Aktuelles

 

2014

(Archiv)

Gletscher

Quelle: YouTube

They Took A Camera To A Remote Area In Greenland, And What They Recorded Is Simply Terrifying

Unglaublich! Unbedingt ansehen! -
Link >>>>>>>  
(Quelle: www.upworthy.com)

 

ketzin
Rückforderung von CO2 aus dem geologischen Speicher des GFZ in Ketzin, Okt. 2014
(Foto: T. Kollersberger, GFZ)


Feldversuch zur Rückförderung von CO2 am Pilotstandort Ketzin
Experiment in der Abschlussphase des CO2-Speicherprojekts

15.10.2014: Heute hat das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ einen Feldversuch zur Rückförderung von Kohlendioxid (CO2) in Ketzin begonnen. An seinem Pilotstandort zur wissenschaftlichen Untersuchung der geologischen Speicherung des Treibhausgases CO2 im brandenburgischen Ketzin/Havel wurden zwischen Juni 2008 und August 2013 insgesamt etwa 67.000 Tonnen CO2 in porösen Sandstein in einer Tiefe von 630 m bis 650 m gepumpt. Im Rahmen des jetzt begonnenen Feldversuchs ist bis zum 28. Oktober 2014 die Rückförderung einer Masse von etwa 500 bis 1.000 Tonnen CO2 geplant.

Mit diesem Versuch wird zum einen eine Auflage des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe erfüllt: da für das Ketzin-Projekt eine Genehmigung für die Speicherung vorliegt, soll gezeigt werden, dass das CO2 auch rückholbar ist. Zum anderen ist der Versuch aus wissenschaftlicher Sicht hoch interessant. Der Leiter des Zentrums für Geologische Speicherung am GFZ, Axel Liebscher, erläutert: „Am Pilotstandort Ketzin führen wir erstmals an einem CO2-Speicher die Rückförderung von CO2 unter wissenschaftlicher Begleitung durch.“ Während des Versuches werden die Druck- und Temperaturverhältnisse im CO2-Reservoir kontinuierlich überwacht und das rückgeförderte CO2 beprobt und analysiert. Zudem führen Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) begleitende Untersuchungen durch und messen vor Ort Änderungen des atmosphärische CO2-Gehaltes. „Mit dem Rückfördertest werden wir einen einzigartigen Datensatz generieren können, der im Nachgang des Versuches genau ausgewertet wird und zum Beispiel neue Einblicke in das Verhalten des CO2-Reservoirs gibt“, so Axel Liebscher.

Abb. in druckfähiger Auflösung findet sich hier:




Quelle: Wikipedia


18.09.2014
Nach jahrzehntelanger Pause

Neue Erdölsuche im Allgäu

Der steigende Ölpreis macht derzeit auch die Suche und das Geschäft mit kleinen Erdölvorkommen lukrativ. Auch im Allgäu wird nach jahrzehntelanger Pause wieder nach dem Schwarzen Gold gebohrt. Wintershall lässt sich die Erkundungen mehrere Millionen Euro kosten.

Bedernau - Wie ein Fremdkörper wirkt das stählerne Bohrturmgerüst inmitten grüner Wiesen und Maisfeldern. Vor allem bei Dunkelheit, wenn der knapp 40 Meter hohe Turm beleuchtet ist, zieht er die Blicke der Menschen auf sich, die in Bedernau und Umgebung wohnen. In dem kleinen Ort im Unterallgäu wird nach langer Pause wieder nach Erdöl gebohrt. Vergangene Woche hat die BASF-Tochter Wintershall dort eine Erkundungsbohrung gestartet. Seitdem wird der Meißel pausenlos durch verschiedene Gesteinsschichten in die Tiefe getrieben, im Schnitt schafft er 300 Meter am Tag. Die Experten hoffen darauf, in 1500 Metern Tiefe auf den kostbaren Rohstoff zu stoßen - und investieren dafür Millionen Euro.

„Ziel ist, die Erdölförderung in Bayern auszubauen und den Standort zu stärken“, sagt Mark Krümpel, Sprecher des Unternehmens mit Sitz in Kassel. Bedernau ist nicht der einzige Ort im Allgäu, an dem Wintershall nach Öl sucht. Bereits im August gab es eine Erkundungsbohrung im nur wenige Kilometer entfernten Lauben. Sie ist inzwischen abgeschlossen. „Jetzt werden die Ergebnisse der Probebohrung analysiert. Bis Jahresende können wir sagen, ob sich an diesem Standort eine längerfristige Ölförderung lohnt“, sagt Krümpel. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...

 


Quelle: BGR/LBEG


BGR testet Heliumballon für geophysikalische Messungen

Die BGR hat im Juli auf dem Bundeswehr-Truppenübungsplatz "Döberitzer Heide" in Brandenburg ein mobiles System für geophysikalische Messungen getestet. Kernelement bei dieser neuen Methode ist ein mit Sende- und Empfangsspulen ausgestatteter Heliumballon. Er ermöglicht Untersuchungen des geologischen Untergrundes aus der Luft bis in Tiefen von mehreren hundert Meter und soll nach erfolgreicher Erprobung insbesondere die Grundwassererkundung in Entwicklungsländern erleichtern. Der Einsatz des Ballons, der einen Durchmesser von 22 m und die Form eines Ringes ("Torus") hat, wird mit Leinen zwischen zwei Geländewagen, die mit Mess- und Versorgungsgeräten ausgestattet sind, verspannt und so über das Gelände transportiert. Dabei schwebt er bis zu 5 m in der Luft. Durch das An- und Abschalten der Spulenströme werden im Untergrund Magnetfelder induziert und deren zeitliches Verhalten in der Empfangsspule am Ballon gemessen. Das zeitliche Verhalten gibt den Verlauf des spezifischen Widerstands im Untergrund wieder, aus dem z. B. auf Grundwasservorkommen geschlossen werden kann. (Quelle: BGR Newsletter) Mehr...

 



(Quelle: Wikipedia)

Slogan „It's Scotland's Oil“

Dank Öl in die Unabhängigkeit?
Schottland und der Nordsee-Schatz


26.08.2014, 11:21 Uhr
Im September entscheiden die Schotten, ob sie noch zu Großbritannien gehören wollen. Schmiermittel im Kampf um Stimmen ist für die Nationalpartei das Nordsee-Öl. Aber könnte es ein unabhängiges Schottland finanzieren?

Aberdeen - Vor der langgezogenen Strandpromenade Aberdeens liegen in Sichtweite gut zwei Dutzend grellbunte, riesige Tanker in der Nordsee. Wenige hundert Meter weiter im Industriehafen stehen dicht an dicht turmhohe Tanks, Tag und Nacht rattern die Pumpen. Seit in den 60er und 70er Jahren das erste Öl vor der schottischen Küste entdeckt wurde, hat sich die Fischerstadt Aberdeen zu Europas Öl-Hauptstadt entwickelt. Sogar auf der Flughafentoilette werben Unternehmen für Jobs in der Branche. Der Schatz unter der Nordsee bringt nicht nur Wohlstand in die Stadt mit knapp 230 000 Einwohnern. Er ist auch ein wichtiges Argument der schottischen Regierung für die Abspaltung von Großbritannien. Schottland, so die These der Nationalpartei SNP, kann mit Hilfe der Öl-Einnahmen locker auf eigenen Füßen stehen. Sollten die Schotten am 18. September für die Abspaltung stimmen, dann gehörten die Reserven unter dem Meeresboden endlich wieder ihnen. Parteichef Alex Salmond will dann nach Norwegischem Modell einen Teil der Steuereinnahmen in einen Öl-Fonds stecken, der die Zukunft kommender Generationen finanzieren soll. Die Industrie werde „viele Milliarden Barrel über viele Jahrzehnte“ produzieren, beschwor er erst vor ein paar Tagen in der letzten Parlamentssitzung vor der Abstimmung. Doch das sehen nicht alle so. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...

 



3D-Modell des Tamu Massivs - einem riesigen Schildvulkan am Meeresgrund (Quelle: © William Sager)


Tamu-Massiv (Quelle: Wikipedia)

Untersee-Vulkan entpuppt sich als größter Feuerberg der Erde
Tamu-Massiv im Pazifik hat die gleiche Grundfläche wie der Marsvulkan Olympus Mons

Er ist mit Abstand der größte Vulkan der Erde und erreicht Ausmaße, die bisher nur von den Riesenvulkanen auf dem Mars bekannt waren: Forscher haben den Unterseevulkan Tamu Massiv im Pazifik näher untersucht und festgestellt, dass er mehr als 300.000 Quadratkilometer bedeckt- diese Fläche entspricht ungefähr der der Britischen Inseln. Die Höhe des Schildvulkans schätzen sie auf bis zu 30 Kilometer - ein Großteil davon ist allerdings in die Erdkruste eingesenkt, wie sie im Fachmagazin "Nature Geoscience" berichten.

Dass dort ein Vulkan liegt, war schon länger klar: Das 1.600 Kilometer östlich von Japan liegende Tamu Massiv ist die größte Erhebung im Shatsky-Rücken, einer unterseeischen Gebirgskette, die vor 130 bis 145 Millionen Jahren durch die Eruption gleich mehrerer Vulkane entstand. Die Spitze des Tamu liegt knapp 2.000 Meter unter der Wasseroberfläche, seine Basis am Meeresboden in mehr als sechs Kilometern Tiefe. Unklar war aber bisher, ob das Tamu Massiv selbst aus nur einem einzigen Vulkan besteht, oder ob es sich um eine Ansammlung mehrerer Schlote handelt.

Ein einziger, riesiger Schildvulkan Ein US-Forscherteam um William Sager von der Texas A&M University haben nun alle verfügbaren Daten zum Tamu Massiv gesammelt und ausgewertet und kommen zu einem eindeutigen Schluss: "Das Tamu Massiv ist der größte einzelne Schildvulkan, der jemals auf der Erde entdeckt wurde", erklärt Sager. (Quelle: Scinexx.de ) Mehr...

 



Asbest (Quelle: Wikipedia)

Gefährliche Dächer für die Ärmsten
Asbest für Indien
21.08.2014, 11:59 Uhr
In Deutschland darf Asbest nicht mehr verwendet werden. Das Mineral gilt als hochgradig krebserregend, für Milliarden Euro wird es aus Gebäuden entfernt. Doch in vielen Entwicklungsländern boomt der Markt mit Asbest.

Vaishali - Die Topmanager saßen bei Tee und Zuckerkeksen zusammen, und die Stimmung war gut. Ihre Industrie, so sagten sie auf einer Konferenz in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi, rette Leben und versorge die Ärmsten dieser Welt mit Dächern, Wänden und Rohrleitungen. Ihr Produkt? Asbest. Das Mineral ist vielen Industriestaaten zwar verboten, doch wird es in Entwicklungsländern immer noch häufig eingesetzt.
Allein in Indien, dem Asbest-Spitzenimporteur der Welt, ist es eine Industrie mit einem Umfang von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro, und sie sichert 300.000 Arbeitsplätze. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und mehr als 50 Staaten sind der Überzeugung, dass das Mineral verboten gehört, weil sich Asbest-Fasern in den Lungen festsetzen können.
Nach ILO-Schätzungen sterben jedes Jahr 100.000 Menschen, weil sie an ihrem Arbeitsplatz Asbest ausgesetzt waren. Medizinischen Experten zufolge kann das Einatmen jeder Art von Asbest noch nach 20 bis 40 Jahren zu einer tödlichen Erkrankung führen, so zu Lungenkrebs, Mesiothelomen und Lungenfibrose. Zu den Dutzenden Staaten, die den Gebrauch von Asbest völlig verboten haben, gehören auch die EU-Länder. Andere wie die USA haben die Verwendung drastisch eingeschränkt.
(Quelle: Handelsblatt) Mehr...

 

Arktis (Quelle: Wikipedia)

Trotz Sanktionen: Russland und ExxonMobil starten gemeinsame Ölbohrung

Wenige Tage nach Moskaus Strafmaßnahmen beginnen Rosneft und ExxonMobil gemeinsame Probebohrungen im Nordpolarmeer. Den Startschuss gibt Kreml-Chef Putin höchstpersönlich.

Sotschi - Inmitten wachsender Spannungen mit dem Westen hat Russlands Präsident ein russisch-amerikanisches Milliardenprojekt in der rohstoffreichen Arktis gestartet. Wladimir Putin startete per Videokonferenz eine Ölplattform, die von den Energiegiganten Rosneft und ExxonMobil verwaltet wird.

Mit Verweis auf die gegenseitigen Sanktionen Russlands und des Westens in der Ukraine-Krise betonte er, die internationale Wirtschaft zeige mit dem Projekt in der Karasee "Pragmatismus und gesunden Menschenverstand". Dies sei angesichts "momentaner politischer Probleme" erfreulich.

Der Russland-Repräsentant des US-Konzerns Exxon, kündigte an, das Unternehmen wolle seine Arbeit in Russland ungeachtet der US-Sanktionen gegen Moskau fortsetzen. "Unsere Zusammenarbeit ist langfristig. Wir sehen hier große Perspektiven", sagte Glen Waller nach Angaben der russischen Agentur Interfax. Rosneft und ExxonMobil kooperieren bereits auf Ölfeldern in Sibirien und vor der ostrussischen Insel Sachalin. (Quelle: Spiegel) Mehr...

10.08.2014

 


Sinkholes und oberirdische Quellen in der Region Samar auf der westlichen Seite des Toten Meeres, im Hintergrund ist die jordanische Seite des Toten Meeres sichtbar.
Quelle/Foto: UFZ, Dr. Christian Siebert

Neue Bilanz für das Wasser im Toten Meer

Klimawandel könnte Wasserressourcen in Jordanien stärker betreffen als in Israel und Palästina

Tel Aviv/ Halle/Saale. Die Trinkwasserressourcen auf der Jordanischen Ostseite des Toten Meeres könnten durch den Klimawandel stärker zurückgehen als auf der Israelisch-Palästinensischen Westseite. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam, das die Wasserflüsse des Toten Meeres bilanziert hat. Die natürliche Neubildung des Grundwassers würde sich durch geringere Niederschläge in Zukunft drastisch reduzieren, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Science of the Total Environment. Bereits heute reichen die verfügbaren Grundwasserressourcen in der Region nicht aus, um den wachsenden Wasserbedarf von Bevölkerung und Landwirtschaft zu decken. Eine weitere Verschärfung der Lage könnte daher starke soziale, ökonomische und ökologische Folgen für die Region haben. Mehr...

 


Quelle: daserste/weltspiegel

Australien: Great Barrier Reef in Gefahr

Es erstreckt sich über eine Länge von 2300 Kilometern und ist die Heimat von 400 Korallenarten und 1500 verschiedenen Fischen. Bereits 1981 wurde das einmalige Ökosystem zum Weltnaturerbe erklärt. Doch die UNESCO ist zunehmend besorgt über den Zustand des Korallenriffs und erwägt, es auf die Rote Liste der bedrohten Welterbe-Stätten zu setzen. Denn das Riff leidet nicht nur unter den Folgen des Klimawandels und der Tropenstürme, sondern auch unter Pestiziden und Düngemitteln.
Nun bedroht der Kohleboom das Riff: Um den Energiehunger in China und Indien zu befriedigen, sollen Kohlehäfen ausgebaggert und erweitert werden. Das umstrittenste Projekt liegt an der Küste Queenslands und damit direkt vor dem Great Barrier Reef: In Abbott Point soll der größte Kohlehafen der Welt entstehen. Dafür sollen drei Millionen Kubikmeter Schlamm ausgebaggert und direkt im Gebiet des Weltnaturerbes versenkt werden – das Great Barrier Reef als Schlammdeponie. Umweltschützer, Wissenschaftler und Tourismusveranstalter laufen dagegen Sturm und versuchen, das Projekt noch in letzter Minute zu stoppen.
Autor: Norbert Lübbers / ARD Singapur
Weltspiegel | Greenpeace | Spiegel-Online

 


Der Bachelor in den Geowissenschaften hat die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt

Teilweise ernüchternde Tatsachen über den Bachelor kamen auf dem Studienforum Geowissenschaften des BDG zutage: auch Jahre nach der Einführung von BSc und MSc gibt es weder ein nennenswertes Stellenangebot für Bachelorabsolventen noch ausreichend Bachelorabsolventen, die direkt in den Beruf einsteigen möchten. Das stellten Studiengangskoordinatoren im Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus dem öffentlichen Dienst und der Industrie fest.

Auch wenn Oliver Paech, Teamleiter bei der URS Deutschland GmbH ausführt, dass „der zweistufige Abschluss in den Geowissenschaften gut ist, da die Studierenden selber entscheiden sollten, ob sie einen kurzen oder langen Ausbildungsweg gehen“ betont er doch im nächsten Satz, dass „für Global Player in der Wirtschaft und Industrie besonders die MSc- und Phd-Abschlüsse wichtig sind, auch um zukünftig Managementaufgaben erfüllen zu können“. „So muss es Aufgabe der Geowissenschaften sein“ führt er weiter aus, „wissenschaftliches Potenzial bereit zu stellen, das Umwelt-, Klima und Energiefragen lösen kann.“ In eine ähnliche Richtung argumentiert auch Prof. Dr. Ralph Watzel, Leiter des Staatlichen Geologischen Dienstes Baden Württemberg: „Wenn Positionen zu besetzen sind, die sich zu Führungs- oder sogar Spitzenpositionen entwickeln können, sind Bachelorabsolventen im öffentlichen Dienst nicht die erste Wahl; sie konkurrieren mit einer Vielzahl an AbsolventInnen auf MSc- und Promotions-Ebene. Für klassische gehobene Servicetätigkeiten können sie jedoch ausreichend qualifiziert sein und hier können auch entsprechende Stellen angeboten werden.“ Auch wenn noch 2010 57% der Industrie und 82% der Geologischen Dienste theoretisch Einsatzmöglichkeiten für BScs gesehen haben, ist die Zahl der Stellenangebote für Bachelorabsolventen insgesamt jedoch sehr gering (Quelle: Umfrage des BDG, 2010).

Kritik erntete auch die Ausbildung der BSc: mangelnde Praxisnähe und Verschulung des Studiums fördern weder die Einsetzbarkeit noch die Lebenserfahrung der Absolventen. Beides wäre jedoch nötig, um bei den Bewerbungsgesprächen und später im Beruf punkten zu können. Die fundierte Grundlage des BSc für das MSc Studium wurde hingegen nicht angezweifelt.

Ein weiteres Problem ist die geringe Anzahl von BSc Absolventen, die direkt in den Beruf einsteigen wollen. Gemäß den Untersuchungen von INCHER, Universität Kassel (International Centre for Higher Education Research) schließen 95% aller BSc-Absolventen direkt ein MSc-Studium an. „Dabei spielt weniger der Wunsch nach besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt eine Rolle“ gibt Rene Kooij von INCHER an „sondern eher das fachliche Interesse und der Wunsch, zusätzliche Kenntnisse zu erlernen“.

Die wenigen BSc-Bewerber müssen oft mit einer großen Anzahl von MSc- und sogar promovierten Bewerbern konkurrieren. Dazu sagt Paech: „Wenn ich zehn Bewerbungen habe, entscheide ich mich für den Bewerber mit der höchsten Qualifikation“. Im schlimmsten Fall wird hierfür ein MSc zu einem BSc-Gehalt eingestellt. „Wir haben es hier mit einem klassischen Verdrängungswettbewerb zu tun“ fügt Dr. Ulrike Mattig, Vorsitzende des BDG hinzu.

„Insgesamt müssen wir feststellen, dass der Bachelor die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt hat. Er wird von Studierenden und Arbeitgebern lediglich als Zwischenetappe auf dem Weg zu einem vollwertigen Geowissenschaftler verstanden“ fasst Prof. Dr. Helmut Heinisch, Sprecher des Ausschusses Hochschule und Forschung des BDG, die Ergebnisse am Ende des Tages zusammen. (Quelle: BDG)

 


(Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz)

Wattenmeer ist jetzt grenzüberschreitend Weltnaturerbe

Am 22. Juni 2014 hat das UNESCO-Welterbekomitee entschieden, das Weltnaturerbe Wattenmeer mit dem dänischen Teil des Wattenmeeres und zusätzlichen deutschen Offshore-Gebieten zu erweitern. Damit ist jetzt das gesamte Wattenmeer Weltnaturerbe. Diese Entscheidung ist das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen der drei Wattenmeerstaaten, die seit 1978 eine trilaterale Zusammenarbeit praktizieren. Nachdem das deutsch-niederländische Wattenmeer 2009 in die Weltnaturliste aufgenommen worden war, geht es nun darum, die Zusammenarbeit zwischen den drei Staaten zu verstärken, um den außergewöhnlichen, universellen Wert des Wattenmeers zu erhalten und zu auszubauen. Durch eine gemeinsame Kommunikation des Wattenmeeres als Ganzes wird die Verantwortung aller drei Staaten für das Wattenmeer unterstrichen. Die Erweiterung wird auf vielen Veranstaltungen gefeiert, die in diesem Juni anlässlich des fünften Jahrestages des Weltnaturerbes Wattenmeer stattfinden.

Das niedersächsische Welterbegebiet wurde um 47.000 Hektar erweitert. Das gesamte Welterbegebiet umfasst nun 11.500 Quadratkilometer und ist das weltweit größte zusammenhängende Watt-Inselgebiet der Welt. Es ist unverzichtbar für Millionen von Vögeln: Nur im Wattenmeer finden sie genug Nahrung für die Tausende Kilometer lange Reise zwischen den Brutgebieten in der Arktis und den Überwinterungsgebieten in Afrika. Das Weltnaturerbe Wattenmeer steht auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Great Barrier Reef in Australien, dem Grand Canyon in den USA und der Serengeti in Tansania. Außerdem ist es eines von nur vier transnationalen Weltnaturerbestätten, die sich über drei Staaten erstrecken. Mehr...
23.06.2014 M.H.

 


(Quelle: Wikipedia)

FRACKING
Neue deutsche Angst
Für die Energiewende braucht es mehr billiges Gas. Fracking könnte helfen. Aber es verletzt ein Tabu. VON FRANK DRIESCHNER (Zeit Online - 20. Juni 2014).

Wollte sich ein Schriftsteller einen ökologischen Albtraum ausdenken, ungefähr so sähe er aus: Ein Bohrturm taucht auf und verschwindet wieder, irgendetwas wird in die Erde geleitet. Später riecht es nach Edding, na und?, denkt man noch, doch schon bebt die Erde, teilt Mutter die Gasmasken aus und liegt das Blümchengeschirr in Scherben. Und dann steigt diese Wolke auf wie eine Faust aus grauen Gasen, die in den schwarzen Bauch des Himmels boxt und an ihren sich blähenden Knöcheln orangerot glüht ...

Noch vor der Sommerpause will die Bundesregierung das Fracking gesetzlich regeln: die Erschließung sogenannter unkonventioneller Gasreserven mittels einer Lauge aus Wasser und Chemikalien, die unter hohem Druck viele Hundert Meter tief unter die Erde gepresst wird. Dort erzeugt sie im porösen Boden Spalten, durch die das im Erdreich eingeschlossene Gas zusammenströmt, um zur Oberfläche befördert zu werden. Mehr...
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Umstrittene Gasförderung Fracking löst das Energieproblem nicht - Tagesspiegel 13.02.2013

FRACKING Fracking im Eiltempo - Frankfurter Rundschau

 

 


(Quelle: GFZ)

Neue Informationsplattform zu Erde und Umwelt

Earth System Knowledge Platform ESKP 10.05.2014: Die Wissensplattform „Erde und Umwelt – Earth System Knowledge Platform“ ESKP geht heute online. Auf www.eskp.de präsentieren Wissenschaftler/innen aus acht Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft aktuelle Forschungsergebnisse und fundiertes Hintergrundwissen zu den Themen „Auswirkungen des Klimawandels“, „Naturgefahren“ und „Ausbreitung von Schadstoffen in der Umwelt“.

Die Auswirkungen des Klimawandels, die Früherkennung und der Schutz vor geologischen Naturgefahren und wetterbedingten Extremereignissen sowie die Verbreitung von Schadstoffen in der Umwelt sind enorme Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Diese vielschichtigen Aufgaben erfordern eine interdisziplinäre, zentrenübergreifende Zusammenarbeit, da für die Erstellung eines Lagebildes oftmals sehr unterschiedliche wissenschaftliche Expertisen zusammengeführt werden müssen. Dies gilt auch für langsam fortschreitende Prozesse, die mit dem Klimawandel einhergehen und unterschiedliche Folgeerscheinungen wie zum Beispiel ein verändertes Risiko von Sturmfluten an der Nordsee mit sich bringen könnten. Auch hier können Zusammenhänge und Konsequenzen nur durch die ganzheitliche Betrachtung und die Bündelung von Fachwissen umfassend erklärt werden. Mehr...

 


(Quelle: Wikipedia)

Dinosaurier
So schwer wie 14 Elefanten
18.05.2014 22:48 Uhr von Dagmar Dehmer

Er ist groß. So viel zumindest ist sicher. Doch ob er der größte je gefundene Dinosaurier ist, darüber sind sich die Forscher noch nicht ganz einig. José Luis Carballido und Diego Pol vom Paläontologischen Museum Egidio Feruglio in Patagonien/Argentinien halten ihren neuesten Fund jedenfalls für einen Titanosaurier, der 40 Meter lang, 20 Meter hoch und 77 Tonnen schwer gewesen sein soll. Das wäre mehr als 14 afrikanische Elefanten. Der bisher größte ausgegrabene Saurier, ein Argentinosaurus, ebenfalls aus der Familie der Titanosaurier, wird auf 70 Tonnen geschätzt. Er stammt nach Angaben der Forscher aus der frühen Kreidezeit und ist etwa 90 Millionen Jahre alt. Carballido, Pol und ihr Team haben in Patagonien Knochen von sieben Sauriern gefunden, alles in allem 150 Knochen „in bemerkenswert guter Verfassung“, zitiert der britische Sender BBC die Forscher. Auf der Basis des größten gefundenen Oberschenkelknochens haben die Paläontologen die Größe und das Gewicht des Giganten geschätzt. Sollte ihre Schätzung stimmen, hätten sie das größte jemals lebende Landtier entdeckt. Mehr...
(Quelle: Tagesspiegel)

 


(Quelle: DGG)

Vom Braunkohlentagebau zur Tourismusregion: Das „Leipziger Neuseenland“ – eine Landschaft im Wandel

Im Süden von Leipzig – dort, wo im Oktober 1813 mit der Völkerschlacht die Vorherrschaft Napoleons in Europa gebrochen wurde – befanden sich die ehemaligen Braunkohlentagebaue Zwenkau und Espenhain, aus denen seit den 1920er Jahren bis 1996 Braunkohlen zur Verstromung, besonders aber als Rohstoff für die Karbochemie (Treibstoffe, Teere, Öle u. a.) gefördert wurden. „Bessere Kohle – besseres Leben“ lautete die Parole in der Aufbauzeit nach dem Weltkriegende 1945; „Kunst statt Kohle“ war ein Motto nach der Wiedervereinigung 1990. Beide Thesen fokussieren wie kaum andere die unterschiedlichen Sichten auf den Braunkohlenbergbau seit seinem Bestehen: Kohle als bis in die Gegenwart unverzichtbarer, lebensnotwendiger Energie- und Rohstoff einerseits und verdammenswerte Ursache für Umweltzerstörung andererseits. Heute erzeugen im Süden von Leipzig die im globalen Maßstab modernsten braunkohlengefeuerten Großkraftwerke Strom für die bundesdeutschen Haushalte und die Wirtschaft. Die Kohlengewinnung erfolgt nach hohen technischen und umweltschonenden Standards. Die seit 1990 stillgelegten Braunkohlentagebaue wurden bergmännisch saniert und geflutet.
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Gewinnung von Braunkohle mittels Schaufelradbagger im Tagebau Welzow-Süd (Lausitzer Braunkohlen-
revier, Brandenburg) (Quelle: Staatliche Geologische Dienste Deutschlands)

14.05.2014 IEA-Chefin über Energiewende
„Deutschland ist kein Vorbild“

Die Chefin der Internationalen Energie-Agentur, Maria van der Hoeven, kritisiert die deutsche Energiewende. Ein schnelles Ende der Kohleförderung findet sie unrealistisch.

taz: Frau van der Hoeven, der UN-Klimarat IPCC fordert, bis 2050 müsse das internationale Energiesystem ohne fossile Energieträger auskommen. Die IEA-Daten dagegen sagen voraus, dass wir noch lange auf Kohle setzen werden. Ist die IPCC-Forderung Wunschdenken?
Maria van der Hoeven: Was das IPCC vorgelegt hat, ist ein ambitioniertes Ziel. Aber wie realistisch ist diese Ambition? Unsere Daten zeigen: Wir sind auf dem falschen Weg, wenn wir die IPCC-Ziele erreichen wollen. Wir stoßen immer mehr CO2 aus. Und wir bauen neue Kohlekraftwerke, die lange laufen werden. Auch in Deutschland.
Das IPCC fordert 40 bis 70 Prozent weniger Emissionen weltweit bis 2050. Ist das machbar?
Kein Land ist zurzeit auf dem richtigen Weg. Wir sehen zwar eine Verdopplung der Kapazitäten bei den Erneuerbaren, das ist eine exzellente Entwicklung und ein Weg zur kohlenstoffarmen Energie. Wir erwarten aber, dass 2035 noch immer 75 Prozent des Energiebedarfs aus fossilen Energieträgern stammen. Deshalb ist es nicht genug, nur auf die Erneuerbaren zu schauen. Wir brauchen neue Technologien, saubere fossile Energien und mehr Energieeffizienz. Mehr...
(Quelle: taz)

Technology Roadmap: Carbon Capture and Storage 2013

 



Quelle: DasErste.de

DasErste.de - WELTSPIEGEL
Ecuador/USA: Das Dschungeldrama

Der Regenwald im Nordosten von Equador – von oben betrachtet eine unberührte Idylle. Tatsächlich Schauplatz einer riesigen Umweltkatastrophe. Unser Führer Donald Montayo zeigt uns, was die großen Ölkonzerne zurückgelassen haben, Ölreste gesammelt in 100en von offenen Deponien angefüllt mit giftigen Müll.

.. Der Dokumentarfilm Crude aus dem Jahre 2009 erzählte die Geschichte dieser Tragödie im Urwald um Lago Algrio, von der Klage gegen den Ölkonzern Chevron, vom größten und längsten Umweltprozess aller Zeiten und von dem Leid von Menschen wie Maria Garofaldo, deren Tiere vom Öl vergiftet sterben und die selber an Krebs erkrankt sind.

 


Hafen von Rotterdam (Foto. M. Wipki)

Protest gegen russischen Tanker
Arktisöl trotz Blockade angekommen

Das erste Öl aus der russischen Arktis ist in Europa. In Rotterdam versuchte Greenpeace, den Öltanker zu stoppen, doch die Polizei beendete die Aktion.

ROTTERDAM dpa | Trotz heftiger Proteste von Umweltschützern hat ein russischer Tanker mit dem ersten Öl aus der Arktis im Rotterdamer Hafen angelegt. Die niederländische Polizei beendete am Donnerstag eine Blockade der Umweltorganisation Greenpeace und nahm 30 Aktivisten vorläufig fest. Die „Mikhail Ulyanov“ war am Morgen in Rotterdam eingetroffen. Greenpeace hatte mit Schiffen versucht, das Anlegen zu verhindern. Das Öl des Tankers stammt von der umstrittenen Gazprom-Plattform in der arktischen Petschorasee. Die Ölförderung dort stellt nach Ansicht der Umweltschützer ein hohes Risiko für die Umwelt dar. Auch internationale Wissenschaftler und Politiker hatten protestiert und vor einer möglichen Ölpest gewarnt. „Wir werden unseren Kampf um den Nordpol fortsetzen“, sagte eine Sprecherin von Greenpeace in Amsterdam (Quelle: taz). Mehr...

 


Bakterien und andere Mikroorganismen können durch ihre Stoffwechsel-prozesse Metalle aus Erzkörpern herauslösen. Foto: HZDR/ Sander Münster

Nachhaltige Rohstofftechnologien dank Bakterien

Pressemitteilung vom 09.04.2014 | Medientermin am 15.04.2014, 14.45 - 15.30 Uhr

Deutsch-französisches Forschungsprojekt „EcoMetals“ mit Fördervolumen von 5,2 Millionen Euro startet am 15. April 2014 Innovative, umweltfreundliche Rohstofftechnologien mithilfe von Bakterien im Kupferbergbau voranzubringen, ist das Ziel des bilateral finanzierten EcoMetals-Projekts. Der offizielle Auftakt findet am 15. April 2014 am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) statt. Das Projekt soll die Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich im Bereich der nichtenergetischen Rohstoffe, der für beide Staaten von strategischem Interesse ist, verstärken. Einladung zum Medientermin Der offizielle Auftakt des Forschungsprojektes EcoMetals mit einem Treffen aller Projektpartner findet vom 15. bis 17. April 2014 am HZDR statt. Zur Übergabe der Förderurkunde durch PD Dr. Lothar Mennicken vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Vertreter der Fördermittelgeber laden wir Medienvertreter herzlich ein. Nach kurzen Statements durch das BMBF und Prof. Jens Gutzmer, Direktor des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am HZDR, gibt es Gelegenheit für Fragen und Interviews. Datum: 15. April 2014, 14:45 – 15:30 Uhr Ort: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, Bautzner Landstraße 400, 01328 Dresden; Konferenzebene (Zugang über Eingangsgebäude).

Projektziele und -partner Das EcoMetals-Projekt hat das Ziel, technisch einsetzbare Verfahren für die biologische Laugung von Kupfer sowie für die Kupferabscheidung aus den Laugungslösungen zu entwickeln. Es wird mit 4,2 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie mit einer Mio. Euro durch die Agence Nationale de la Recherche (ANR), einer Einrichtung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung in Frankreich, gefördert. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt (Quelle: HZDR). Mehr...

 


Tovosaurus (Wikipedia)

Größtes Landraubtier Europas entdeckt
In Portugal entdecktes Fossil eines Torvosaurus ist der größte jemals lebende Prädator

Furchterregender Fleischfresser: Ein in Portugal gefundener Dinosaurier hat sich als das größte jemals in Europa lebende Landraubtier entpuppt. Mit zehn Metern Länge und bis zu fünf Tonnen Gewicht war der Torvosaurus gurneyi einer der größten fleischfressender Dinosaurier des Jura. Mit seinen rund zehn Zentimeter langen, scharfen Reißzähnen tötete er selbst andere große Dinosaurier, wie Paläontologen im Fachmagazin "PloS ONE" berichten.

Die Alcobaça und Lourinhã- Formationen nördlich von Lissabon gelten als wahre Fundgrube der Paläontologie: Nirgendwo sonst in Europa wurden bisher so viele Dinosaurierfossilien aus der Zeit des Jura vor rund 150 Millionen Jahren geborgen. Neben Knochen und Zähnen stießen die Paläontologen hier auch auf zahlreiche fossile Fußspuren der Riesenechsen. Selbst Dinosaurier-Embryos inmitten von versteinerten Eiern wurden hier bereits entdeckt (Quelle:(PLoS ONE, 2014). Mehr...

 

 


(Quelle: arte )
Ein Film von Andreas Gräfenstein

Fort McMurray, Kanada im Ölfieber

Samstag, 01. März um 19:30 Uhr (43 Min.) Wiederholung am Sonntag, 02.03. um 13:35 Uhr

Im Boden des kanadischen Bundesstaates Alberta lagert ein heiß begehrter Schatz: Ölsand. Die Gewinnung der teerhaltigen Masse ist teuer und extrem umweltschädigend. Doch die Welt lechzt nach Öl aus Albertas Wäldern, denn der Ölpreis steigt, weil die globalen Ressourcen schwinden. Die kanadische Regierung setzt voll auf die drittgrößte Ölreserve der Erde.

In den letzten Jahrzehnten hat sich Kanada zu einem der größten Förderer von Ölsand entwickelt. Besonders in der Stadt Fort McMurray ist der Boom zu spüren. Nirgendwo im Land ist das Einkommen der Menschen höher. Doch die Ölsandförderung hat extreme Auswirkungen: Gigantische Waldflächen werden abgeholzt, Ölsand ausgebaggert, Teer in einem energieintensiven Prozess aus dem Erdreich geätzt, um schließlich zu synthetischem Rohöl raffiniert zu werden. Zurück bleiben Klärbecken und zerstörtes Land. "360° - Geo Reportage" hat sich in der Stadt umgesehen und Gewinner und Verlierer der Ölsand-Gewinnung getroffen.

Alberta ist im Ölrausch. Zentrum des Booms ist Fort McMurray. Die Stadt war bis in die 60er Jahre nur ein Trapperdorf im Nirgendwo. Heute drängen sich hier fast 120.000 Menschen aus aller Welt. Wohnraum ist knapp, Straßen auch, Autos allerdings nicht. Die höchsten Löhne in ganz Kanada locken die Menschen in die abseitige Wildnis des Nordwestens. Greg Zilinski verdient hier 180.000 Dollar im Jahr. Er ist einer von vielen einsamen Männern, die einst nach Fort McMurray kamen und den Ruf der Stadt als kriminelles Eldorado mitprägten. Doch McMurray wandelt sich. Familien sollen jetzt kommen, Normalität soll herrschen, das Image besser werden.

Dem Lockruf des Geldes ist auch Monica Ansah Sam mit ihrer Familie gefolgt. Die ghanaische Ingenieurin arbeitet bei Syncrude, einem der größten Ölförderer Kanadas. Monica ist zuständig für ein gigantisches Klärbecken, in dem die gesamten Abwässer des Ölförderprozesses gestaut werden. An dem Becken entzündet sich die Kritik der Ölsandgegner. Sie sagen, verseuchtes Wasser tritt in die Umwelt aus und schädigt Mensch und Natur. Monica Ansah Sam spricht da im Sinne der Industrie: Die Dämme sind sicher. Bislang sind gerade einmal drei Prozent der kanadischen Ölsandreserven gewonnen. Die Ökobilanz ist schon jetzt miserabel, die humanitäre nicht minder. Doch die Entscheidung über die Zukunft der kanadischen Ölsande liegt nicht allein in Alberta. Die Menschheit muss sich entscheiden: zwischen zeitlich begrenztem Wohlstand und endgültiger Zerstörung des Planeten. Alternativen sind – noch – möglich. (Quelle: arte.tv) Mehr..

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Zirkon-Kristall, Credit: John Valley UNIV. WISCONSIN

Ein kristalliner Zeitzeuge dokumentiert die frühe Erdgeschichte

Einst war die Erde ein höllischer Himmelskörper: Ein Feuerball aus glutflüssigem Gestein – an Leben nicht zu denken. Doch irgendwann war die heiße Kindheit vorbei: Die Erdkruste entstand und schließlich bildeten sich Ozeane, die Heimat der ersten Lebensformen. Doch wann begann die „coole" Zeit? Bisher gab es dazu Unklarheiten. Nun bestätigen neue Untersuchungen von US-Forschern: Vor etwa 4,4 Milliarden Jahren bildete sich die feste Erdkruste - und damit schon früh nach der Entstehung der Erde. Diese Zeitangabe verdanken wir einem kristallinen Zeitzeugen: Einem Zirkon aus Australien. Es handelt sich um das älteste bekannte Stückchen Krustengestein. In dem mikroskopischen Mineral steckt eine Art Uhr, die bei seiner Kristallisation zu ticken begann.

Zirkone gelten bereits seit einiger Zeit als Archive der frühen Erdgeschichte. Die Verbindung aus den Elementen Zirkonium, Silizium und Sauerstoff enthält auch Spuren radioaktiven Urans, das mit der Zeit zu Bleiisotopen zerfällt. Durch Messung der entsprechenden Uran-Blei-Verhältnisse kann das Kristallisationsalter eines Zirkons und damit des ihn enthaltenden Gesteins bestimmt werden. Mit dieser Methode wurden bereits Zirkone aus Westaustralien untersucht. Das älteste Exemplar wurde auf ein Alter von 4,4 Milliarden Jahre datiert. Doch dieses Ergebnis galt bisher als umstritten. Der Kritikpunkt war: Bleiisotope könnten sich innerhalb des Kristallgefüges verlagert und dann zu falschen Altersangaben geführt haben. Mehr...

 


WORLD OCEAN REVIEW
Die Tiefsee als Rohstoffquelle

20.02.2014, 15:07 Uhr Die technischen Herausforderungen sind immens, aber angesichts der hohen Rohstoffpreise interessieren sich immer mehr Staaten und Firmen für Tiefseebergbau. Der neue „World Ocean Review“ zeigt Chancen und Risiken auf.

Hamburg
Rohstofflager im Meer rücken zunehmend ins Visier von Staaten und Konzernen. Künftig könnten „Erze in Form von Manganknollen, Kobaltkrusten und Massivsulfiden in bis zu 4000 Meter Tiefe abgebaut werden“, heißt es im Bericht „World Ocean Review III - Rohstoffe aus dem Meer“, der am Donnerstag in Hamburg vorgestellt wurde.
Darin haben Forscher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ und internationale Experten Fakten zu Öl- und Gasvorkommen sowie mineralischen Ressourcen zusammengetragen. Gleichzeitig warnen sie vor Risiken für die Umwelt.
Gold und Silber, Kupfer und Zink: Diese und weitere seltene Metalle sind heiß begehrt. Bisher werden sie an Land abgebaut, doch der weltweite Hunger nach Rohstoffen und die daraus resultierenden hohen Preise rücken auch Lagerstätten in der Tiefsee ins Visier von Staaten und Firmen. „Rohstoffe im Meer haben großes Potenzial“, sagte der Sprecher von „Ozean der Zukunft“, Martin Visbeck. „Aber man kann wohl sagen, trotz der steigenden Metallpreise ist derzeit noch niemand bereit, sehr viel Geld für den Tiefseebergbau in die Hand zu nehmen.“ (Quelle: Handelsblatt). Mehr...

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Schematische Skizze einer Magmakammer mit darüberliegendem Wirtsgestein. Das Wirtsgestein enthält Schwachstellen, diese bestimmen die Festigkeit des Gesteins und die Dicke der Magmagänge. Schema: Nature Communications (Quelle: Uni Göttingen)

Magmagänge: Forscher blicken in den Vulkan
Dickenanalyse von magmatischen Fördergängen verbessert Vorhersage von Vulkanausbrüchen

(pub) Um die Vorhersagegenauigkeit von Vulkanausbrüchen zu erhöhen und das Verständnis von Vulkanen zu verbessern, ist es wichtig zu verstehen, wie sich magmatische Gänge bilden und welcher Größenverteilung sie folgen. Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Uppsala haben erkaltete Magmagänge in erloschenen und erodierten Vulkanen untersucht und herausgefunden, dass die Dicken der magmatischen Gänge unabhängig vom geologischen Standort, ihres Typs oder ihrer Zusammensetzung hauptsächlich von der Festigkeit des Wirtsgesteins gesteuert werden. Die Ergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

Die Studie beruht auf der statistischen Auswertung der Dicken von tausenden magmatischen Gängen, die auf Island, Teneriffa und La Palma gemessen wurden. „Magmatische Gänge sind seit jeher prädestinierte Untersuchungsobjekte von Vulkanologen, da sie Magmakammern speisen und die Größe von vulkanischen Eruptionen maßgeblich beeinflussen“, berichtet Dr. Michael Krumbholz, Autor der Studie und sowohl in Uppsala als auch in Göttingen tätig. Wenn Magmagänge wachsen, verursachen sie eine Hebung der Erdoberfläche, die an aktiven Vulkanen ständig überwacht wird, um das Risiko eines Ausbruchs abzuschätzen. „Neben der Tiefe ist die Dicke der Magmagänge der wichtigste Parameter, um diese Deformation richtig deuten zu können“, so Dr. Krumbholz. Mehr...

 

 



Vulkan Kelut (Quelle: Wikipedia)

Indonesien
Der Kelud bedeckt große Teile Javas mit Vulkanasche 14.02.2014 · Eine der gefährlichsten Vulkane Indonesiens ist wieder ausgebrochen. 200.000 Menschen sind auf der Flucht, Flughäfen und Schulen wurden geschlossen.
Von TILL FÄHNDERS, RANGUN

Die Asche auf den Autos wirkt wie eine Schicht grauer Schnee, die ländlichen Gebiete mit ihrer tropischen Vegetation sehen aus wie Winterlandschaften. Doch auf den Bildern, die zur Zeit von der indonesischen Insel Java kommen, ist nicht Schnee zu sehen, sondern Vulkanasche. In der Nacht zum Freitag ist dort der Kelud ausgebrochen und hat einen großen Teil der am stärksten besiedelten Insel des Archipels mit einer zentimeterdicken Schicht überzogen. Das Grollen aus dem Vulkan soll im 130 Kilometer entfernten Surabaya zu hören gewesen sein und sogar im noch weiter entfernten Jakarta. Der Ausbruch schlug 200.000 Menschen in die Flucht, die in Dörfern in einem Umkreis von zehn Kilometern um den Vulkan leben. Sie machten sich auf Lastwagen, in Autos und auf Mopeds davon, Tücher vor dem Mund, damit die Asche nicht in die Atemwege gelangte. In dem Ort Malang kamen zwei Personen ums Leben, weil die Dächer ihrer Häuser unter der Last des Vulkangesteins zusammen brachen. Dabei soll es sich um einen Mann und eine Frau gehandelt haben, die beide über 60 Jahre alt waren. „Die Häuser waren schlecht gebaut und sind offenbar leicht unter dem Gewicht eingestürzt“, sagte Sutopo Purwo Nugroho vom nationalen Katastrophenschutz der „Jakarta Post“. Viele Menschen in der Region trugen Mundschutz oder Gasmaske, um zu verhindern, dass die Asche in die Atemwege gelangte. Mehr...
(Quelle: FAZ).

 

 



Zementblume (Quelle: KIT)

Neuer Zement spart Energie und CO2

In der gebauten Umwelt wird viel Energie umgesetzt. Nicht nur zum Heizen, sondern auch – und das ist weniger bekannt –, um Baumaterialien herzustellen. Allein die Zementindustrie benötigt durch ihren energieintensiven Produktionsprozess zwei bis drei Prozent des weltweiten Energiebedarfs und entlässt aus Roh- und Brennstoffen fünf bis sieben Prozent des von Menschen gemachten Treibhausgases CO2 in die Atmosphäre. Hier liegt ein großes Einsparpotenzial, das Wissenschaftler vom Karlsruher Institut für Technologie jetzt erschließen wollen. Sie haben ein neues Verfahren zur Produktion von Zement entwickelt, das nur halb so viel Energie verbraucht und noch weniger Kohlendioxid freisetzt. „Diese Entwicklung beruht auf völlig neuen Einsichten in die Prozesse während der Verfestigung“, erklärt Dr. Peter Stemmermann, der das Projekt leitet. Konventioneller Zement wird aus Kalkstein und Ton bei rund 1.450 Grad Celsius in einem Drehrohrofen gebrannt. Anschließend wird der Klinker mit weiteren Zusatzstoffen zum fertigen Zement fein vermahlen. Dabei entstehen große Mengen an Kohlendioxid, nicht nur durch die hohe Brenntemperatur, die viel Brennstoff erfordert, sondern auch, weil Kalk als Hauptbestandteil pro Tonne Zement 480 Kilogramm CO2 freisetzt.

„Der hohe Kalk-Anteil ist der Schlüsselfaktor, hier haben wir angesetzt“, sagt Stemmermann. Mehr....

 




Wechselhaftes Klima: Wie Staub das Gesicht der Erde verändert hat
Bremerhaven, den 24. Januar 2014.

Im Frühjahr 2010 kehrte der Forschungseisbrecher Polarstern mit einem wissenschaftlichen Schatz aus dem Südpazifik zurück: Meeressedimente aus einem bislang kaum erforschten Teil des Südpolarmeeres. Was für Laien aussieht wie unscheinbarer Schlamm ist für Erdgeschichtsforscher ein wertvolles Archiv, aus dem sie in mehrjährigen Analysen die Klimageschichte der Polargebiete rekonstruieren. Die wiederum ist für das Verständnis der globalen Klimaentwicklung von entscheidender Bedeutung. Mit Hilfe der einmaligen Sedimentkerne aus dem Südozean gelang nun erstmals der lückenlose Nachweis, dass Staub den natürlichen Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten auf der Südhalbkugel maßgeblich mitbestimmt hat. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes konnte belegen, dass Staubeinträge dort während aller Eiszeiten der letzten eine Million Jahre um das zwei- bis dreifache höher waren als in warmen Phasen der Klimageschichte.

„Hohe großflächige Staubeinträge können vor allem aus zwei Gründen klimawirksam sein“, erläutert Dr. Frank Lamy, Geowissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, den Befund. „Mit Staub können für das Leben essentielle Spurenstoffe wie das Eisen in den Ozean eingetragen werden. Dadurch kurbelt er die biologische Produktion an und erhöht die Fähigkeit des Meeres Kohlenstoff zu binden. Im Ergebnis wird der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid entzogen. In der Atmosphäre selbst reflektiert Staub die Sonneneinstrahlung und reduziert schon allein dadurch den Wärmeeintrag in das System Erde. Beide Effekte führen dazu, dass die Erde abkühlt.“ Lamy ist Hauptautor der Studie, die am 24. Januar 2014 in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht wird. Beteiligt waren u.a. die Geochemikerin Gisela Winckler vom US-amerikanischen Lamont-Doherty Earth Observatory und das Bremer Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM. Mehr...

 


21.01.2014 10:29
Schneller als Hangrutschungen: Frühwarnsystem mittels GPS-Sensoren
Mag. Alice Senarclens de Grancy Büro des Rektorates - Kommunikation Technische Universität Graz

Land der Berge: Potentielle Hangrutschungen sind eine Gefahr für exponierte Infrastruktur wie Siedlungen, Straßen, Schienen oder Stromleitungen und nicht zuletzt für Leib und Leben. Wenn Kameras Hangbewegungen registrieren, ist es meist schon zu spät, komplexere Frühwarnsysteme sind derzeit teuer und damit rar. Die TU Graz, die Landeswarnzentrale Steiermark und weitere Partner haben nun ein ausgeklügeltes System entwickelt und erfolgreich getestet: Ein Netz aus kostengünstigen GPS-Empfängern verzeichnet Bewegungen gefährdeter Hänge und ermöglicht im Ernstfall ein rasches Eingreifen. Die Ergebnisse des Projekts „GeoWSN“ wurden gestern präsentiert.

Starker Niederschlag, Steinschläge, massive Abholzung: Erdrutsche haben verschiedene Ursachen und meist verheerende Folgen. Bisherige Warnsysteme, etwa durch Kameraüberwachung, greifen zu kurz und lassen kaum zeitlichen Spielraum für Evakuierungen und andere vorsorgliche Maßnahmen. „Es gibt bereits ausgeklügelte Frühwarnsysteme, die sich aber mit mehreren hunderttausend Euro pro Hang zu Buche schlagen können. Es ist praktisch unmöglich, damit alle Gefahrenhänge in Österreich permanent zu überwachen“, schildert Manfred Wieser vom Institut für Navigation der TU Graz. Mehr...

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