Leitung von Professorin Almut Arneth vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die in der Zeitschrift Nature Geoscience (DOI: 10.1038/NGEO2882) vorgestellte Arbeit bezieht erstmals Prozesse wie Brandrodungsfeldbau oder unterschiedliche Bewirtschaftung von Wäldern und Ackerland ein. Damit erhält auch die Wiederaufforstung größere Bedeutung, um die für den Klimaschutz wichtige CO2-Aufnahme durch Landökosysteme zu erhöhen. (Quelle: KIT) Mehr...

 


Erionit - Aufgebrochenes, radialstrahliges Erionitaggregat (Größe: 3,5 mm) vom Berg Nero, San Pietro, Montecchio Maggiore, Italien (Quelle: Wikipedia)

 

Neue Erkenntnisse über das karzinogene Erionit

Freitag, 13. Januar 2017 Friedrich Schiller University Jena
Das Mineral Erionit gilt als hochgradig krebserregend. Die Weltgesundheitsorganisation führt es auf ihrer Liste karzinogener Stoffe. In der Türkei musste vor einigen Jahren sogar ein ganzes Dorf umgesiedelt werden, da in seiner Umgebung der Stoff sehr verbreitet war und jeder zweite Einwohner an einer bestimmten Krebserkrankung starb, die durch das Einatmen von Erionitpartikeln ausgelöst wurde. Bisher vermutete man, dass das Element Eisen als Bestandteil des Minerals Erionit der Grund für die krebserregende Wirkung sei. Doch Mineralogen der Friedrich-Schiller-Universität Jena fanden jetzt gemeinsam mit Kollegen von der Universität Modena (Italien) heraus, dass das Metall in der Kristallstruktur von Erionit gar nicht vorkommt. Eisen ist kein Bestandteil von Erionit „Erionit ist – ähnlich wie Asbest – aus Fasern zusammengesetzt, die über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort erheblichen Schaden anrichten können, da sie zu lang sind, um von den körpereigenen Abwehrkräften beseitigt zu werden“, erklärt Dr. Kilian Pollok von der Universität Jena. Mehr....

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Darüber wurde von uns bereits 2006 auf Geo-aktuell berichtet.
Schönes Kappadokien - Gefährliches Kappadokien >> Medical Geology <

 


Das System Erde verstehen 25 Jahre GFZ - Eine Zeitreise durch die Geschichte der Geoforschung auf dem Telegrafenberg

18.01.2017: Die Erde ist beständig im Wandel. Was diese Veränderungen antreibt und welche Folgen sie für das menschliche Leben haben können, das erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ seit 25 Jahren. Seit seiner Gründung am 2. Januar 1992 hat das Zentrum eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen. Von 312 Beschäftigten im ersten Jahr wuchs die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 1282 (davon 467 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler). Sie kommen aus mehr als 60 Ländern und machen das GFZ zu einem der „internationalsten“ Helmholtz-Zentren.

„Am GFZ erforschen wir das System Erde in einer Breite und Tiefe, die keine andere Einrichtung leisten kann: vom Erdkern bis zum Weltall, mit Methoden der Geophysik über Geomorphologie bis hin zur Geoinformatik“, sagte der Wissenschaftliche Vorstand Prof. Reinhard Hüttl anlässlich der Neujahrs-Pressekonferenz des Zentrums in Potsdam. „Unsere Forschung trägt dazu bei, die großen Herausforderungen unserer Zeit wie den Klimawandel oder die Energiewende zu bewältigen und zu gestalten. Es ist uns daher ein wichtiges Anliegen, die gewonnenen Erkenntnisse für die Gesellschaft, beispielsweise für politische Entscheider, aufzubereiten und Handlungsoptionen aufzuzeigen. So erforschen wir intensiv, welchen Veränderungen das System Erde in früheren Epochen unterlag und welche Auswirkungen sie hatten. Diese Erkenntnisse können uns helfen, den gegenwärtigen Global Change besser zu bewältigen und die nötige Anpassung zu leisten – nach dem Motto: aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen.“ Nach einem kurzen Blick in die Historie stellte Hüttl die aktuellen Schwerpunkte der Forschung am GFZ vor. Mehr...(Pressemitteilung GFZ)

 


Die beiden GFZ-Preisträger Martin Wattenbach und Daniel Spengler (v.l.).

15.12.2016 15:00 3D-Modelle für klimafreundliche Stadt und Klimaschutz aus dem All

Josef Zens Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum

GFZ NachbarschafftInnovation: „Deutschland – Land der Ideen“ und Deutsche Bank prämieren die GFZ-Projekte „LowCarbonCityLab“ und „CoolFarmTool Space“ als ausgezeichnete Beispiele für den Mehrwert gemeinschaftlichen Handelns. Damit ist das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) mit gleich zwei Projekten Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016.

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) ist mit gleich zwei Projekten Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016. Zum Thema „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“ liefert das Projekt „Treibhausdaten für den urbanen Raum: LowCarbonCityLab (LoCal)“ in der Kategorie Wissenschaft eine Antwort auf die Frage, wie Treibhausgasemissionen von Städten räumlich erfasst und Einspareffekte überprüft werden können. Das Projekt „CoolFarmTool Space – Satellitentechnik für nachhaltige Landwirtschaft“ befasst sich mit der Frage, wie moderne Landwirtschaft umweltfreundlicher gestaltet werden kann. Es wurde in der Kategorie Umwelt ausgezeichnet. Mehr...

 


(Kartenausschnitt Bergbau- und Speicherbetriebe Deutschland (BGR))

Geowissenschaftliche Karten

Erster vollständig INSPIRE-konformer Webdienst der BGR Am 30. November 2016 hat die BGR im Rahmen der gesetzlichen INSPIRE-Umsetzung ihr erstes INSPIRE-konformes Geodatenprodukt online gestellt. Der Geodatensatz der oberflächennahen Geologie Deutschlands im Übersichtsmaßstab 1:1.000.000 (GK 1000) ist einerseits über das BGR-Produktcenter als Web Map Service (WMS) und GML-Datei verfügbar, andererseits über den BGR-GeoViewer als Karte abrufbar. Entsprechend der INSPIRE-Anforderungen wird die GML-Datei zusätzlich über einen Atom-Feed als Download bereitgestellt. In allen vier Fällen erhält der Nutzer INSPIRE-konforme Informationen zur Stratigraphie (Alter), Genese (Entstehung) und Petrographie (Zusammensetzung) der Gesteine bzw. der geologischen Einheiten. Zusätzlich sind die Verwerfungen/Störungen und Eisrandlagen INSPIRE-konform abgebildet. Die grafische und inhaltliche Umsetzung der verschiedenen Kartenelemente basiert auf der aktuellen INSPIRE-Datenspezifikation Geology (D2.8.II.4_v3.0).
Mit INSPIRE (INfrastructure for SPatial InfoRmation in Europe) möchte die Europäische Union die Nutzung von Geodaten in Europa erleichtern. Durch das Vorhaben wird eine gemeinsame Geodateninfrastruktur geschaffen, um gemeinschaftliche umweltpolitische Entscheidungen zu unterstützen. (Quelle: BGR-Newsletter) - Start Geoviewer

 

NaT-Working das Netzwerk in die Zukunft tragen

NaT-Working steht für „Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich“. Im Jahr 2000 wurde das erste NaT-Working-Projekt gefördert. Seitdem unterstützt die Robert Bosch Stiftung über 150 NaT-Working-Kooperationsprojekte von Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern in Naturwissenschaft und Technik mit etwa 9 Millionen Euro.
Mit dem Programm NaT-Working soll die Neugier der Schüler für Naturwissenschaften und Technik geweckt werden. Mehr...

Beteiligte Universitäten und Forschungsinstitute:
AWI, IFM-GEOMAR, Humboldt-Uni Berlin, Uni Göttingen, Uni Tübingen, Leibniz Uni Hannover, Uni KIel, FU Berlin

 

(Source: NETL)

Europäisches Navigationssystem
Erste Galileo-Dienste vor dem Start

14.12.2016 15:29 Uhr Europa emanzipiert sich ein bisschen vom GPS der USA: Erste Nutzer können ab Donnerstag Daten des europäischen Navigationssystems Galileo verwenden. Bis zur völligen Unabhängigkeit ist es aber noch ein Stück.

Brüssel Nach vielen Verzögerungen und Pannen sind erste Dienste des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo startklar. Sie sollen an diesem Donnerstag erstmals Behörden, Firmen und Bürgern zur Verfügung stehen, wie die Brüsseler EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Die Satelliten und die nötige Infrastruktur auf der Erde seien nun bereit.

Mit Hilfe der Galileo-Satelliten können Rettungsdienste, Autofahrer und Handynutzer in Europa künftig auf bessere Navigationsdaten zurückgreifen. Mit dem neuen System soll es zum Beispiel möglich werden, auf See oder in den Bergen vermisste Menschen innerhalb von nur zehn Minuten zu finden, wenn sie einen mit Galileo verbundenen Notruf absetzen. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...

Anmerkung: Neben dem amerikanischen GPS gibt es auch noch GLONASS (Russland), BeiDou (China), Quasi-Zenit-Satelliten-System (Japan, im Aufbau) und eben Galileo (EU). (M.W.)

 

(Source: NETL)

Energy Department Announces More Than $44 Million for CO2 Storage Projects

The U.S. Department of Energy’s (DOE) Office of Fossil Energy (FE) today announced that 16 carbon storage projects have been selected to receive more than $44 million for cost-shared research and development. The funding is part of DOE’s Carbon Storage Assurance Facility Enterprise (CarbonSAFE) initiative, which seeks to help mitigate carbon dioxide (CO2) emissions from the burning of fossil fuels.

Projects selected as part of this initiative will address key research gaps in the path toward the deployment of carbon capture and storage (CCS) technologies, including the development of commercial-scale (50+ million metric tons CO2 geologic storage sites for CO2 from industrial sources. These sources, such as cement and iron and steel production, currently account for an estimated 21 percent of U.S. carbon emissions.

“CCS will play a very important role as the world moves toward a lower-carbon economy,” said Lynn Orr, DOE’s Under Secretary for Science and Energy. “The U.S. must continue a leadership role in the development and deployment of CO2 storage technologies as a key element of a diversified energy economy. The funding announced today through the CarbonSAFE initiative will help to address technical barriers to commercial-scale carbon storage as worldwide demand for these types of clean energy solutions continues to rise.” Read more...

 


Gülle nach der bodennahen Ausbringung auf einer Weide. (Wikipedia)

Nitrat: EU verklagt Deutschland wegen mangelnden Grundwasserschutzes

Wegen steigender Nitratwerte im Grundwasser muss sich Deutschland dem Europäischen Gerichtshof stellen. Bei einer Verurteilung drohen Geldstrafen in sechsstelliger Höhe.

Die EU-Kommission hat ihre Ankündigung wahr gemacht: Auf 40 Seiten Anklageschrift hat sie die mutmaßlichen Versäumnisse Deutschlands beim Grundwasserschutz aufgelistet, berichtet der WDR. In der Anklage sei dokumentiert, wie Deutschland durch Überdüngung mit Gülle und Mist seit Jahren für steigende Nitratwerte im Grundwasser sorge, die über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter der geltenden EU-Richtlinie liegen. Bereits vor einer Woche sei die im April angekündigte Klageschrift gegen die Bundesrepublik eingereicht worden. Seit Jahren habe Deutschland das Problem ignoriert.
Mehr...
( Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, mfh)

Auch interessant! Nitrat im Grundwasser - Biohof sorgt für sauberes Trinkwasser

 


Einschlüsse von Schmelze (kleine schwarze Punkte) innerhalb von Feldspatkristallen, die dazu genutzt wurden, die Veränderung des Magmas in der Erdkruste zu verfolgen. Foto/©: Mike Cassidy, JGU

Zyklische Veränderung von Magma liefert Indizien für Gefährlichkeit eines Vulkanausbruchs

Studie ermittelt Zusammenhang zwischen zyklischen Schwankungen bei Magmatemperatur und -wassergehalt und der Explosivität eines Vulkans

22.11.2016 Die Vorhersage, wie gefährlich ein Vulkanausbruch sein wird, ist für die Frühwarnung außerordentlich wichtig, sie ist aber auch außerordentlich schwierig. Vulkanologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben in Kooperation mit Wissenschaftlern der Leibniz Universität Hannover und der Universität Uppsala in Schweden Anhaltspunkte ermittelt, die Hinweise auf die Gefährlichkeit einer bevorstehenden Eruption geben können. Für ihre Untersuchung nutzten sie winzige Einschlüsse magmatischer Schmelztröpfchen in Kristallen, um die Bedingungen zu verstehen, die vor einem explosiven Ausbruch in dem Magmenreservoir unter einem Vulkan herrschen. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Geology publiziert.

Magmareservoirs unterhalb eines Vulkans wachsen durch schubweise Injektionen frischen Magmas. Diese wiederkehrenden, pulsartigen Magmenschübe können den physikalischen und chemischen Zustand des vorhandenen Magmas drastisch ändern. Dementsprechend variieren Temperatur und Wassergehalt von Magma während der Lebensdauer eines Vulkans. Die Wissenschaftler gehen jetzt davon aus, dass es für die Gefährlichkeit eines Vulkanausbruchs entscheidend ist, an welchem Punkt der zyklischen Schwankungen die Eruption erfolgt. Je nachdem kann es zu einem eher explosiven oder eher effusiven Ausbruch kommen. Explosive Vulkanausbrüche erzeugen große Mengen an Asche und beeinträchtigen ein größeres geographisches Gebiet, während effusive Eruptionen meist Lavaflüsse hervorbringen, was für die Bevölkerung der Umgebung ein geringeres Risiko darstellt. (Quelle: Gutenberg Univ.) Mehr...

 

 


Prof. Dr. Martin Meschede
Foto: Kilian Dorner

Greifswalder Geologe zum Präsidenten des Dachverbandes Geowissenschaften wiedergewählt

Jan Meßerschmidt Presse- und Informationsstelle Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Prof. Dr. Martin Meschede vom Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald ist erneut zum Präsidenten des Dachverbandes Geowissenschaften gewählt worden. Zum 1. Januar 2017 wird er für zwei weitere Jahre sein derzeitiges Amt ausüben.

Am 11. November 2016 fand im Museum für Naturkunde in Berlin die erste ordentliche Mitgliederversammlung des Dachverbandes Geowissenschaften (DVGeo) statt. Diesem Verein gehören die vier größten geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland an. Ihm zugehörig sind die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV), die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG), die Deutsche Mineralogische Gesellschaft (DMG) und die Paläontologische Gesellschaft. Jede Vereinigung ist mit einem Mitglied im Vorstand des Dachverbandes vertreten. Aus diesem Kreis wurde der Greifswalder Geologe Prof. Dr. Martin Meschede gewählt.

Der Dachverband Geowissenschaften stellt eine übergreifende geowissenschaftliche Vereinigung dar, die als Interessenvertretung für die Geowissenschaften fungieren soll. So wurde Dr. Johannes Kalbe (Paläontologische Gesellschaft, Rostock) vom DVGeo-Vorstand beauftragt, die Interessen der Geowissenschaften im Gesetzgebungsverfahren zur Neufassung des Kulturgutschutzgesetzes zu vertreten. Viele der von Seiten der Geowissenschaften geforderten Änderungen und Korrekturen sind umgesetzt worden, darunter die klare Abgrenzung geowissenschaftlichen bzw. paläontologischen Kulturguts von archäologischem Kulturgut. Ab dem kommenden Frühjahr wird der Dachverband in den Räumen des Berliner Museums für Naturkunde in Berlin eine eigene Geschäftsstelle einrichten. Weitere Informationen DVGeo Dachverband Geowissenschaften. (Quelle: idw)

 


Campus Diskurs: Prof. Dieter Lenzen Gespräch 3. Teil (Quelle: alpha-Bildungskanal, ARD)

Sichert die Akademisierung unsere Zukunft?

Stand: 10.11.2016
Gutes Einkommen und steile Karriere – geht es das nur noch mit Hochschulabschluss? Während die OECD diese Entwicklung lange Zeit vorantrieb, kritisieren andere den sogenannten „Akademisierungswahn“. Ein Gespräch über die Zukunft der akademischen Bildung mit dem Erziehungswissenschaftler Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg.

Themen des Gesprächs 3. Teil

  • Wie unterscheiden sich die Universitätstraditionen in verschiedenen Teilen der Welt und welche Rolle spielen sie für die Gesellschaft?
  • Wie finanzieren sich die unterschiedlichen Hochschulsysteme?
  • Welche Aussagekraft haben Rankings?
  • Aus welchen Bildungssystemen kommen die Menschen, die jetzt nach Deutschland geflüchtet sind?
  • Was sind die Ziele des „Hamburg Protocol“?
  • Link: http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/campus-diskurs/diskurs-dieter-lenzen100.html

     


    Dr. Tobias Steinhoff wartet die vom GEOMAR installierten wissenschaftlichen Geräte im Maschinenraum der MS Atlantic Companion. Foto: Körtzinger, GEOMAR.

    14.11.2016 Wo bleibt das Treibhausgas Kohlendioxid?

    Kieler Meeresforscher tragen zum globalen Kohlenstoffbericht bei

    Heute erscheint der „Global Carbon Budget 2016“ Bericht in der Fachzeitschrift Earth System Science Data. Bei dieser jährlich erstellten Publikation handelt es sich um ein Vorzeigeprodukt der internationalen Erdsystembeobachtung, das auf den besten weltweit verfügbaren Daten basiert. Der Bericht wird von einem internationalen Autorenteam erstellt, Kieler Meeresforscher tragen im Rahmen des europäischen „Integrated Carbon Observation System“ regelmäßig mit ihren Daten und ihrem Wissen zu diesem wichtigen Produkt bei.

    Wie viel Kohlendioxid (CO2) durch die Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt wird, ist über deren Verbrauch relativ gut bekannt. Doch wo bleibt das CO2? Wie viel davon nimmt die Landvegetation auf, wie viel der Ozean, wie schnell wird es dort in große Meerestiefen verfrachtet? Aussagen hierüber sind immer noch mit großen Unsicherheiten behaftet. Um diese zu beseitigen sind Langzeitbeobachtungen notwendig. Kieler Meeresforscher vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel tragen mit ihren Daten dazu bei.

    „Ich bin froh und auch ein wenig stolz, dass es uns in der Meeresforschung gelungen ist, die Verwertungskette für unsere CO2-Daten von der Messung über die sorgfältige Qualitätskontrolle und turnusmäßige Abgabe an internationale Datenbanken bis hin zum jährlichen ‚Global Carbon Budget’ und damit letztlich auch in die Berichte des Weltklimarates zu schließen“, so Prof. Dr. Arne Körtzinger, der die Messungen am GEOMAR leitet, „Nur mit einem solchen nahtlosen System ist eine aktuelle und globale Bestimmung des Kohlenstoffkreislaufs möglich.“ (Quelle: Geomar) Mehr...

     

     


    Um die Kanalinsel Alderney wurde radioaktiver Müll versenkt!
    Tiefe: ca. 120 m.


    (Quelle: arte)

    Fässer mit Atommüll verrotten im Ärmelkanal

    Von Angelika Hillmer | Veröffentlicht am 23.04.2013 | auf WELT N24

    Doku auf N24 >>>


    Versenkt und Vergessen
    Atommüll vor Europas Küsten

    Regie:Thomas Reutter, Manfred Ladwig (2013)

    Dokumentation auf arte.
    Wiederholung 2016 auf phoenix.
    Auf youtube>>>>Veröffentlicht am 27.04.2013

    Britische Behörden stellen sich nach wie vor taub. 100.000 t Atommüll wurde verklappt. Das Problem wird ignoriert.
    Nun setzt man auch noch auf den Ausbau von Hinckley Point. (M.W.)

     

     


    Martin, Philipp und Jan vor dem ersten 100 Meter Eiskern. Bohrer im Hintergrund (Foto: Martin Leonhardt, Alfred-Wegener)

    Antarktis - Die Suche nach dem ältesten Eis der Erde

    EU fördert Dreijahresprojekt zur Entschlüsselung der Klimageschichte mit 2,2 Millionen Euro

    [14. November 2016] In der Antarktis suchen international führende Eis- und Klimawissenschaftler von 14 Institutionen aus zehn europäischen Ländern nach dem ältesten Eis der Erde. Ziel ist es zu erkunden, wo in der Antarktis zukünftig der am weitesten in die Erdgeschichte zurückreichende Eiskern erbohrt werden kann. Ein solcher Bohrkern erlaubt durch die Entschlüsselung vergangener Klimaprozesse bessere Prognosen für die Zukunft. Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) koordiniert das mit 2,2 Millionen Euro von der EU finanzierte Projekt „Beyond EPICA - Oldest Ice“ (BE-OI).

    Bis zu 1,5 Millionen Jahre altes Eis zu finden, das zukünftig erbohrt werden kann, ist das Ziel von „Beyond EPICA – Oldest Ice“ (BE-OI). Zum Vergleich: Der bisher älteste Eiskern reicht 800.000 Jahre zurück. In solchen Kernen ist die Luft vergangener Zeiten eingeschlossen. Durch deren Analyse lässt sich die Zusammensetzung der Atmosphäre entschlüsseln. „Wir wissen derzeit nicht, was dazu geführt hat, dass es vor 900.000 bis 1.200.000 Jahren einen Wechsel in der Periodizität von Kalt- und Warmzeiten gegeben hat“, erklärt Projektkoordinator Prof. Dr. Olaf Eisen vom Alfred-Wegener-Institut. (Quelle AWI). Mehr...

     


    Tektdonische Karte Neuseelands
    (Quelle: Wikipedia)

    Neuseeland
    Tsunami rollt nach Erdbeben auf Insel zu

    Nach einem schweren Erdbeben haben Flutwellen die Südinsel Neuseelands erreicht. Die neuseeländische Katastrophenschutzbehörde forderten Bewohner an der Ostküste auf, höhere Orte aufzusuchen.

    In Neuseeland hat ein starkes Erdbeben erhebliche Sachschäden angerichtet und einen Tsunami ausgelöst. Bis zu fünf Meter hohe Wellen rollten am Montagmorgen (Ortszeit) auf Teile der Südinsel zu. In verschiedensten Städten gab es Gebäude- und Straßenschäden sowie Stromausfälle. Nach unbestätigten Rundfunkberichten wurden mehrere Menschen verletzt.

    Der Erdstoß hatte eine Stärke von 7,9, wie das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam mitteilte. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 7,8 an, in Neuseeland selbst war von 7,5 die Rede. Den Experten zufolge ereignete sich das Beben in einer Tiefe von 10 Kilometern, das Zentrum lag demnach nördlich von Christchurch unweit von Hanmer Springs. Tausende Menschen in der Region wurden aus dem Schlaf gerissen und berichteten in den sozialen Medien von sehr heftigen Erdstößen und Schäden. (Quelle: Wirtschaftswoche) Mehr...

     


    Luftbildaufnahme von Ritter Island (www.oceanicexpeditions.org)

    Tsunamigefahr durch Inselvulkane
    Kieler Meeresforscher untersuchen Vulkankomplex im Westpazifik


    08.11.2016/Kiel. Durch Rutschungen an Vulkaninseln können zerstörerische Tsunamis ausgelöst werden. Im Rahmen einer mehrwöchigen Expedition wollen Kieler Meeresforscher unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE das Auseinanderbrechen der Ritter Insel in der ehemaligen deutschen Kolonie Neupommern im Westpazifik vor Papua-Neuguinea untersuchen.

    Flankenzusammenbrüche von Vulkaninseln generieren hochenergetische Erdrutsche, die große Tsunamis verursachen können. Computersimulationen zeigen, dass sehr große vulkanische Erdrutsche sogar zu ozeanweiten Flutwellen führen können. Die Magnitude solcher Tsunamis ist jedoch umstritten, da sie von vielen Faktoren abhängt, insbesondere von den submarinen Transport- und Ablagerungsprozessen. Für eine vollständige Analyse des Gefahrenpotentials, das von Flankenkollapsen ausgeht, ist es daher wichtig, diese Faktoren im Detail zu untersuchen.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Dr. Christian Berndt vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel in den kommenden vier Wochen mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE die Westflanke von Ritter Island in der Bismarcksee im Westpazifik genauer untersuchen. „1888 sind beim Kollaps der Westflanke der Insel etwa fünf Kubikkilometern Material bewegt worden“, erläutert der Geophysiker Christian Berndt. „Damit ist die Rutschung der größte historisch belegte Flankenkollaps eines Vulkans“, so Berndt weiter. (Quelle: Geomar) Mehr...

     

     


    Der Barberton Greenstone Belt in Südafrika: Wo heute felsiges Grasland ist, floss vor 3,2 Milliarden ... Foto: Sami Nabhan/FSU Jena

    Das Leben an Land ist 300 Millionen Jahre älter als gedacht

    07.11.2016 Das Leben auf der Erde hat den Sprung an Land bereits vor mindestens 3,2 Milliarden Jahren vollzogen, also 300 Millionen Jahre früher als bisher angenommen. Das legt eine Studie von Wissenschaftlern aus Berlin, Potsdam und Jena nahe, die kürzlich im Fachjournal "Geology" erschienen ist. Das Team um Sami Nabhan von der Freien Universität Berlin hat uralte Gesteinsformationen in Südafrika untersucht.

    Die Felsen des so genannten Barberton Greenstone Belt zählen zu den ältesten bekannten Gesteinen der Erde. Sie sind bis zu 3,5 Milliarden Jahren alt. In einer Schicht, die auf 3,22 Milliarden Jahre datiert wird, fanden die Forscher winzige Körnchen des Minerals Pyrit, ein Eisensulfid. Die Körnchen weisen klare Anzeichen von Beeinflussung durch Mikroorganismen auf: dabei geht es um die Verteilung von Spurenelementen ebenso wie um das Verhältnis der Schwefelisotope 34S und 32S im Pyrit.

    Im SIMS-Labor des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ wies Michael Wiedenbeck nach, dass der 34S-Anteil im Kern der Kristalle in charakteristischer Weise vom 34S-Anteil in deren Randzonen abweicht. (Quelle: GFZ) Mehr....

     


    Orange Earthquake in Italy
    30 Oct 2016 06:40:20 UTC

    This earthquake is expected to have a medium humanitarian impact based on the magnitude and the affected population and their vulnerability.

    Characteristics

    Magnitude: 6.5 M
    Depth: 10 km (very shallow)
    Area affected by light damage (estimated radius): 64 km (MMI IV) " Source: GEOFON
    Location (latitude/longitude): 42.92, 13.13 "
    Time (UTC): 30 Oct 2016 06:40:20
    Time (ECT): 30 Oct 2016 07:40:20

    http://www.gdacs.org/

    (Quelle: GDACS - Globa Disaster Alert and Coordiantion System)

     


    Polarlicht über einer Messstation in Grönland (Foto: J. Matzka, GFZ).

    Geomagnetischer Index wird Teil des ESA-Datenangebots

    21.10.2016: Das geomagnetische Feld der Erde ist ein natürlicher Schutz gegen den Sonnenwind: geladene Teilchen die von der Sonne auf die Erde treffen. Veränderungen in der Intensität des Sonnenwindes bringen das geomagnetische Feld zum Schwanken. Die GFZ-Sektion Erdmagnetfeld gibt mit dem Kp-Index einen Wert heraus, der die Stärke dieser Störungen des Erdmagnetfelds anzeigt. „Kp“ steht dabei für planetarische Kennziffer. Seit gestern ist der Kp-Index Teil des Space Situational Awareness Program der Europäischen Raumfahrtagentur, ESA.

    Das Programm der ESA soll die Verwendung von Beobachtungsdaten zum Zustand des die Erde umgebenden Weltraums und den unmittelbaren Zugang dazu in Europa ermöglichen. Das soll vor allem dabei helfen, zu verhindern, dass Schäden an der Infrastruktur im Orbit oder auf der Erde entstehen. Solche Schäden können der Ausfall von Satellitensystemen durch schädliches Weltraumwetter sein oder Störungen an Stromübertragungsnetzwerken, die im Erdboden durch Änderungen des Erdmagnetfelds entstehen. Das ESA-Programm stellt den Kp-Index nun zusammen mit anderen Indikatoren des Weltraumwetters für ein breites Nutzerspektrum online bereit. Ein sichtbares Zeichen einer hohen Sonnenwindaktivität – eines sogenannten magnetischen Sturms – sind die Polarlichter. Ist der Sonnenwind besonders intensiv, eine Zeit mit hohen Werten des Kp-Index, sind die Polarlichter bis weit in die mittleren Breiten sichtbar, zum Beispiel auch in Deutschland. (Quelle: GFZ) Mehr...

     


    Ungeschliffener Diamant mit typischer Oktaederform (Quelle: Wikipedia)

    How Do Diamonds Form?
    Contrary to what many people believe, most diamonds do not form from coal.

    Methods of Diamond Formation Many people believe that diamonds are formed from the metamorphism of coal. That idea continues to be the "how diamonds form" story in many science classrooms. Coal has rarely played a role in the formation of diamonds. In fact, most diamonds that have been dated are much older than Earth's first land plants - the source material of coal! That alone should be enough evidence to shut down the idea that Earth's diamond deposits were formed from coal.
    Another problem with the idea is that coal seams are sedimentary rocks that usually occur as horizontal or nearly horizontal rock units. However, the source rocks of diamonds are vertical pipes filled with igneous rocks.

    Four processes are thought to be responsible for virtually all of the natural diamonds that have been found at or near Earth's surface. One of these processes accounts for nearly 100% of all diamonds that have ever been mined. The remaining three are insignificant sources of commercial diamonds. These processes rarely involve coal. (Quelle: geology.com)
    Mehr....

     


    Ausstrahlung Sonntag 2.10.2016
    Länge: 30 min. Umweltdokumentation, Deutschland 2016.

    Als Stream im Netz....

    planet e.: Arsen - der schleichende Tod
    Film von Andreas Ewels und Norbert Porta

    Es ist die größte Massenvergiftung der Menschheitsgeschichte: In Bangladesch sterben die Menschen durch Arsen. Das Trinkwasser ist verseucht. Und die Verseuchung ist auch ein Risiko für uns.
    Natürliches Arsen aus den Sedimenten löst sich im Wasser und vergiftet die Bevölkerung. Über 20 Millionen Betroffene, unzählige Tote, und doch wird kaum etwas unternommen. Mit jedem Schluck Trinkwasser vergiften sie sich mehr.
    Die Einheimischen können dem Arsen kaum entgehen, auch Nutzpflanzen wie der in Bangladesch allgegenwärtige Reis können Arsen anreichern. Betroffen sind nahezu alle Reisanbaugebiete. Daher gibt es kaum Reis ohne Arsen. Und der wird auch nach Deutschland exportiert – nicht nur aus Bangladesch, denn auch andere Länder Asiens sind betroffen.

    2010 wurde der erste Skandal publik, als Arsengehalte in Reiswaffeln für Kinder weit über den Grenzwerten gemessen wurden. In der Folge wurde zum 1. Januar 2016 der EU-Grenzwert noch einmal verschärft. Doch sind die Reiswaffeln jetzt tatsächlich unbelastet? Immerhin sind sie ein beliebter Snack gerade für kleine Kinder.

    "planet e." und das Öko-Test-Magazin prüfen gemeinsam nach. Der Geologe Prof. Andreas Kappler von der Universität Tübingen forscht an Lösungen, mit einfachen Filtern das Arsen aus dem Grundwasser zu entfernen. Sandfilter, die in anderen Ländern (beispielsweise Vietnam) erfolgreich eingesetzt werden können, funktionieren ausgerechnet in Bangladesch nicht. Doch warum ist dies so? Kappler begibt sich auf Spurensuche. Mehr...

     


    Großer Salzsee - Satellitenfoto im Sommer 2003 (Quelle: Wikipedia)

    Der Große Salzsee trocknet aus
    23.09.2016 Der mystische See mit seinem hohen Salzgehalt prägt die Landschaft im US-Staat Utah und ist ein wichtiger Lebensraum. Doch der Wasserstand sinkt seit 2011 unaufhörlich. Das hat auch dramatische Folgen für die Wirtschaft.

    Salt Lake CityAm südlichen Ufer des Großen Salzsees in Utah im Westen der USA liegen mehr als 100 Boote auf dem Trockenen. Ihre Eigentümer können schon lange nicht mehr über das nur wenige Meter tiefe Gewässer segeln. Geringere Niederschläge als üblich und Rekordhitze haben den Wasserstand dieses Sees seit 2011 beständig auf ein jetzt bedenkliches Niveau sinken lassen.

    Wenn dies so weiter geht,(...) ist das gesamte Ökosystem gefährdet“, sagt Jason Curry, ein Sprecher der für Staatsland zuständigen Behörde in Utah. Mit einer Länge von 120 Kilometern und einer Breite von 50 Kilometern prägt der Große Salzsee nicht nur die Identität und die Wirtschaft von Utah. Er dient mehr als 250 Vogelarten als Rastplatz, und in seinem Wasser leben unter anderem Salinenkrebse, deren Verwertung sich ein ganzer Wirtschaftszweig widmet. Das Salz des Sees und andere Mineralien werden abgebaut und anschließend als Dünger oder Streumittel im Winter verwendet. (Quelle: Handelslatt) Mehr...

     

    Der Chao Vulkan in Nordchile mit seiner rund 14,5 km langen Lavazunge (Bildmitte). Die Zusammensetzung der Lava entspricht derjenigen von Ablagerungen angrenzender supervulkanischer Calderen. Die Chao-Lava eruptierte vor etwa 75.000 Jahren, aber Zirkonkristalle darin bildeten sich bereits seit nahezu drei Millionen Jahren in einem unterirdischen Magmareservoir. Quelle: Landsat 8, U.S. Geological Survey

    Hinweise auf eine gescheiterte Supereruption in den Anden
    Geowissenschaftler entdecken Magmavolumen von supervulkanischen Dimensionen

    2.08.2016 In den Anden hat es Magma-Ansammlungen gegeben, die für eine sogenannte vulkanische Supereruption ausgereicht hätten, jedoch nicht zum Ausbruch gekommen sind. Das haben Geowissenschaftler der Universität Heidelberg entdeckt. Solche Ausbrüche, bei denen enorme Mengen an Magma ausgespien werden, stellen die größten vulkanischen Ereignisse auf der Erde dar. Die Forscher des Instituts für Geowissenschaften fanden gemeinsam mit Kollegen aus den USA heraus, dass sich in der Altiplano-Puna-Region seit der letzten Supereruption vor etwa 2,9 Millionen Jahren kontinuierlich ein Magmavolumen von supervulkanischen Dimensionen gebildet hatte. Diese Magmen gelangten aber nicht in einer katastrophalen Eruption an die Oberfläche, sondern erstarrten durch langsame Abkühlung als plutonische Gesteine in der Tiefe. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Geology“ veröffentlicht.

    „In einer supervulkanischen Eruption werden mehr als 1.000 Kubikkilometer große Mengen an Magma ausgespien, das sich zuvor in oberflächennahen Reservoiren angesammelt hat“, erklärt Prof. Dr. Axel Schmitt vom Institut für Geowissenschaften. „Diese Speicher werden wiederum aus tieferen Stockwerken in der Erdkruste und dem darunterliegenden Erdmantel gespeist. Während der Eruption brechen die überlagernden Gesteinsschichten in die entleerte Magmakammer ein, wobei sich Kessel, sogenannte Calderen, mit Durchmessern von bis zu 100 Kilometern bilden können.“ In der Altiplano-Puna-Region ereigneten sich nach Angaben von Axel Schmitt innerhalb der vergangenen zehn Millionen Jahre mindestens sieben Supereruptionen, die jüngste vor etwa 2,9 Millionen Jahren. Eine offene Frage ist, warum es danach zu keinen weiteren riesigen Eruptionen kam und ob die Region heute für solche Ereignisse als inaktiv angesehen werden kann. Mehr...
    (Quelle: Heidelberg Universität)

     

    Abb: Darstellung der Verlagerungsrate. Quelle: GFZ.

    Peking sinkt

    29.06.2016: Peking ist weltweit unter den fünf Städten mit den größten Wasserproblemen. Durch übermäßige Nutzung des Grundwassers senkt sich die Region um die chinesische Hauptstadt seit 1935 langsam ab. Im Rahmen einer Studie eines internationalen Wissenschaftlerteams unter Beteiligung des GFZ, erschienen in der Fachzeitschrift Remote Sensing, wurden nun Satellitenbildern der Region der Jahre 2003 bis 2011 ausgewertet. Die Auswertung ergab, dass Teile von Peking, insbesondere das Viertel um das Geschäftszentrum der Stadt, sich jährlich um bis zu 10 Zentimeter absenken.

    Peking liegt innerhalb einer trockenen Ebene, in der sich über Jahrtausende Grundwasser angesammelt hat, das als Hauptwasserquelle genutzt wird. Durch die extensive Nutzung der Grundwasserressourcen durch legale und illegale Brunnen trocknet der Untergrund aus und senkt sich dadurch ab. Das Absinken von Land wird als hohes Georisiko eingestuft. Da die Bodenabsenkung nicht gleichmäßig stattfindet, besteht eine Gefährdung für Gebäude und Infrastruktur. Mehr...
    (Quelle: GFZ)

     


    Mikroplastik-Schadstoffsammler mit Schlick. Diese wurden in Elbe, Weser, Trave, der Boddengewässer und der Nord- und Ostsee platziert.
    © ALDEBARAN

    Gewässer-Studie deckt Gefahren durch Mikroplastik auf
    Mit bloßem Auge ist Mikroplastik im Schlick oder im Wasser nicht zu erkennen.

    Wie fatal kleinste Plastikteilchen jedoch für Gewässer, Tiere und damit auch für Menschen sein können, zeigt eine Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. Mikroplastik im Sediment der Elbe, Weser, Trave, der Boddengewässer und der Nord- und Ostsee bindet deutlich mehr Schad- und Giftstoffe als bisher vermutet. Die Plastikpartikel sind um das Drei- bis Vierfache stärker belastet als das ohnehin schon kontaminierte Sediment. Die größte Schadstoffbelastung wurde nahe der Kläranlage Lübeck gemessen.

    Sonneneinstrahlung, Wind und Wellen verwittern und zerkleinern achtlos entsorgtes Plastik zu Teilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind. Auch auf einem anderen Weg gelangt Mikroplastik in die Gewässer: Die für den Peeling-Effekt in Zahnpasta und Duschgels verwendeten Kleinst-Partikel aus Polyethylen oder Polypropylen können in Kläranlagen nur schwer herausgefiltert werden und werden über das Abwasser in die Meere gespült. So lagert sich Mikroplastik am und im Gewässerboden ab und wird mit der Nahrung von den Bodenbewohnern wie kleinen Würmern, Muscheln und Krabben gefressen. Mehr....
    (Quelle: Meere & Ozeane - BMBF)

     


    Methane extraction platform.(wikipedia)

    Methangas im Kivu-See - Strom aus tödlicher Gefahr
    Tief unten im Kivu-See hat sich eine riesige Gasmenge angesammelt. In Ruanda wird damit jetzt das erste kommerzielle Kraftwerk gespeist.

    Für Afrika ist es eine Revolution in der Energieerzeugung. Ruandas Präsident Paul Kagame eröffnete Mitte Mai am Ufer des Kivu-Sees, der Ruanda von der Demokratischen Republik Kongo trennt, das erste kommerzielle Methangaskraftwerk.
    Mit einer Kapazität von 25 Megawatt gehört das Kraftwerk beim Ort Kibuye zur ersten Ausbauphase eines auf 100 Megawatt angesetzten Großprojekts der US-Firma ContourGlobal, das die Methangasvorkommen in den Tiefengewässern des Sees ausbeuten und für die Energiegewinnung nutzen soll.
    Die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank sowie die Niederlande und Belgien beteiligen sich an der Finanzierung des 350 Millionen US-Dollar teuren Projekts KivuWatt. Das Gas, das in mehreren hundert Metern Tiefe am Boden des Sees schlummert, wird auf eine Gasplattform 13 Kilometer vor dem Seeufer hochgepumpt und dann per Pipeline in ein Kraftwerk am Festland geleitet, das den daraus gewonnenen Strom in das Stromnetz einspeist. Bis zu 700 Megawatt Stromkapazität, sagen Experten, sind aus der Nutzung der gigantischen, auf 55 Kubikkilometer geschätzten Methanreserven des Kivu-Sees über ein Jahrhundert zu gewinnen – so viel, wie ein großer Staudamm liefert. (Quelle: taz) Mehr...

     

    Schematische Darstellung des mikrobiellen Kreislaufs von Halogenverbindungen im Boden. X org : halogenorganische Stoffe, X in : anorganische Halogene wie Chlor oder Brom. Abbildung: Weigold, Kappler, Behrens/Universität Tübingen

    Mikroorganismen haben beachtlichen Anteil an der Umsetzung halogenorganischer Verbindungen
    Tübinger Geomikrobiologen zeigen, dass neben der menschengemachten Produktion auch eine große Zahl von Bakterien und Pilzen im Waldboden die häufig als schädlich bewerteten Stoffe herstellt.

    Tübingen, den 01.07.2016 Bekannt sind sie als Schadstoffe, die zum Beispiel in der Industrie als Entfettungsmittel oder in der chemischen Reinigung von Textilien Verwendung finden und schließlich ins Grundwasser gelangen: halogenorganische Verbindungen wie Perchlorethylen und Trichlorethen. Flüchtige Verbindungen aus dieser Gruppe wie Chlormethan beeinflussen die Chemie der Atmosphäre , sie bauen Ozon ab und beeinträchtigen dadurch auch das Erdklima. Lange nahm man an, dass halogenorganische Verbindungen nur durch Aktivitäten des Menschen entstehen. Doch in den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler mehr als 5.000 natürlich auftretende Verbindungen aus dieser Stoffgruppe identifiziert und Hinweise gefunden, dass sie durch mikrobielle Aktivitäten im Boden entstehen. Dem ging ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Professor Andreas Kappler vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen und Professor Sebastian Behrens, der mittlerweile an der University of Minnesota forscht, genauer nach. Die Forscher untersuchten den gesamten Genbestand eines unberührten Waldbodens in Tübingen , um die Arten, Menge und Verteilung von Mikroorganismen zu erfassen, die in der Lage sind, halogenorganische Verbindungen umzusetzen. Bei Bakterien, Pilzen und Archaeen, einer Art Urbakterien, wurden sie fündig: Sie entdeckten eine bisher ungeahnte Vielfalt an Enzymen, die solche Verbindungen auf - und abbauen können . Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. Die Erkenntnisse können in der Atmosphärenchemie, bei der Beurteilung des Weltklimas sowie bei der Altlastensanierung von Böden eine Rolle spielen. Mehr...

     


    Diamanten geben Einblick in geologische Prozesse (Foto: R. Wirth, GFZ).

    Hauchdünne Scheiben aus Diamant geben Einblick in geologische Prozesse

    21.06.2016: Den Juwelieren und Minenbetreibern sind sie ein Dorn im Auge, für Geologen aber eine wertvolle Informationsquelle: Trübungen, genauer gesagt Einschlüsse, in Diamanten bergen wichtige Informationen. Dank einer neuen Untersuchungsmethode ist es jetzt gelungen, aus solchen Einschlüssen den ersten direkten Nachweis für einen bestimmten Entstehungsprozess der Edelsteine zu führen. Demnach entstehen Diamanten auch durch Redox-Gefrieren: ein Prozess, bei dem Kohlenstoff im Erdmantel zu Diamant kristallisiert.

    Dorrit E. Jacob hat mit einer Kollegin und einem Kollegen von der australischen Macquarie University und der University of Sydney eine Arbeit in Nature Communications veröffentlicht. Die Proben für die Untersuchungen hat Anja Schreiber vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ präpariert. Die Studie zeigt, dass die Reduktion von Karbonat zu Diamant über die Oxidation von Eisensulfid zu Eisenoxid gesteuert wird und die Diamant-Kristallisation auf der Oberfläche dieser Einschlüsse beginnt. Mehr...

     

    Momentaufnahme der Strömungsgeschwindigkeiten und Meereisverteilung im hochaufgelösten Ozeanmodell. Das Bild illustriert den verwirbelten Verlauf des Golfstroms sowie die schmalen Strombänder und Wirbel in den Meeresgebieten um Grönland.
    Grafik: Ozeanmodellierungsgruppe GEOMAR

    Atempause für den Golfstrom
    Kieler Meeresforscher berechnen den Weg des grönländischen Schmelzwassers

    20.06.2016:Kiel. Der Salzgehalt in den Gewässern um Grönland spielt eine große Rolle für den Antrieb des Golfstroms im Nordatlantik. Deshalb gibt es Befürchtungen, dass Süßwasser aus dem schmelzenden grönländischen Inlandeis das Strömungssystem beeinflussen und abschwächen könnte. Neue Modellrechnungen einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt aber ergeben, dass große Teile des Süßwassers entlang der kanadischen Küste nach Süden abtransportiert werden und die Abschwächung des Golfstroms so hinauszögern. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Geoscience. Mehr...

     


    Einem Tsunami aus der Kolonialzeit auf der Spur (Foto: H. Letz, GFZ).

    Einem Tsunami aus der Kolonialzeit auf der Spur

    13.06.2016: Deutsch- und englischsprachige Kolonialzeitungen berichten im März des Jahres 1895 über einen Tsunami, der als Folge eines Erdbebens der Stärke 7 bis 8 die Trobriand-Inseln traf - eine zu Papua-Neuguinea gehörende Inselgruppe in der pazifischen Salomonensee. Der Tsunami soll mindestens 30 Todesopfer zur Folge gehabt haben. Doch wie realistisch sind diese Angaben? Seit Einführung moderner Seismometer in den 1960er Jahren wurden im Bereich des Trobriand-Grabens nur selten Erdbeben registriert. Ein Erdbeben der Stärke 7 bis 8 oder gar Beben, die einen Tsunami ausgelöst hätten, konnten seitdem nicht nachgewiesen werden. Aus diesem Grund war lange Zeit unklar, ob die Angaben aus dem Jahr 1895 tatsächlich auf einen Tsunami hindeuten konnten.
    Die Trobriand-Inseln, auch Kiriwina-Inseln genannt, befinden sich am Rand der mit zahlreichen kleinen Plattenfragmenten durchsetzten Plattenkollisionszone zwischen der Pazifischen und der Indo-Australischen Platte. Aufgrund der komplizierten Tektonik gibt es bisher kein allgemein akzeptiertes Plattenmodell der Region. Mehr...

     


    Einer der Fußabdrücke, die ein Mensch vor 11.000 Jahren während eines Vulkanausbruchs in der frischen Asche hinterließ (Ralf Hetzel, WWU Münster).

    Neue Datierung löst Geheimnis um das Alter eines menschlichen Fußabdrucks

    18.05.2016: Beim Bau eines Staudamms im Jahre 1969 entdeckten Arbeiter auf dem Kula-Vulkanfeld in der West-Türkei menschliche Fußabdrücke. Ein Vulkanausbruch hatte vor Jahrtausenden eine dünne Ascheschicht über den Boden gelegt, in der die Spuren konserviert wurden. Lange wurde über das Alter der Fährte gerätselt. Eine neue Datierung erlaubt nun eine sehr genaue Altersbestimmung.

    Nachdem bisherige Schätzungen von einem Alter zwischen 250.000 bis 25.000 Jahren ausgingen, offenbart der Einsatz des noch recht jungen Datierungsverfahrens über kosmogene Nuklide (Isotope, die durch den Einfluss hochenergetischer Strahlung aus dem All entstehen) nun, dass der Mensch, der die Spur hinterließ, vor nur etwa 11.000 Jahren über das Vulkanfeld ging, also deutlich später als bisher vermutet. Das Wissen über das genaue Alter ermöglicht es ArchäologInnen, die Besiedlungsgeschichte der Region nachzuvollziehen. Und GeologInnen können aus der Datierung die Eruptionsgeschichte großer Vulkane und Vulkanfelder ableiten und die geologische Entwicklungsgeschichte der Landschaft rekonstruieren. (Quelle: GFZ) Mehr...

     


    Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. (Quelle: Wikipedia)

    Nuklearstrategie der EU
    Atomkraft, ja bitte!
    von: Thomas Ludwig Datum: 17.05.2016

    Treibt Brüssel den Ausbau neuer Atomkraftwerke voran? Die Kommission weist das zurück. Doch die EU kommt auf absehbare Zeit nicht um die Nutzung von Nuklearenergie herum – auch aufgrund der Klimaziele.

    Brüssel. Als eine „bizarre Mischung aus Illusion und Propaganda“ gilt für Rebecca Harms die Nuklearstrategie der Europäischen Kommission. „Die EU-Kommission setzt die Kosten in allen Bereichen von Neubau über Sicherheitsnachrüstungen bis zu Rückbau und Entsorgung zu gering an“, moniert die Fraktionschefin der Grünen im Europaparlament. In Großbritannien zeige sich mit der Planung des Reaktors von Hinkley Point C immer klarer, dass Neubauten von Atomkraftwerken weit entfernt von Wettbewerbsfähigkeit seien: „Das muss man sich auch endlich in der Kommission eingestehen.“ Mehr... (Quelle: Handelsblatt).

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    Keine CCS-Technologie, dafür Ausbau des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point. Dumm gelaufen für die Gegner von CCS. (M.Wipki)



    Der Satellit verfügt über ein hochentwickeltes Radar, das rund um die Uhr in allen Wetterlagen Bilder von der Erdoberfläche liefert.(Quelle: Handelsblatt)

    Satellit Sentinel 1B
    Europa schickt neuen Wächter ins All

    Datum: 21.04.2016 12:54 Uhr
    Ehrgeiziges Raumfahrtprogramm: Europa schickt am Freitag seinen vierten Wächter ins All. An Bord des Satelliten Sentinel 1B ist ein hochentwickeltes Radar zur Erdüberwachung in bislang ungekannter Präzision.
    Kourou - Europa will seinen vierten Wächter ins All schicken: Im Rahmen des Copernicus-Programms soll am Freitag vom europäischen Raumflughafen Kourou in Französisch-Guayana der Satellit Sentinel 1B in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht werden. Der Radar-Satellit ist der Zwilling von Sentinel 1A, der sich bereits seit zwei Jahren im Erdorbit befindet. Das Satellitenduo wird die Erde aus dem All beobachten. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...

     


    (Foto: AWI)

    Das AWI-Onlineportal zu Müll im Meer und seinen ökologischen Auswirkungen
    Datenportal LITTERBASE

    Die Vermüllung der Ozeane wurde lange Zeit kaum beachtet, obwohl die Produktion von Kunststoffen in den vergangenen Jahrzehnten weltweit massiv anstieg. Seit der Entdeckung der ozeanischen ‚Garbage Patches‘ und des Mikroplastiks hat sich die Vermüllung des Meeres jedoch zu einem Topthema entwickelt, das sowohl die Forschung als auch die Menschen beschäftigt. Obwohl Müll im Meer, anders als viele Schadstoffe, sichtbar ist, sind aus wissenschaftlicher Sicht noch viele Fragen offen. So herrscht trotz intensiver Forschung Unsicherheit darüber, wie groß die Verschmutzung der Ozeane tatsächlich ist und wie sich die enormen Mengen an Kunststoff auf die Lebewesen und Ökosysteme der Meere auswirken. (Quelle: AWI) Mehr...

     


    Zerstörte Gebäude in Kathamandu (Foto: Wikimedia)

    Vorher-nachher-Vergleich: Nepal heute - und vor einem Jahr

    Ein gewaltiges Erdbeben erschütterte vor einem Jahr die Himalaya-Region, in Nepal stürzten Hunderttausende Häuser ein. Diese Bilder zeigen, was sich seitdem getan hat.
    In Teilen Nepals sieht es so aus, als habe das Erdbeben erst vor wenigen Wochen das Land erschüttert. Mancherorts liegen auch ein Jahr nach der Katastrophe Trümmer herum. Bei dem Beben am 25. April 2015 und an den folgenden Tagen starben etwa 9000 Menschen, rund 22.000 wurden verletzt. Nach Regierungsangaben stürzten rund 600.000 Häuser ein, das Rote Kreuz spricht sogar von 800.000 zerstörten Gebäuden. (Quelle Spiegel online). Mehr...

     


    Wechselwirkung zwischen Erdmantel und dem Grönländischen Eisschild beim Überqueren der Plume-Spur (Grafik: A. Petrunin, GFZ).

    Erdwärme verursacht schnellen Eisfluss und Gletscherschmelze in Grönland
    Die erdgeschichtliche Vergangenheit des Nordatlantik steuert heutigen Eismassenverlust

    04.04.2016: Wer Grönlands Eismassen von heute untersucht, muss weit in die Erdgeschichte zurück. Unter der Insel finden sich in der Lithosphäre heiße Stellen aus der geologischen Vergangenheit, welche zu einer Schmelze von unterhalb der Eismassen Grönlands führen und das Eis deshalb schnell fließen lassen. In einem breiten Streifen von West nach Ost zieht sich eine Wärmeanomalie mit erhöhtem Wärmefluss aus dem Erdinnern unter Grönland durch. Mit dieser Anomalie erklärt jetzt ein internationales Team von Geowissenschaftlern unter Leitung von Irina Rogozhina und Alexey Petrunin vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ Beobachtungsdaten aus Radar- und Eisbohrmessungen, die eine weitgefächerte Schmelze unter dem Eisschild und erhöhte Gleitgeschwindigkeiten an der Basis des Eiskörpers zeigen. Diese Schmelze führt zu einem schnellen Eisfluss von Grönlands Gletscher-Gipfelregion über 750 Kilometer bis hin zum Nordatlantik. (Quelle: GFZ) Mehr...

     


    Das Forschungsschiff SONNE ist bis zum 28. April 2016 vor Neuseeland unterwegs. Foto: Thomas Walter

    SONNE-Expedition: Wie entstehen Hangrutschungen im Meer?
    27.03.2016 | Projektträger Jülich
    Rutschungen im Meer sind oft Auslöser von Flutwellen und können deshalb katastrophale Folgen für Menschen an der Küste haben. Wissenschaftler aus Bremen und Jena brechen heute zu einer Expedition auf, um mit dem Forschungsschiff SONNE die Ursache dieser Hangrutschungen zu untersuchen.
    Der Hikurangi Kontinentrand östlich der Nordinsel Neuseelands ist eine Subduktionszone, an der die Pazifische unter die Australische Kontinentalplatte abtaucht. In Folge der Subduktion gibt es eine Reihe aktiver Vullkane entlang des Hikurangi Randes und es kommt immer wieder zu Erdbeben an der Grenzfläche zwischen beiden Platten. Diese Beben gehen einher mit starken Erschütterungen des oberen Sedimentstockwerkes und tektonischen Vertikalbewegungen von mehreren Millimetern pro Jahr. Beide Effekte können dazu führen, dass Sedimentpakete von bis zu 80 Metern Mächtigkeit ins Rutschen kommen und sich den Hang hinabbewegen. Diese Hangrutschungen sind um ein Vielfaches größer als die uns an Land bekannten Hangrutsche und Bergstürze, weshalb sie wiederum der Auslöser für Tsunamis sein können. Bei großen Wassertiefen können diese Wellen über große Distanzen Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Stundenkilometern erreichen und verheerende Schäden nicht nur in den angrenzenden Küstenregionen anrichten. (Quelle: FONA) Mehr...

     


    Nach dem Tsunami in 2011 waren viele Küstengebiete in Japan überflutet. Viele Menschen mussten aus den Überflutungsgebieten wie Ishinomaki gerettet werden. (Foto: ChiefHira via Wikimedia unter cc-by 4.0)

    Erdbeben, Tsunami und Nuklearkatastrophe
    Dominoeffekte bei Naturkatastrophen sind eine große Herausforderung beim Katastrophenschutz. Doch was hat sich in Japan seit März 2011 getan?

    Am 11. März 2016 jährt sich zum fünften Mal die Tsunami- bzw. Nuklearkatastrophe von Fukushima in der Region Tohoku (Honshu, Japan), die durch ein starkes Erdbeben vor der japanischen Küste ausgelöst wurde. Prof. Friedemann Wenzel vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist Geophysiker und hat zusammen mit deutschen und japanischen Kollegen diese Region kurz nach dem Erdbeben besucht. In einem Interview mit der Wissensplattform "Erde und Umwelt" erklärt er Zusammenhänge und Hintergründe. Japan ist eines derjenigen Länder, die am besten auf Erdbeben vorbereitet sind. Warum wurden ein so starkes Beben und der daraus resultierende Tsunami nicht erwartet? (Quelle: ESKP) Mehr...

     


    AWI-Permafrostexperte Dr. Guido Grosse vor einem Thermokarst-See auf der Halbinsel Bykovsky östlich von Tiksi. (Foto: Thomas Opel)

    Ein Blick in die Zukunft der Arktis
    Tauende Eiskeile verändern die Permafrostlandschaft substantiell

    [14. März 2016] Überall in der Arktis tauen Eiskeile mit großer Geschwindigkeit. Veränderungen dieser in Permafrostlandschaften weit verbreiteten Strukturen wirken sich massiv auf den Wasserkreislauf der Tundra aus. Das ist das Ergebnis der Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), die heute online in der Fachzeitschrift Nature Geoscience erscheint.

    Eiskeile prägen die arktische Permafrostlandschaft: Sie ragen bis zu 40 Meter tief in den Boden und sind in hunderten bis tausenden von Jahren entstanden. Durch Frier- und Tauprozesse sind sie verantwortlich für die Permafrost-typischen Polygonstrukturen in den arktischen Tieflandsebenen. Wissenschaftler um die Erstautorin Anna Liljedahl von der Universität Alaska in Fairbanks haben jetzt die Ergebnisse von Felduntersuchungen rund um den Polarkreis zusammengetragen und analysiert. Dabei stellten sie fest, dass bereits sehr kurze überdurchschnittlich warme Phasen zu raschen Veränderungen in Permafrostböden führen können. In neun von zehn Untersuchungsgebieten beobachtete das internationale Forscherteam mit Hilfe von historischen Luftbildern und neuesten hochauflösenden Satellitendaten, dass Eiskeile an der Oberfläche tauen und in der Folge der Boden absackt. (Quelle: AWI) Mehr...

     


    Eruption of Eyjafjallajökull Volcano, Iceland - May 2010. Quelle: NASA

    Nicht auf Sand bauen
    München 10.03.2016 Vulkanasche kann Flugzeugmotoren beschädigen. Doch wie groß ist das Risiko wirklich? LMU-Vulkanologen haben dafür ein empirisches Modell entwickelt, weil gängige Tests mit Sand das Verhalten der Asche nicht korrekt widerspiegeln.

    Vulkanasche ist für Flugzeuge gefährlich, da sie Düsentriebwerke, aber auch andere Flugzeugteile massiv beschädigen kann. Deshalb führte der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahr 2010 zu Luftraumsperrungen, die den Flugverkehr großräumig lahm legten und erhebliche wirtschaftliche Schäden nach sich zogen. „Die Schäden an den Triebwerken entstehen vor allem durch die Ablagerung geschmolzener Asche“, sagt Professor Donald Dingwell, Direktor des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften. „Die Luftraumsperrungen waren auch deshalb so umfangreich, weil es noch keine ausreichenden Erkenntnisse zum Schmelzverhalten von Vulkanasche in Triebwerken gibt.“ Dingwell hat mit seinem Team nun gezeigt, dass die chemische Zusammensetzung der Asche dabei eine Rolle spielt - und dass Tests mit Sand oder Staubpartikeln die Auswirkungen von Vulkanasche auf Triebwerke nicht korrekt widerspiegeln. Mithilfe ihrer Ergebnisse, über die sie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Communications berichten, haben die Vulkanologen ein Modell entwickelt, mit dem sich das Risiko besser abschätzen lässt. (Quelle: LMU) Mehr...

     

    In Florida und den Bundesstaaten im Südosten der USA steigt das Risiko besonders stark.
    © NASA/GSFC

    Steigender Meeresspiegel könnte Millionen US-Bürger treffen
    15-03-2016 Gefahr für Küstenbewohner im Südosten der USA größer als angenommen
    Land Unter: Der Meeresspiegelanstieg wird auch die Küsten der USA hart treffen. Im Extremfall könnten bis zum Jahr 2100 gut 13 Millionen US-Bürger von Hochwasser und Überschwemmungen betroffen sein, so die Prognose von US-Klimaforschern im Fachmagazin "Nature Climate Change". Vor allem Florida und andere Bundesstaaten im Südosten der USA wären in Gefahr. Kalifornische Küstenstädte wie San Diego dagegen weniger.

    Obwohl – oder gerade weil – die USA zu den Großemittenten von Treibhausgasen gehören, gehörten sie bei internationalen Klimaverhandlungen lange zu den Bremsern. Die Quittung des ungebremsten CO2-Ausstoßes und des dadurch verursachten Klimawandels bekommen jedoch auch sie. So belegten Forscher vor kurzem, dass die Tangier-Inseln vor den Toren Washingtons schon in 50 Jahren wegen Überflutung unbewohnbar sein werden. Jetzt schlagen Mathew Hauer von der University of Georgia und seine Kollegen auch für andere Küstenregionen der USA Alarm. (Quelle:scinexx) Mehr...

     

    Graviationsgradienten über dem Nordatantik. (Bild: Bouman / TUM)

    Durch die Gravitationsbrille ins Innere der Erde schauen

    14.03.2016 Wie verändert sich das Eis der Polkappen? Und welche geologischen Eigenschaften hat die Erdkruste darunter? Welche Struktur hat die Grenzfläche zwischen Erdkruste und Erdmantel? Um diese Fragen zu beantworten, können Geophysiker künftig Daten des GOCE-Satelliten der ESA nutzen, mit dessen Hilfe das Schwerefeld der Erde vermessen wurde. Geodäten der Technischen Universität München (TUM) haben nun die Messdaten so aufbereitet, dass sogar Strukturen tief unter der Oberfläche sichtbar werden. Könnte ein Astronaut Gravitationsfelder sehen, so erschiene ihm die Erde nicht rund, sondern verbeult wie eine Kartoffel. Der Grund: Die Massen in Ozeanen, Kontinenten und tief im Erdinneren sind ungleich verteilt. Die Gravitationskraft ist daher von Ort zu Ort unterschiedlich.

    Diese Variationen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, haben hochempfindliche Beschleunigungssensoren an Bord des ESA-Satelliten "Gravity field and steady-state Ocean Circulation Explorer" (GOCE) gemessen. (Quelle: innovations report). Mehr...

     

    Die Anatolische Platte und die Nordanatolische Verwerfungszone (Grafik: Dorina Domigall, GFZ)

     

    Die maximale Erdbebenstärke in der Nord-Türkei
    Starkbeben entlang der Nordanatolischen Verwerfungszone mit nach Osten zunehmender Magnitude

    03.03.2016: Geowissenschaftler und Katastrophenschützer kennen das Risiko der Megacity Istanbul: mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit hat die Stadt in der nahen Zukunft mit einem verheerenden Erdbeben zu rechnen. Die Frage ist: wie stark kann das Beben werden? Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ haben zusammen mit einem Kollegen von der University of Southern California die Erdbebenmaxima entlang der Nordanatolischen Verwerfung untersucht und kamen zu dem bemerkenswerten Ergebnis, dass Megabeben der Magnitude M 8 nur im Osten der Erdbebenzone zu erwarten sind. Für den westlichen Teil der Verwerfungszone, wo Istanbul angesiedelt ist, erwarten sie Starkbeben mit nicht größerer Magnitude als M 7,5. Mehr...

     

    Ein Blick auf den Campus des TTUC © TU Bergakademie Freiberg

     

    Sächsisches Konsortium gründet Deutsch-Kenianisches Zentrum für Rohstoffforschung in Afrika
    16. Februar 2016

    Gemeinsam mit der HTW Dresden ist die TU Bergakademie Freiberg am Aufbau des „Kenyan German Centre for Mining, Environmental Engineering and Resource Management (CEMEREM)“ am Taita Taveta University College in Voi (Kenia) beteiligt.

    Neben seinen Naturschönheiten ist Kenia reich an Bodenschätzen wie Gold, Titan, Eisen, Zink und Edelsteinen, aber auch Flußspat, (Kali-)Salz, Erdöl und –gas sowie Kohle kommen in der Region vor. Um diese Ressourcen nachhaltig nutzen zu können, fehlt der wissenschaftliche Nachwuchs. „Kenia als rohstoffreicher Staat steht vor der komplizierten Aufgabe, seine Naturreichtümer zum Wohle der Gesellschaft zu nutzen, ohne dabei den Naturschutz und dem Tourismus zu schaden“, schätzt Prof. Carsten Drebenstedt vom Institut für Bergbau und Spezialtiefbau an der TU Bergakademie Freiberg ein. Kenia besitzt nahezu keine eigenen Ausbildungsstätten im Ressourcensektor. Das soll sich mit dem vom DAAD geförderten Projekt ändern. Mit dem CEMEREM entsteht am Taita Taveta University College (TTUC) ein Kompetenzzentrum für eine bewusste und ganzheitliche Ressourcenwirtschaft in Kenia und im ostafrikanischen Raum.(Quelle:TU, Freiberg) Mehr...

     



    Das Gestein hat die fragilen Beine und die Außenstruktur des Käfers detailliert abgeformt und so überliefert. Auch innere Organe, zum Beispiel der Geschlechtsapparat, sind fossil überliefert.
    (c) Foto: Achim Schwermann/Thomas van de Kamp

    Fossilien entpuppen sich als wahre Fundgrube
    Dienstag, 9. Februar 2016 Universität Bonn

    Mehr als 70 Jahre lang führten fossile Gliederfüßer aus dem französischen Quercy ein Schattendasein, weil sie äußerlich schlecht erhalten waren. Mit Hilfe der Synchrotronstrahlungsquelle ANKA am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat ein internationales und interdisziplinäres Forscherteam unter maßgeblicher Beteiligung der Universität Bonn nun die 30 Millionen Jahre alten Käferfossilien durchleuchtet. Die inneren Strukturen sind so detailliert überliefert, dass eine umfangreiche Beschreibung und eine Stammbaumanalyse der Käfer möglich waren. Die Ergebnisse dieser Studie sind nun in der Fachzeitschrift „eLIFE“ erschienen.

    Die nur wenige Millimeter langen Käfer stammen aus einer weit mehr als 100 Jahre alten Sammlung fossiler Gliederfüßer, hauptsächlich Insekten, aus dem französischen Quercy. „Ihre letzte, umfassende Untersuchung war im Jahr 1944. Das Interesse an dieser Fossilfundstelle galt bisher hauptsächlich den Wirbeltieren“, sagt der Paläontologe Dr. Achim Schwermann vom Steinmann-Institut der Universität Bonn. Ein Grund dafür, dass diese Insekten bisher so vernachlässigt wurden, liegt an der äußerlich schlechten Erhaltung der Exemplare. (Quelle: Uni Bonn) Mehr...

     



    Klimawandel im Jura.
    12.01.2016 - Pressemitteilung
    Vor 174 Mio. Jahren verschwinden plötzlich viele Meerestiere der „Jurassic Sea“. Forscher wissen nun warum.

    Stuttgart. Klimawandel gab es im Laufe der Erdgeschichte immer wieder. Selbst erdgeschichtliche Perioden, die man lange Zeit eher als stabil und ausgesprochen warm betrachtete, wie die Jura-Zeit, zeichneten sich durch dramatische Temperaturwechsel aus. Viele Tiere des Jurameers waren von den Klimaschwankungen betroffen. Schon lange war Wissenschaftlern aufgefallen, dass es jurazeitliche Gesteinsschichten gibt, in denen die Artenvielfalt der schalentragenden Meeresfossilien, wie Muscheln, Belemniten oder urzeitliche Schnecken auf ein Minimum abnimmt. Jetzt wissen sie endlich warum.

    Ein Forscherteam um den an der Universität Kopenhagen tätigen Geowissenschaftler Dr. Christoph Korte – 1990 übrigens Weltmeister im legendären Deutschlandachter der Ruderer – analysierte die Veränderungen der Verbreitung von marinen Lebewesen speziell im Zeitabschnitt an der Wende vom Unter- zum Mitteljura (vor ca.174 Mio. Jahren). Auch Dr. Günter Schweigert, ein Spezialist für jurazeitliche Meerestiere am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, war an den Untersuchungen beteiligt. (Quelle: Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart) - Mehr....




    Das Anthropozän: Unbequeme Fakten für ein menschengesteuertes Erdsystem

    Freitag, 8. Januar 2016 Freie Universitaet Berlin Studie im renommierten Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht / Geowissenschaftler Prof. Dr. Reinhold Leinfelder von der Freien Universität Berlin einer der Autoren.

    Die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf der Erde markieren nach Auffassung einer internationalen Gruppe von Geowissenschaftlern und Vertretern anderer Disziplinen eine neue geologische Epoche: das Anthropozän. Die Forscher, darunter Prof. Dr. Reinhold Leinfelder von der Freien Universität Berlin, stufen als Beginn dieser Epoche die Mitte des 20. Jahrhunderts ein. Das Anthropozän sei charakterisiert durch die Verbreitung von Materialien wie elementarem Aluminium, Beton, Plastik, Flugasche und dem sogenannten Fallout von Kernwaffentests über den gesamten Planeten. Dies werde begleitet von erhöhten Treibhausgas-Emissionen und in der Erdgeschichte beispiellosen transglobalen Arteninvasionen. Die Studie wurde im renommierten Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht.

    In der Arbeit zeigen 24 Mitglieder der internationalen Anthropozän-Arbeitsgruppe, dass die Menschen das Erdsystem in einem dermaßen starken Ausmaß verändert haben, dass inzwischen eine Reihe von Signalen in Sedimenten und Eis zu beobachten sind. Diese Signale seien hinreichend unterschiedlich zur deutlich stabileren Holozän-Epoche der letzten 11.700 Jahre, welche die Entwicklung der menschlichen Zivilisation überhaupt erst erlaubte, um die Etablierung einer Anthropozän-Epoche in der erdgeschichtlichen Zeitskala zu rechtfertigen, heißt es in der Studie. Im Jahr 2016 wird die Anthropozän-Arbeitsgruppe weitere Erkenntnisse über das Anthropozän zusammentragen, die Empfehlungen darüber unterstützen sollen, ob diese neue Zeiteinheit formalisiert werden sollte, und - falls ja - wie sie auch formal definiert und charakterisiert werden könnte. (Quelle: alphagalileo) Mehr...

    Originaltitel: Colin Waters et al. (2016): The Anthropocene is functionally and stratigraphically distinct from the Holocene

     



    Seismogramm des Ereignisses. Die maximale Auslenkung der Vertikalkomponente der Bodengeschwindigkeit beträgt 0,3 µm/s vom Mittelwert (Abb.: J. Saul, GFZ).

    Informationen zum Test einer Wasserstoffbombe in Nordkorea

    06.01.2016: Heute morgen wurde in Nordkorea im Bereich des Testgeländes Punggyue Ri ein seismisches Ereignis in sehr geringer Tiefe registriert. Automatische Messungen des GEOFON-Netzwerks des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ zeigten um 01:30:01 Weltzeit (10:00:01 Ortszeit) ein Beben mit der Magnitude M 5,3 in der Region des Testgeländes von Punggye Ri im Nordosten des Landes. Bereits 2009 und 2013 wurden von Nordkorea hier Atombombentest durchgeführt.

    Geophysikalisch unterscheiden sich durch Explosionen erzeugte Beben deutlich von natürlichen Erdbeben. Die Ähnlichkeit der Wellenformen sowie die flache Herdtiefe legen nahe, dass es sich bei dem heutigen Ereignis wieder um eine starke Explosion handelt. Ein Vergleich mit den Messungen von 2009 und 2013 zeigt eine größere Magnitude als bei den vorangegangenen Tests. Elf Minuten nach der Explosion konnte die GEOFON-Station des GFZ in Flechtingen/Sachsen-Anhalt das Ereignis in einem Seismogramm>> erfassen. (Quelle: GFZ) Mehr....

     

     

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