Aktuelles (2013)

 


Transmissions-Elektronenmikroskopbilder von Viren aus dem tiefen Meeresboden. Die Viren befestigen sich auf der Oberfläche von Mikroben und injizieren ihre DNA in die Zellen, die daraufhin neue Viren bilden. (Foto: ICBM-Uni Oldenburg)

Räuberische Organismen in der Tiefe
Transmissions-Elektronenmikroskopbilder von Viren aus dem tiefen Meeresboden.

Die Viren befestigen sich auf der Oberfläche von Mikroben und injizieren ihre DNA in die Zellen, die daraufhin neue Viren bilden. (Foto: ICBM-Uni Oldenburg) Viren im Meeresboden stellen den größten Anteil der tiefen Biosphäre 21.01.2014|Potsdam: Wissenschaftler der Universität Oldenburg und des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ weisen in der aktuellen Vorab-Onlineausgabe des Journal of the International Society for Microbial Ecology (ISME v. 20.01.2014) nach, dass in extrem tiefen, alten und nährstoffarmen Meeressedimenten bis zu 225 mal mehr Viren als Mikroben leben. Damit stellen in diesen extremen Lebensräumen nicht mehr die bakteriellen Mikroorganismen die größte Fraktion der lebenden Biomasse dar, sondern Viren. Diese Viren übernehmen die Rolle der Räuber in diesem außergewöhnlichen Biotop. Die Forscher fanden heraus, wie sich mit zunehmender Nährstoffarmut das Verhältnis von Viren zu Mikroben immer stärker hin zu den Viren verschiebt. „Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Masse aller lebenden Mikroben im Meeresboden mindestens genauso groß ist wie die der Bewohner der darüber liegenden Weltmeere“, sagt dazu Jens Kallmeyer vom GFZ. „Eine bisher vernachlässigte Unbekannte sind allerdings die Viren.“ Mehr...

 


(Quelle:Umweltbundesamt, franck MAZEAS / Fotolia.com)

Geo-Engineering: Kommerzielle Düngung der Meere endlich verboten
Erstmals rechtlich verbindliche Vorschriften verabschiedet – Forschung weiter möglich

Kommerzielle Aktivitaten zur Dungung der Meere sind ab sofort international verboten . erlaubt sind lediglich bestimmte Forschungsvorhaben. Das beschlossen die Vertragsstaaten des Londoner Protokolls bereits am 18. Oktober 2013; die Beschlusse sind nun offentlich einsehbar. Die Vertragsstaaten mussen nun vor Beginn von Meeresdungungs- und anderen Geo-Engineering-Aktivitaten sicherstellen, dass tatsachlich geforscht wird und nachteilige Umweltwirkungen ausgeschlossen sind. .Die internationale Vereinbarung ist ein Meilenstein in der Kontrolle des Geo-Engineerings Geo]Engineering: Kommerzielle Dungung der Meere endlich verboten 1 von 3 30.12.2013 13:56 und regelt erstmals wirksam Experimente zur technischen Beeinflussung des Klimawandels. Dass die Neuregelung im Konsens angenommen wurde, unterstreicht die politische Bedeutung der neuen Vorschriften.g sagt Thomas Holzmann, Vizeprasident des Umweltbundesamtes (UBA), das an den Verh andlungen intensiv beteiligt war. Die 43 Vertragsstaaten vereinbarten auch, neben der Meeresdungung weitere marine Geo-Engineering-Masnahmen der staatlichen Kontrolle zu unterstellen. Alle Neuregelungen treten allerdings erst in Kraft, wenn sie von Zwei-Dritteln der Vertragsstaaten ratifiziert werden. Ausloser der langwierigen internationalen Verhandlungen war. Mehr...

 


Bernstein (Quelle:Wikipedia)

Bernsteine liefern neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Erdatmosphäre

Ein internationales Forschungsteam unter Innsbrucker Leitung rekonstruierte anhand von Pflanzenharzen die Zusammensetzung der Erdatmosphäre der letzten 220 Millionen Jahre. Die Ergebnisse zeigen, dass der atmosphärische Sauerstoffgehalt über weite Strecken der Erdgeschichte wesentlich niedriger war als bisher angenommen. Gängige Theorien rund um die Entwicklung des Klimas und des Lebens wie etwa der Größenwuchs der Dinosaurier könnten dadurch in Frage gestellt werden.

Eine viele Millionen Jahre zurückreichende Rekonstruktion der Zusammensetzung der Erdatmosphäre stellt die Wissenschaft aufgrund meist fehlenden Probenmateriales vor große Herausforderungen. Zu den wenigen Materialien, die über geologisch lange Zeiträume hinweg zuverlässige Daten hinsichtlich der Erdgeschichte konservieren können, zählen fossile Harze wie Bernsteine. „Gegenüber anderen organischen Materialien haben Bernsteine den großen Vorteil, dass sie chemisch und isotopisch nahezu unverändert erhalten bleiben“, erklärt Ralf Tappert vom Institut für Mineralogie und Petrographie der Universität Innsbruck. Der Mineraloge erstellte gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Kanada, den USA und Spanien eine umfassende Studie zur chemischen Zusammensetzung der Erdatmosphäre seit dem Erdzeitalter der Trias, die nun in der Fachzeitschrift „Geochimica et Cosmochimica Acta“ veröffentlicht wurde. Dabei machte sich das interdisziplinäre Forschungsteam bestehend aus Mineralogen, Paläontolgen und Geochemikern die durch Polymerisation bedingten konservierenden Eigenschaften der Pflanzenharze zu Nutze. „Pflanzen binden im Zuge der Photosynthese atmosphärischen Kohlenstoff, der in seiner isotopischen Zusammensetzung über Millionen von Jahren in den Harzen erhalten bleibt und uns somit Rückschlüsse auf den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre ermöglicht“, erklärt Ralf Tappert. Die Informationen über die Sauerstoffkonzentration basieren auf der isotopischen Zusammensetzung des Kohlenstoffes, genauer gesagt auf dem Verhältnis zwischen den beiden stabilen Kohlenstoffisotopen 12C und 13C, so die Studie. Mehr...




Ölquelle in Texas (Wikipedia)

Ölpreis: Die USA - das Saudi Arabien von morgen?

Die Internationale Energieagentur IEA rechnet in einer neuen Studie damit, dass die Vereinigten Staaten Saudi Arabien bis zum Jahr 2015 als der größte Ölproduzent der Erde ablösen werden - dank Gewinnung des begehrten Rohstoffs aus Schiefergestein. Binnen zweier Dekaden könnten die USA fast unabhängig von Ölimporten aus dem Ausland werden.

Der neue "World Energy Outlook", den die Agentur einmal im Jahr veröffentlicht, rechnet mit einem Anstieg des Ölpreises bis zum Jahr 2035 auf 128 USD pro Barrel, was von einem Anstieg der weltweiten Nachfrage bis dahin um 16% ausgelöst werden solle. Das zusätzlich benötigte Angebot stamme vorwiegend aus den USA, aber auch von neuen Ölfeldern in Brasilien. Die Bedeutung der OPEC werde zunächst abnehmen, zur Mitte des kommenden Jahrzehnts aber wieder zunehmen, da auch viele OPEC-Staaten sich auf den Weg der USA begeben und Schiefervorkommen erschließen würden.

Die amerikanische Ölproduktion werde einen neuen Rekordstand bei 11,6 Millionen Barrels täglich erreichen, von 9,2 Millionen Barrels im Jahr 2012. Diese Zugewinne würden getragen werden durch neu erschlossene Ölschiefervorkommen in Bundesstaaten wie North Dakota oder Texas. Im gleichen Zeitraum werde die saudische Ölproduktion von 11,7 auf 10,6 Millionen Barrels fallen, während die russischen Fördermengen von 10,7 auf 10,4 Millionen Barrels/Tag abnehmen würden.

Die Experten warnen jedoch auch, dass der Schieferölboom in den USA nicht für immer fortdauern werde. Die IEA rechnet damit, dass der Peak der amerikanischen Ölproduktion nach 2020 erreicht werden wird, nach 2030 sei mit wieder fallenden Fördermengen zu rechnen. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass die Preisentwicklung von Rohstoffen von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Auch sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...




Mit den Blättern des Balsabaumes waschen Kolumbianer Gold aus und können so auf das hochgiftige Quecksilber verzichten (Quelle:3sat).

Ein Balsabaumextrakt ersetzt Quecksilber
Edelmetall ohne Quecksilber gewinnen können

Mit den Blättern des Balsabaumes waschen Kolumbianer Gold aus und können so auf das hochgiftige Quecksilber verzichten. Mit 180 Tonnen eingeführten Quecksilbers jährlich führt Kolumbien die Statistik beim Verbrauch des hochtoxischen Metalls an. Das Metall verbindet sich mit den Goldpartikeln und trennt es so aus dem Schlamm. Das Quecksilber gelangt unkontrolliert in die Nahrungskette der Anwohner und ins Grundwasser; die Goldschürfer selbst atmen hochgiftige Dämpfe ein. Prostitution und Gewalt begleiten das lukrative Geschäft mit dem schnellen Gold. Den Staatskassen entgehen Millionen an Steuergeldern. Nun hat Kolumbien Strafen verhängt.

In Kolumbien wird 63 Prozent allen geförderten Goldes ohne amtliche Genehmigung und damit auch ohne Umweltaufsicht geschürft. Goldproduktion ist lukrativ für Drogenbarone; aber auch die Guerilla kassiert Wegezoll für ihren Schutz der illegalen Goldminen, wie Leonardo Guiza von der Universidad del Rosario in Bogota berichtet.

Umweltabkommen gegen Ausstoß von Quecksilber
Deutschland und zahlreiche andere Staaten haben im Oktober 2013 im japanischen Minamata ein Abkommen zur Reduzierung der globalen Quecksilberemissionen unterzeichnet. Nach der "Minamata-Konvention" ist es ab 2020 grundsätzlich verboten, quecksilberhaltige Produkte wie diverse Batterien, Kosmetika, Thermometer oder bestimmte Leuchtmittel zu produzieren oder zu verkaufen. Das Abkommen tritt in Kraft, wenn es mindestens 50 der mehr als 110 Zeichnerstaaten ratifiziert haben. Das dürfte laut Vertretern des UN-Umweltprogramms (Unep) drei bis fünf Jahre dauern. Neben Deutschland unterzeichneten unter anderem auch Brasilien, China, Südafrika, Mexiko sowie die EU es.

(Quelle: 3sat - nano) Mehr...

Film: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=39641

 


GOCE-Satellit (Fotomontage/Quelle: ESA)

12.11.2013
Mission Goce

Satellit verglüht in der Atmosphäre

Der Satellit „GOCE“ war fast dreimal so lange unterwegs wie geplant. Über vier Jahre hat er das Schwerefeld der Erde vermessen und dabei ein neues Bild der Welt gezeichnet. Jetzt ist er in der Atmosphäre verglüht.
Frascati - Der Satellit „GOCE“ (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) ist nach vierjähriger Mission in der Atmosphäre verglüht. Er sei am frühen Montagmorgen in die Atmosphäre eingetreten, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa im italienischen Frascati mit. Der fünf Meter lange und 1,2 Tonnen schwere Satellit zerbrach beim Herabstürzen in mehrere Teile.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass einige kiloschwere Stücke zur Erde fielen. Schäden wurden aber zunächst nicht bekannt. Dutzende Satelliten endeten bereits ähnlich, ohne dass es Unfälle gab. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...

 


Weltkarte der globalen Archetypen zur Landnutzung (Stand: 2005) Quelle: TomᚠVáclavík/UFZ

Pressemitteilung vom 5. November 2013

Globale Karte bietet neue Einsichten zur Landnutzung

UFZ Forscher zeigen Vielschichtigkeit anhand von gemeinsamen Mustern Leipzig. Um die globalen Folgen der Landnutzung für die Umwelt besser einschätzen und Gegenmaßnahmen erarbeiten zu können, haben Wissenschaftler unter Führung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) jetzt eine neue Weltkarte der Landnutzung erstellt. Sie besteht aus 12 globalen Mustern, so genannten Archetypen, die auf der Basis verschiedener Indikatoren zu Klima, Umwelt, Landwirtschaft sowie zur sozio-ökonomischen Situation identifiziert wurden. Das schreiben die Forscher von UFZ und Humboldt-Universität Berlin im Journal Global Environmental Change.

Der Wandel der Landnutzung hat viele Gesichter: Maisfelder verdrängen Wiesen und Weiden, tropische Regenwälder werden für Ölpalmen oder Weideland gerodet, Steppen zu Ackerland umgebrochen. Die Gründe sind vielschichtig, die Auswirkungen häufig fatal: Tier- und Pflanzengemeinschaften verändert sich, Ökosystemfunktionen verschwinden, Kohlenstoff-Emissionen leisten ihren Beitrag zum Klimawandel. Was regional passiert, hat weltweite Folgen. Um diese Folgen besser einschätzen und Gegenmaßnahmen erarbeiten zu können, haben Wissenschaftler des UFZ und der Humboldt-Universität Berlin eine Weltkarte erstellt, die 12 globale Landnutzungsmuster, sog. Archetypen, identifiziert. Dazu zählen etwa Ödland in den Entwicklungsländern, Weidewirtschaftssysteme oder extensive Anbausysteme. Deutschland beispielsweise liegt gemeinsam mit weiten Teilen Westeuropas, dem Osten der USA und Ost-Australien im Nutzungstyp „Intensivanbau“, der weltweit rund fünf Prozent der Fläche ausmacht. Typisch für diesen Nutzungstyp sind der konstant hohe Anteil der Landwirtschaft an der Gesamtfläche, ein hoher Eintrag von Stickstoff, gemäßigtes Klima, hohe Investitionssummen und Renditen aus der Landwirtschaft, ein minimaler Anteil der Landwirtschaft am Bruttosozialprodukt und ein guter Zugang zu Absatzmärkten. Mehr...




The Fukushima Daiichi NPP in 2002
(Quelle: Wikipedia)

25.10.2013
Region Fukushima:

Starkes Erdbeben vor der Ostküste Japans
Ein Erdbeben hat die Region Fukushima erschüttert, eine Flutwelle von einem halben Meter erreichte Japans Küste. Berichte über Schäden gibt es bisher nicht. Die Arbeiter im havarierten Atommeiler wurden vorsorglich evakuiert.

Tokio - Vor der Ostküste Japans hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Die US-Erdbebenzentrale (USGS) gibt die Stärke mit 7,3 an, japanische Behörden sprachen zunächst von einer Stärke von 6,8. Später korrigierten auch sie den Wert auf 7,3 nach oben.

In der Region Fukushima hat eine Flutwelle die Küste Japans erreicht. Der Tsunami habe eine Höhe von 30 Zentimetern und sei um 3.07 Uhr Ortszeit eingetroffen, berichtete der japanische TV-Sender NHK. Die Bewohner an der Pazifikküste und die Arbeiter der Atomruine Fukushima Daiichi wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben. (Quelle: Spiegel) Mehr...

 





(Quelle: arte)

Tödliche Aschewolke - Der Ausbruch des Laki 1783

Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull am 14. April 2010 löste mit seiner Aschewolke in ganz Europa eine Panik aus. Doch vor rund 200 Jahren, am 8. Juni 1783, hatte der Ausbruch eines anderen isländischen Vulkans ungleich dramatischere Folgen: die 'Nebelnot' brachte Tausende um.

Am 8. Juni 1783 brach die Vulkanspalte des isländischen Laki-Kraters, auf isländisch Lakagígar, aus. Die tödliche Wolke löschte mehr als ein Viertel der isländischen Bevölkerung aus, vernichtete drei Viertel der Viehbestände des Landes und zog anschließend über den Nordatlantik nach Kontinentaleuropa, wo sie Leid und Zerstörung verursachte und zu einer der schwersten klimatischen und sozialen Störungen des vergangenen Jahrtausends führte.

Acht Monate lang wurden giftige Schwefelgase ausgestoßen. Verdorbene Ernten, verschmutztes Wasser, kontaminierte Lebensmittel, Millionen Fälle von schweren, oft tödlichen Bronchialerkrankungen, Asthma, Kopfschmerzen und partieller Erblindung sowie eine rasant steigende Sterberate in ganz Europa waren die Folge. Darüber hinaus führte der anhaltende Ascheausstoß zu einer Verdunkelung der Atmosphäre und zu einem deutlichen Temperatursturz in Island und in weiten Teilen der Erde. Strenge Winter, Missernten und die größte Hungersnot in der isländischen Geschichte waren die Folge.

Die für die Dokumentation durchgeführten geologischen, klimatologischen und medizinischen Studien geben sehr genau Auskunft über das Ausmaß dieser nie dagewesenen weltweiten Katastrophe: Möglicherweise sind die Hungersnöte in Japan und in Teilen Chinas ebenfalls auf diese Wolke zurückzuführen. Neben beeindruckenden Computersimulationen des Vulkanausbruchs und der Wolkenbildung vermitteln Zeitungsberichte, Briefe, Tagebucheintragungen und gelungene Re-enactments ein Bild von den verheerenden Folgen für die Menschen in Island, England, Frankreich und Deutschland. Am Ende des Films steht die Arbeit französischer Wissenschaftler im Mittelpunkt. Sie stellen eine Kausalbeziehung zwischen diesem meteorologischen Störfall einschließlich der folgenden Hungersnöte in Europa und den französischen Bauernaufständen her, die in der Französischen Revolution von 1789 gipfelten. (Quelle: arte) Mehr...

Mittwoch, 18. September um 17:25 Uhr (48 Min.)
Wiederholung am Donnerstag, 26.09. um 17:30 Uhr
Erstausstrahlung am Freitag, 13.09. um 17:35 Uhr

 




(Quelle: DGG)

Willkommen zum Tag des Geotops
Sonntag, 15. September 2013 - bundesweit

Spannende Aktionen für Groß und Klein Rund um den Tag des Geotops können Sie Geotope, wie Steinbrüche, Felsen oder Mineralien, historische Bergwerke und viele andere Ausflugsziele mit Fachleuten erkunden. Erleben und „Begreifen" Sie, wie unsere Erde und ihre Rohstoffe entstanden sind und auf welchen Fundamenten sich unsere Landschaft bildete.

Schirmherrschaft 2013 steht der Tag des Geotops unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka: „… an diesem Tag sollen der Bevölkerung die Besonderheiten von ausgewählten Landschaften und Naturdenkmälern in Deutschland näher gebracht werden.“

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3-D-Modell des Tamu Massivs (William Sager/University of Houston )

Gigant ist über 600 Kilometer langGrößter Vulkan der Erde im Pazifik entdeckt

Einen der größten Supervulkane unseres Sonnensystems haben Forscher jetzt ausfindig gemacht – und zwar im Pazifik: Der Monstervulkan könnte ähnlich imposant sein wie Olympus Mons auf dem Mars, der bisher größte bekannte Einzelvulkan. Das Tamu-Massiv im Nordwest-Pazifik östlich von Japan sei offenbar ein gigantischer Einzelvulkan, dessen Ausmaße denen des Olympus Mons auf dem Mars glichen, berichten Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“. Olympus Mons ist der größte bekannte Vulkan unseres Sonnensystems: Bei einem Durchmesser von 600 Kilometern ist er mehr als 20 Kilometer hoch.

Riesiger Einzelvulkan statt Vulkanketten Das Tamu-Massiv wäre ein imposanter Anblick – wenn es auf der Erdoberfläche liegen würde. Benachbarte Lavaausbrüche am Meeresboden haben die gewaltige Erhebung geschaffen, das vermuteten die Forscher bislang. Tiefseeanalysen zeigen jetzt jedoch: Der Gigant sucht im Sonnensystem seinesgleichen. (Quelle: Focus) Mehr....





Tokio (Quelle: Wikipedia)

Starkes Erdbeben erschüttert Großraum Tokio

4.09.2013: Tokio - Erneut ist Japan von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Auch die Häuser in Tokio schwankten. Die Stadt bewirbt sich um die Olympischen Spiele 2020. Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat am Mittwochmorgen den Großraum Tokio erschüttert. Gefahr durch einen Tsunami bestand nicht, gab die Meteorologische Behörde bekannt. Auch der Nordosten, der vor zweieinhalb Jahren von einem schweren Erdbeben und Tsunami mit rund 20 000 Toten heimgesucht worden war, wurde erschüttert. In der dort gelegenen Atomruine Fukushima seien jedoch keine weiteren Schäden festgestellt worden, meldeten lokale Medien unter Berufung auf den Betreiberkonzern Tepco. Auch darüberhinaus gab es keine Berichte über Opfer oder Schäden durch das Beben um 9.19 Uhr.

Der Betrieb der Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen in der Region war durch die Erschütterung kurzzeitig unterbrochen. Das Zentrum des Bebens lag in einer Tiefe von 400 Kilometern vor der Insel Torishima, rund 580 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt. An diesem Wochenende entscheidet sich, ob Tokio den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 2020 bekommen wird. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt. dpa (Quelle: HNA.de)




Packeis in Grönland (Quelle: Wikipedia)

Unter Grönlands Eis versteckt sich ein Riesen-Canyon

Mit Radartechnik haben Forscher unterm Packeis Grönlands eine Schlucht entdeckt, größer als der Grand Canyon. Durch sie fließt vermutlich das Schmelzwasser in den Ozean.

Unter dem grönländischen Packeis verbirgt sich eine Schlucht von gigantischen Ausmaßen. Wie die Forscher im Magazin Science berichteten, ist sie mindestens 750 Kilometer lang und 800 Meter tief und damit deutlich länger als der berühmte Grand Canyon im Südwesten der USA. Die bislang unbekannte Schlucht sei vermutlich älter als die Eisfläche, die Grönland seit Millionen von Jahren zudeckt. Sie hat die Form eines sich schlängelnden Flußbetts und reicht vom Zentrum bis zur Nordspitze der größten Insel der Welt.

Das Forscherteam unter Leitung von Jonathan Bamber von der School of Geographical Sciences im englischen Bristol vermutet, dass der Canyon eine wichtige Rolle dabei spielt, das Wasser aus dem Schmelzprozess an der Oberfläche des Packeises zum Rande der Eisfläche und damit letztlich in den Arktischen Ozean zu leiten. (Quelle: Zeit online) Mehr...





Die Abraumhalde Monte Kali bei Heringen (Werra) - Quelle: Wikipedia

Fallende Kali-Preise
K+S stimmt Belegschaft auf Sparprogramm ein

30.08.2013, 08:31 Uhr, aktualisiert heute, 09:03 Uhr Die Demütigung aus dem Dax zu fliegen, dürfte dem Rohstoffkonzern K+S doch erspart bleiben. Auf Rückschläge müssen sich die Beschäftigten einstellen. Vorstandschef Steiner stimmt die Belegschaft auf ein Sparprogramm ein.

Die Turbulenzen am Kali-Markt, einem Grunddünger für die Landwirtschaft, reißen nicht ab. Die Sorge vor fallenden Preisen lässt jetzt den Kasseler Rohstoffkonzern K+S auf ein Sparprogramm einschwenken. In einem Brief an die Belegschaft, über den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, stimmt Vorstandschef Norbert Steiner die Mitarbeiter auf eine Sparrunde ein. Die laufenden Effizienzbemühungen würden aus heutiger Sicht nicht ausreichen, berichtet das Blatt aus dem Schreiben.

Steiner bestätigt indirekt, dass die Sorgen über fallende Kali-Preise berechtigt seien. Der russische Konkurrent Uralkali war vor einigen Wochen überraschend aus einem Kartell mit der weißrussischen Belaruskali ausgestiegen. Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner hatte angekündigt, lieber über Masse Geschäft zu machen und nicht das Preisniveau hoch zu halten. Ein Fall der Preise von über 400 Dollar auf etwa 300 Dollar pro Tonne Kali gilt daher als wahrscheinlich. Damit würde das Preisniveau erreicht werden, zu dem K+S produzieren kann. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...



Beobachtung der Reduktion der DMS-Konzentration bei abnehmendem pH-Wert im Meerwasser aus drei verschiedenen Mesokosmosexperimenten (Quelle: Max-Planck-Institut für Meteorologie).

Klimawandel: Ozeanversauerung verstärkt globale Erwärmung
Montag, 26. August 2013 Max Planck Institute for Meteorology


Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Meteorologie (MPI-M), Dr. Katharina Six, Dr. Silvia Kloster, Dr. Tatiana Ilyina, der kürzlich verstorbene Dr. Ernst Maier-Reimer und zwei Koautoren aus den USA, haben in ihrer neuen Studie gezeigt, dass es durch die Ozeanversauerung zu einer Abnahme der biogenen Produktion der marinen Schwefelkomponente Dimethylsulfid (DMS) kommen und dieses eine Verstärkung der globalen Erderwärmung bedingen kann.

Es ist allgemein bekannt, dass fossile CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung führen. Der Ozean verringert die Wirkung dieser anthropogenen Störung durch die Aufnahme von erheblichen Mengen an CO2. Der "Preis" für die CO2-Speicherung ist allerdings eine kontinuierliche Abnahme des pH-Wertes des Meerwassers (Ozeanversauerung1), ein Prozess, der verschiedenartige, meist nachteilige Auswirkungen auf die marinen Lebewesen, die Nahrungsketten und die Ökosysteme hat. Bis jetzt wurden Klimawandel und Ozeanversauerung jedoch weithin als voneinander unabhängige Folgen der anthropogenen CO2-Störung betrachtet.

Meeresbiologen haben kürzlich in Mesokosmosstudien3 beobachtet, dass in Meerwasser mit niedrigem pH-Wert deutlich niedrigere DMS-Konzentrationen zu finden sind (Abb. 1). Wenn DMS in die Atmosphäre gelangt, oxidiert es zu gasförmiger Schwefelsäure, aus der neue Aerosolpartikel gebildet werden können. Aerosolpartikel wiederum ändern die Wolkenalbedo und kühlen somit die Erdoberfläche. Da marine DMS-Emissionen die größte natürliche Quelle für atmosphärischen Schwefel sind, können Konzentrationsänderungen den globalen Strahlungshaushalt merklich beeinflussen. Basierend auf den Ergebnissen der Mesokosmosstudien haben die Forscher des MPI-M einen Zusammenhang zwischen pH-Änderungen und DMS-Konzentrationen im Meerwasser erstellt. Mehr...
(Quelle: Website AlphaGalileo).





Arbeiten an Bohrkernen im GFZ-Forschungsstandort Ketzin (Quelle: GFZ)

CO2-Einspeisung am Pilotstandort Ketzin nach gut fünf Jahren erfolgreich abgeschlossen
Neue Projektphase im Rahmen der geologischen CO2-Speicherung beginnt.

Potsdam/Ketzin 29.08.2013 | Am 29. August 2013 hat das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ die Einspeisung von Kohlendioxid (CO2) in Ketzin nach gut fünf Jahren Betrieb plangemäß beendet. An seinem Pilotstandort zur wissenschaftlichen Untersuchung der geologischen Speicherung des Treibhausgases CO2 im brandenburgischen Ketzin/Havel wurden seit Juni 2008 insgesamt 67.271 Tonnen in salzwasserhaltigen Sandstein in einer Tiefe von 630 m bis 650 m eingebracht. Für die Speicherung wurde überwiegend hochreines CO2eingesetzt, das sonst in der Lebensmittelproduktion verwendet wird. 2011 kamen zudem in einem sechswöchigen Versuch 1.515 Tonnen industriell abgeschiedenes CO2 aus dem Kraftwerk Schwarze Pumpe zum Einsatz.

Mit bergrechtlicher Genehmigung durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe und unter Federführung des GFZ wird das Pilotprojekt Ketzin von einem der weltweit umfangreichsten Forschungs- und Entwicklungsprogramme begleitet. Auch die Überwachungsverfahren gehören zu den umfassendsten weltweit. Die bisher durchgeführten Untersuchungen sind erfolgreich verlaufen und haben grundlegende Erkenntnisse zum Speicherstandort selbst, aber auch zur geologischen Speicherung von CO2 in tiefliegenden, salzwasserführenden Gesteinsschichten geliefert. Der Pilotstandort Ketzin gilt national und international als ein Referenzprojekt für die Erforschung und Umsetzung der geologischen CO2-Speicherung. Mehr...




Bedrohte Naturschönheit - Der Grindelwaldgletscher in der Schweiz ist in den letzten Jahren drastisch geschmolzen (Quelle: 3sat, Christian Schulz).

Gefahr aus den Bergen
Film von Christian Schulz


28.08.2013 In den letzten Jahren ereignen sich in den Alpen immer häufiger Felsstürze und Steinlawinen - oft in der Nähe dicht besiedelter Touristenregionen. Bereits im Jahre 2002 versetzt eine Berglawine im Kaukasus die Wissenschaft in Aufruhr. Eine brüchige Felsflanke des Kolka-Massivs reißt bei ihrem Absturz einen ganzen Gletscher mit sich. 120 Menschen sterben bei dem Unglück. Es ist eine der größten, jemals registrierten Gletscherlawinen.

Eine internationale Expertengruppe versucht unter großem Druck die genauen Ursachen herauszufinden, denn ähnliche Grundbedingungen finden sich auch in dichter besiedelten Gebirgsregionen wie den Alpen. Bei den Untersuchungen stoßen die Forscher auf tauenden Permafrost: Eine unsichtbare Gefahr, aber mit weltweiter Bedeutung. Die Dokumentation "Gefahr aus den Bergen" ist einem Phänomen auf der Spur, das die Hochgebirge der Welt zunehmend ins Wanken bringt. (Quelle: ARD) Mehr...

Wiederholungen:
29.08.201303:45 Uhr3sat
25.09.201320:15 UhrPHOENIX
26.09.201300:45 UhrPHOENIX
26.09.201307:30 UhrPHOENIX
26.09.201318:30 UhrPHOENIX





Beispiel eines "Schwarzen Rauchers" im Atlantik. (Quelle: Wikipedia)

BGR-Experten messen Temperaturrekord im Pazifik: Hinweise auf Goldablagerungen bei Vanuatu entdeckt

Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben in heißen Lösungsaustritten an sogenannten „Schwarzen Rauchern“ im südwestlichen Pazifik Hinweise auf Gold- und Buntmetallablagerungen (z.B. Kupfer, Zink) entdeckt. Zudem ermittelten sie einen neuen Temperaturrekord für den pazifischen Ozean. In metallreichen Fluiden eines „Schwarzen Raucher“ stellten sie in 1850 Meter Wassertiefe eine Temperatur von +378 Grad Celsius fest.

Die außergewöhnlich hohe Temperatur wurde an einem „Schwarzen Raucher“ in einem vulkanischen Randbecken nahe des Inselstaates Vanuatu gemessen. In dieser Region werden bei hohen Temperaturen metallreiche Fluide abgeschieden, die zur Bildung 3 bis 4 Meter hoher metallreicher Schornsteine („Schwarzer Raucher“) am Meeresgrund führen. Heißere Lösungsaustritte sind bisher nur aus dem Atlantischen Ozean bekannt. Im südwestlichen Pazifik führen sie zu einer reichhaltigen Kupfer-Zink-Vererzung – ein Anzeichen für mögliche goldreiche Metallablagerungen. Derzeit werden Proben der Ablagerungen im BGR-Labor auf ihre Zusammensetzung und die Edelmetallführung untersucht. Die BGR-Experten machten ihre Entdeckungen während einer vierwöchigen Expedition mit Kollegen der Universität Erlangen sowie der Jacobs University Bremen. Gemeinsam waren die Wissenschaftler mit dem Forschungsschiff SONNE im Archipel Vanuatu unterwegs, um aktuelle Erzabscheidungen an untermeerischen Vulkanen zu untersuchen. Zum Einsatz kam dabei auch bis in eine Tiefe von 2000 Meter der Tauchroboter Kiel 6000 des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung.

Die Ausfahrten mit dem Forschungsschiff SONNE sind seit 35 Jahren zentraler Bestandteil der deutschen Meeresforschung. Mit dem Projekt SO-229 setzt die BGR im Verbund mit deutschen Universitäten ihre Arbeiten zu Metallanreicherungen in vulkanischen Inselketten fort (Quelle: BGR). Mehr...

 


Die Forscherin Melanie Sønderup beim Experimentieren an einem Wassertümpel
© University of Southern Denmark

Alter Beton als Wasserfilter
Zermahlenes Betonpulver könnte den Phosphor-Eintrag in Seen und Flüsse verringern

Phosphor ist ein wichtiger Pflanzennährstoff und daher auch in vielen Düngemitteln enthalten. Für Seen und Flüsse hat das fatale Folgen: Sie werden immer stärker überdüngt. Jetzt haben dänische Forscher eine verblüffende Lösung für dieses Problem gefunden: alten Beton. Denn dieser bei Straßen- oder Gebäudesanierungen übrigbleibende Baustoff eignet sich perfekt als Phosphorfilter, wie die Forscher in einem Experiment herausfanden.

Algenblüten, umkippende Gewässer - an diesen Folgen der Überdüngung ist meist vor allem der Pflanzennährstoff Phosphor schuld. In der Landwirtschaft wird er in großen Mengen mit Phosphat- und Kombinationsdüngern ausgebracht und gelangt damit in den Boden. Durch Regen und Erosion wird ein Teil des Phosphats aber ausgewaschen und sammelt sich oft erst in Entwässerungskanälen und Regenwassertümpeln, um dann in Seen und Flüsse zu fließen. "Das Wasser in diesen Regenwassertümpeln kann dadurch sehr phosphorhaltig sein und wenn es in einen See gelangt, fördert es dort Algenblüten", erklärt Melanie Sønderup von der Universität von Süd-Dänemark in Odense. Die im Laufe der Zeit absterbenden Algen sinken zum Gewässergrund und werden dort unter Sauerstoffverbrauch abgebaut. "Das führt zur Sauerstoffarmut und dazu, dass immer weniger Tierarten in diesem Wasser überleben können", so die Forscherin (Quelle scinexx). Mehr...

 



Schlucht am östlichen Rand des Andenplateaus in Bolivien. Copyright: Todd Ehlers 2013

Globale Abkühlung im Pliozän ließ auf dem Andenplateau tiefe Schluchten entstehen

Am Einschneiden von Schluchten in eine Berglandschaft schätzen Wissenschaftler häufig ab, wie stark sich die Oberfläche durch geodynamische und tektonische Prozesse gehoben hat. Jedoch können solche Einschnitte auch durch Änderungen des Klimas verursacht werden. Richard O. Lease und Professor Todd A. Ehlers vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen haben eine Reihe von 1,5 bis 2,5 Kilometer tiefen Schluchten entlang eines 1250 Kilometer langen Abschnitts des östlichen Rands des Andenplateaus in Südamerika, in Peru und Bolivien, untersucht. Nach Erkenntnissen der Forscher begannen die Erdbebenaktivität und Gebirgsbildung am nordöstlichen Plateaurand im Miozän vor rund 20 Millionen Jahren oder früher im Einzugsgebiet des Rio San Gaban im heutigen Peru. Darauf folgte der Einschnitt der Schluchten im Pliozän vor rund vier bis drei Millionen Jahren. Gleichzeitig wechselte das globale Klima von einer warmen Periode im frühen zu einer Kälteperiode im späten Pliozän.

Das Einschneiden der Flüsse in das Andenplateau wurde nach Ansicht der Forscher durch eine bereits wissenschaftlich dokumentierte globale Klimaabkühlung kontrolliert, welche durch Temperaturänderungen der Meeresoberfläche verursacht wurde. Diese klimatischen Änderungen hatten einen zunehmenden Eintrag von Feuchtigkeit in das Andenplateau zur Folge, wodurch Flusseinschnitte und Erosion verstärkt wurden. Die Forschungsergebnisse werden aktuell in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Mehr...

 



Baggersee (Quelle: Wikipedia)


Energie für Millionen

Von Joachim Baier (dpa)
Darmstädter Geologen schlagen vor: Sonnenkollektoren auf Baggerseen
Wer Strom aus Sonnenenergie gewinnen will, braucht viel Platz für Kollektoren. Geologen der Technischen Universität Darmstadt haben eine Idee: die Wasserfläche von Baggerseen zu nutzen. Darmstadt. Strom gleich dort zu verbrauchen, wo er produziert wird, ist die ökologischste und ökonomischste Lösung - auch bei regenerativen Energien. Ein Geologen-Team der Technischen Universität Darmstadt hat einen Vorschlag erarbeitet, wie im Ballungsraum Rhein-Main-Neckar Sonnenenergie erzeugt werden könnte - und zwar mit Hilfe von Kollektoren auf der Wasserfläche von Baggerseen. „Dieses Potenzial ist noch nicht beachtet worden“, sagt Professor Andreas Hoppe (64).
Die Idee stammt aus Bayern, die Darmstädter haben sie auf Südhessen übertragen. Gebraucht wird so etwas, denn: Bis zum Jahr 2050 will Hessen seinen Bedarf an Strom und Wärme möglichst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken.

Das Darmstädter Team geht im nördlichen Teil der Oberrheinebene zwischen Mannheim und Frankfurt von einer theoretischen Wasserfläche von etwa 45 Millionen Quadratmetern aus, das wären 6300 Fußballfelder.

Ministerium ist kritisch

Unter Berücksichtigung der Leistung einer Solarzelle, der durchschnittlichen Sonnenscheindauer zwischen Frankfurt und Karlsruhe sowie des Bedarfs an Strom errechneten die Experten, dass die Energie für mehr als 1,3 Millionen Menschen erzeugt werden könnte - oder anders ausgedrückt: die Main-Metropole Frankfurt würde gleich doppelt versorgt werden.

Die Idee liegt dem hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie vor. Grundsätzlich abgeneigt ist es nicht. Kritischer zeigt sich das Umweltministerium, demzufolge nicht alle Seen infrage kommen.

Nach Meinung der Geologen sind die Baggerseen in dem Gebiet groß genug, um auf riesigen Flächen Sonnenkollektoren zu errichten. „Wenn wir nur ein Drittel der Fläche überbauen würden, reicht es für Mainz und Wiesbaden“, sagt Professor Hoppe. Gelingt das Vorhaben, würde im nördlichen Oberrheingraben Energie aus der Region für die Region erzeugt - in einem Gebiet, das dicht besiedelt ist und wo es vergleichsweise schwierig ist, Platz für Sonnenkollektoren zu finden. Mehr...






(Quelle: onvista)


Bergbaukonzerne leiden unter Wachstumsdelle in Schwellenländern

Melbourne/Baar (dpa) 20-08-2013 - Die erfolgsverwöhnten Bergbaukonzerne BHP Billiton und Glencore Xstrata leiden unter der Konjunkturflaute in Asien. Das schwächere Wachstum in Schwellenländern, insbesondere in China, lässt die Nachfrage für Rohstoffe sinken und die Preise fallen.

Beide Weltkonzerne meldeten am Dienstag deutliche Gewinnrückgänge. Nun steuern sie mit Sparprogrammen gegen. Zuvor hatten auch schon die Konkurrenten Rio Tinto und Vale sinkende Gewinne gemeldet.

Der frisch geschmiedete Rohstoff- und Bergbaukonzern Glencore Xstrata nahm im Zusammenhang mit der Anfang Mai abgeschlossenen Fusion zwischen der beiden einst getrennten Branchenriesen gigantische Wertberichtigungen vor: Für das erste Halbjahr 2013 verbuchte das in Baar (Schweizer Kanton Zug) ansässige Unternehmen einen Verlust von 8,9 Milliarden Dollar (6,67 Milliarden Euro). 7,66 Milliarden Dollar wurden allein wegen gesunkener Werte der Minenanlagen von Xstrata abgeschrieben, wie der Konzern mitteilte. Mehr...






Phlegräische Felder (Aufnahme von der ISS) (Quelle: Wikipedia)

Die in der Hölle stochern

In Süditalien schlummert ein Supervulkan, dessen Ausbruch eine globale Katastrophe auslösen könnte. Noch können Geologen den Zeitpunkt nicht einschätzen - und bohren deshalb ein Loch in die Tiefen des Monstrums.

Francesco Bruno hat eine charmante Art, die Teilnehmer zu einer Tour durch den süditalienischen Solfatara-Vulkan zu begrüßen. "Herzlich willkommen im Vorhof der Hölle. Da vorne ist das Fegefeuer", sagt der sonnengegerbte, hochbetagte Mann und deutet auf die Rauchschwaden, die an manchen Stellen hochsteigen. Der Vulkan galt bei den alten Römern als mystischer Eingang zur Unterwelt, erzählt Bruno, der seit Jahrzehnten Interessierte fachkundig durch die Solfatara führt.

Er drückt einen dicken Nagel in den mürben Boden und fordert die Gäste auf, den Zeigefinger ins Erdloch zu stecken. Die erste Testperson, ein Teenager aus München, verbrennt sich die Finger, was die Gluthitze in nur drei Zentimetern Tiefe eindrucksvoll demonstriert. "Brandblasen sind hier das typische Souvenir", scherzt Bruno.
In der Mitte des Kraters blubbert und zischt eine graubraune Flüssigkeit, die kochendem Pudding ähnelt. "Das ist Schlamm mit einer Temperatur von 120 bis 140 Grad", erklärt Bruno, "prima für Fango-Packung." Gespeist wird die Quelle von der enormen vulkanischen Hitze, die Grundwasser und Regenwasser mit den Sedimenten aufkocht. Das Fango-Loch wächst jedes Jahr, hat Bruno beobachtet. Zwar sind an vielen Stellen Schilder angebracht, die vor dem Betreten der abgesperrten Bezirke des Vulkans warnen. Das Risiko eines Ausbruchs nimmt aber kaum jemand ernst. Vielmehr steigt die Bebauung in Neapel und der Nachbarstadt Pozzuoli, selbst auf dem Kraterrand sind Mehrfamilienhäuser sowie ein Hotel entstanden und auf dem Grund des Solfatara-Vulkans lädt der Vulcano-Campingplatz zum besonders prickelnden Übernachtungsvergnügen ein. (Quelle: Sueddeutsche.de - Text: Martin Kunz) Mehr...

 



(Foto: M. Wipki)

Fragwürdiger Klimavorteil von Erdgas
Gasförderung setzt unerwartet viel Methan frei

Im Vergleich zu Kohle und Öl gilt Erdgas als klimaschonend. Doch der Vorteil könnte kleiner sein als gedacht - oder sich gar ins Gegenteil verkehren. Diesen Schluss legt eine Messkampagne in den USA nahe.

Erdgas gilt als relativ saubere Energiequelle. Denn effiziente Gasturbinen produzieren bis zu 80 Prozent mehr Strom pro Tonne erzeugten Kohlendioxids als Kohlekraftwerke. Doch diesen Vorteil der Erdgasverstromung, die als klimaschonende Brückentechnologie auf dem Weg zu den erneuerbaren Energien gilt, stellen nun amerikanische Atmosphärenforscher grundlegend infrage. Bei Messungen über einem großen Gasfeld im Bundesstaat Utah ermittelten sie eine enorme Leckrate während des Förderbetriebs für das Treibhausgas Methan. Wie sie in den „Geophysical Research Letters“ berichten, sind die Methanemissionen so hoch, dass die Erdgasnutzung sogar deutlich belastender für das Klima ist als die Verfeuerung aller anderen fossilen Brennstoffe, einschließlich Braunkohle.

„Wir erwarteten, dass Methananteile in der Atmosphäre nachweisbar sind, ahnten aber nicht, dass die Konzentrationen so hoch wären“, sagt Colm Sweeney vom Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES) an der Universität von Colorado. Für ihre Messungen, eine der ersten und genauesten ihrer Art, nutzten Sweeney und Kollegen der Wetterbehörde NOAA eine anerkannte Methode, die auch für Emissionsmessungen von Kraftwerken angewendet wird. (Quelle: Tagesspiegel, wsa) Mehr...

 



Die Eisdecke auf der Nordhalbkugel erreichte vor ca. 20.000 Jahren ihre maximale Ausdehnung. Grafik: Ayako Abe-Ouchi, University of Tokyo (Quelle sciencticker.info)

Wann das Eis kommt und geht

Die Eisdecke auf der Nordhalbkugel der Erde wächst und vergeht im Takt von etwa 100.000 Jahren. Einer internationalen Forschergruppe ist es nun erstmals gelungen, dieses Phänomen durch Modellrechnungen nachzuvollziehen. Neben regelmäßigen Schwankungen von Erdbahn und Erdachse spielt demnach auch die zögerliche Reaktion des Untergrunds auf die Last der Eisdecke eine entscheidende Rolle.

Indem der Erdmantel mitsamt der Erdkruste allmählich nachgebe, sinke auch die Eisdecke tiefer und damit in wärmere Luft, erläutert die Gruppe um Ayako Abe-Ouchi von der Universität Tokyo im Magazin „Nature“. Als Folge werde der Spielraum für den Fortbestand oder gar für ein weiteres Wachstum immer kleiner: „Je größer der Eisschild wird und je weiter er sich in niedrigere Breiten erstreckt, umso geringer ist die Sonneneinstrahlung, bei der sich seine Massenbilanz ins Negative verkehrt.“ (Quelle: scienceticker.info) Mehr...

 



Modellierte Temperatur an der Basis des grönländischen Eisschildes, GRIP and GISP2: Lage der Bohrlöcher (Quelle: GFZ)

Grönlands Eis schmilzt – auch von unten
Wärmefluss aus dem Erdmantel trägt zur Eisschmelze bei.

07.08.2013 | Potsdam: Der grönländische Eisschild wird durch einen hohen Wärmefluss aus dem Erdmantel in die Lithosphäre von unten angeschmolzen. Dieser Einfluss variiert räumlich sehr stark und hat seine Ursache in einer außergewöhnlich dünnen Lithosphäre. Daraus folgt ein erhöhter Wärmefluss aus dem Erdmantel und ein komplexes Wechselspiel zwischen dieser geothermischen Heizung und dem grönländischen Eisschild. Die internationale Initiative IceGeoHeat unter Leitung des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ stellt in der aktuellen Online-Ausgabe von Nature Geosciences (Vol. 6, 11. August 2013) fest, dass dieser Effekt bei der Modellierung des Eisschildes im Klimageschehen nicht vernachlässigt werden darf.

Die kontinentalen Eisschilde spielen im Klima eine zentrale Rolle. Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozesse zwischen Eisfläche und Temperaturanstieg sind komplex und bis heute Forschungsgegenstand. Der grönländische Eisschild verliert jährlich rund 227 Gigatonnen an Eis und trägt damit pro Jahr etwa 0,7 Millimeter zur aktuell beobachteten mittleren Meeresspiegeländerung von rund 3 mm pro Jahr bei. Bisherige Modellrechnungen beruhten jedoch auf einer Betrachtung der Eiskappe und berücksichtigten den Effekt der Lithosphäre, also der Erdkruste und des oberen Mantels, zu stark vereinfacht und vornehmlich mechanisch: das Eis drückt aufgrund seines Gewichts die Kruste nach unten. GFZ-Wissenschaftler Alexey Petrunin und Irina Rogozhina koppelten nun ein Eis/Klima-Modell mit einem thermomechanischen Modell für die Lithosphäre Grönlands. „Wir haben das Modell über einen Simulationszeitraum von drei Millionen Jahre laufen lassen und dabei Messungen aus Eisbohrkernen und unabhängigen magnetischen und seismischen Daten berücksichtigt“, so Petrunin. „Unsere Modellrechnungen stimmen sehr gut mit den Messungen überein. Sowohl die Mächtigkeit des Eisschilds als auch die Temperatur an seiner Basis werden sehr genau abgebildet.“ Mehr...

 

 



Der Meeresboden vor der pakistanischen Küste in 2.861 Meter Tiefe. Rechts oben einer der Greifarme des MARUM-QUEST. Das Tauchfahrzeug hat gerade einen Temperatursensor ausgesetzt (unten rechts). Damit werden Temperaturprofile des Meeresbodens erstellt. Foto: MARUM, Universität Bremen

Erdbeben mobilisierte Treibhausgase

Neue Nature Geoscience-Studie zu Methanaustritten in der Tiefsee Erdbeben könnten bei der Freisetzung von Treibhausgasen wie etwa Methan eine größere Rolle spielen als bislang gedacht. In einer Studie, die am 28. Juli vorab online in Nature Geoscience erscheint, untersuchte ein internationales Wissenschaftler-Team die Folgen eines Erdbebens der Stärke 8,1, das sich 1945 vor der Küste Pakistans ereignete. Aufgrund des Bebens traten umgerechnet sieben Millionen Kubikmeter Methan aus dem Meeresboden aus. 62 Jahre nach dem Beben, 2007, gewannen die Wissenschaftler in diesem Gebiet mehrere Sedimentkerne. Eine dieser Proben vom Meeresboden enthielt Methanhydrat, eine eisartige Verbindung aus Methan und Wasser. Die Analysen des Kerns zeigen: zwischen dem Erdbeben von 1945 und den Methanaustritten besteht offenbar ein Zusammenhang.

Das Team aus Geowissenschaftlern des MARUM, Universität Bremen, des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven, sowie der ETH Zürich führt zwei Indizien für ihren Befund an: „Zunächst haben wir das Porenwasser des Sedimentkerns untersucht, d.h. das Wasser in den winzigen Hohlräumen des Kerns“, sagt Erstautor Dr. David Fischer vom MARUM. „An Kernen von zwei verschiedenen Lokationen – eine mit, die andere ohne Methanhydrate im Untergrund – fanden wir ungewöhnliche Sulfat-Profile“. Diese Messreihen ließen auf eine erhebliche Zunahme des Methanflusses aus tieferen Schichten des Ozeangrunds Richtung Meeresbodenoberfläche schließen.“

Anreicherungen des Minerals Baryt im Meeresboden lieferten den Forschern ein weiteres Indiz. Ihren Analysen zufolge muss dieser Prozess zwischen 1916 und 1962 eingesetzt haben. „Sulfat- und Barytwerte sagten uns, dass irgendein Mechanismus den Fluss des Methans im Meeresboden verstärkt haben musste. Daraufhin haben wir die geowissenschaftliche Literatur durchgesehen und sind auf ein Erdbeben der Stärke 8,1 auf der Richter-Skala gestoßen, das sich 1945 in der Region in ereignet hatte“, erklärt David Fischer. „Die nähere Beschäftigung mit diesem Beben führte uns zu der Annahme, dass es Risse und Spalten am Meeresboden verursachte. So konnte freies Methan, das zuvor unter den Methanhydrat-Schichten gefangen war, in den Ozean entweichen.“

Vorsichtigen Schätzungen zufolge sind seit dem Erdbeben – umgerechnet auf die Druckverhältnisse an der Meeresoberfläche – etwa 7,4 Millionen Kubikmeter Methan aus dem Meeresboden in den Ozean geströmt; nicht eingerechnet jene Methanmengen, die als unmittelbare Folge des 1945er Bebens freigesetzt wurden. Das entspricht etwa der Ladung von zehn großen Gastankern. „Wahrscheinlich gibt es im nördlichen Indischen Ozean noch weit mehr Gebiete, in denen sich das damaligen Erdbeben ähnlich ausgewirkt hat“, erläutert David Fischer.

Die jetzige Nature Geoscience-Studie beleuchtet einen bislang weitgehend unbekannten natürlichen Mechanismus, durch den Treibhausgase am Meeresboden freigesetzt werden. „Nur, wenn alle Quellen bekannt sind, lässt sich der globale Kohlenstoffhaushalt genauer abschätzen“, sagt David Fischer. „Der Weltklimabeirat (IPCC) versucht, alle Quellen zu erfassen, aus denen Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen. Unsere Ergebnisse tragen dazu hoffentlich bei.“(Quelle: Marum) Mehr...






Vulkan Irazú mit Säuresee und Gunnera insignis am Kraterrand (Quelle: Wikipedia)

"Highway to Hell"
Vulkan mit Direktleitung zur "Hölle"

Direkte Verbindung zum Erdmantel ließ Magma beim Ausbruch des Irazú besonders schnell aufsteigen Normalerweise dauert es hunderte bis tausende von Jahren, bis sich die Magmenkammer unter einem Vulkan füllt. Doch es gibt auch Feuerberge mit einem "Direktanschluss zur Hölle": Als der Irazú in Costa Rica im Jahr1963 ausbrach, brauchte Magma aus dem Erdmantel nur wenige Monate, um aus 32 Kilometern Tiefe an die Oberfläche zu strömen. Diese Direktleitung machte die Eruption nicht nur schnell, sie förderte auch ständig Nachschub und ließ sie daher lange andauern. Das Wissen um solche "Highways to hell" unter Vulkanen könne künftig dazu beitragen, Vulkanausbrüche besser vorhersagen zu können, konstatieren US-Forscher im Fachmagazin "Nature".

Der Irazú in Costa Rica gehört zu den relativ aktiven Vulkanen des pazifischen Feuerrings. Etwa alle 20 Jahre bricht der "grollende Berg" aus -mit mehr oder weniger verheerenden Folgen. So richtete seine letzte Eruption im Jahr 1994 nur wenige Schäden an, im Jahr 1963 aber dauerte der Ausbruch mehr als zwei Jahre, tötete 20 Menschen und begrub hunderte von Gebäuden unter Aschen und Schlamm. Damals gab es nur wenig Vorwarnung, die Eruption begann relativ überraschend. Mehr...






Das neue Transfernormal der PTB ermöglicht Messungen der Radon-Aktivitätskonzentration von 200 Bq/m3 ... Foto: PTB

Geringe Radon-Konzentrationen erstmals genau messbar

Imke Frischmuth Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Neues Messverfahren aus der PTB kommt rechtzeitig zur Verschärfung der EU-Strahlenschutzrichtlinie.

Man sieht es nicht, man riecht es nicht, man schmeckt es nicht – aber es kann in hohen Dosen tödlich sein: Das natürliche radioaktive Edelgas Radon tritt vor allem dort aus dem Boden aus, wo der Untergrund aus Granit besteht. Es kann aber auch in Baumaterialien vorhanden sein. Dass Radon in hohen Dosen Lungenkrebs verursacht, ist längst bekannt – viele Arbeiter aus den Uran-Minen der Wismut-Werke der DDR sind daran gestorben. Inzwischen schätzen aber Wissenschaftler, dass Radon auch in niedrigen Konzentrationen eine Gefahr sein kann, und haben die Strahlenwirkung darum offiziell hochgestuft: Das Gas trägt jetzt offiziell gleichauf mit medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren am stärksten zur Strahlenbelastung der Bevölkerung bei. (Bisher galt der Anteil der Medizin, etwa durch Computertomografie-Untersuchungen, als etwas höher.) Daher sind EU-weit die Richtwerte für Radon in Gebäuden gesenkt worden. Aber bisher können die Messgeräte die typischen, alltäglichen Radonkonzentrationen gar nicht genau genug messen. Mit einer von Diana Linzmaier in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) entwickelten Low-Level-Radon-Referenzkammer samt dazugehörigem Transfernormal können erstmals Radon-Messgeräte in diesem zukünftig entscheidenden Bereich mit kleinen Messunsicherheiten kalibriert werden. Bislang ist die Anlage weltweit einzigartig. Mehr...
(Quelle: PTB)





François Hollande (Quelle: Wikipedia)

Hollande gegen Fracking in Frankreich

Paris, 14.07.13: In Frankreich wird es auf absehbare Zeit keine Schiefergas-Förderung, das sogenannte Fracking, geben. Solange er Präsident sei, werde er diese umstrittene Form der Energiegewinnung nicht zulassen, so François Hollande am Sonntag.

(Quelle: Thueringer-Allgemeine)

Video (0:52)




Der in Liang Bua 1 (LB1) gefundene Schädel. (Foto: P. Brown)
Quelle: Senckenberg

Homo floresiensis doch eine eigene Species
Dr. Sören Dürr Senckenberg Pressestelle Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Tübingen, 10.7.2013. Seit der Entdeckung streitet sich die Wissenschaft darüber, ob es sich bei Homo floresiensis um eine kleinwüchsige Inselpopulation des Homo erectus oder um krankheitsbedingt veränderte Überreste von anatomisch modernen Menschen handelt. Wissenschaftler des Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment der Universität Tübingen untersuchten in Zusammenarbeit mit Kollegen von der Stony Brook University New York und der Universität von Minnesota die anatomischen Merkmale der gefundenen Schädel. Die Ergebnisse unterstützen die Theorie, dass H. floresiensis eine eigene Art der Gattung Homo darstellt. Die Forschungsergebnisse wurden heute in PLOS ONE publiziert.

Seit der Entdeckung der etwa 18.000 Jahre alten Überreste auf der indonesischen Insel Flores ist die Abstammung des Homo floresiensis stark umstritten. Grundlegende Frage ist, ob es sich um eine eigene Art handelt oder nicht. Hatte sich auf der Insel eine kleinwüchsige Population des Homo erectus etabliert? Oder waren es moderne Menschen, die an einer Krankheit litten? Der Schädel mit der Fundnummer LB1 hat eine geringe Größe und umfasste wohl nur ein eher kleines Gehirn. Als Ursachen kämen zum Beispiel eine Form der Unterfunktion der Schilddrüse oder das Laron-Syndrom sowie Mikrozephalie in Frage. Mehr...

 



(Foto J. Wendler)

20.06.2013 12:41
Architekten der Urzeit / Bremer Geologen entdecken einzigartige Strukturen in Mikrofossilien

Der Geologe Dr. Jens Wendler aus dem Fachbereich Geowissenschaften der Universität Bremen und eine Gruppe internationaler Meeresforscher präsentieren neue Bauweisen von Biomaterialien: Das Team untersuchte 92 Millionen Jahre alte Ablagerungen aus Tansania, die außergewöhnlich gut erhaltene Mikrofossilien enthalten. Ihre Studie veröffentlichten sie am 18. Juni 2013 im Online-Journal Nature Communications.

Biominerale finden sich in der Natur überall dort, wo Schalen und Skelette gebaut werden. Sie bieten Schutz wie zum Beispiel in Muschelschalen oder geben Festigkeit wie in Knochen und Zähnen (auch beim Menschen). Die Strukturen von Biomineralen haben manchmal Ähnlichkeit mit Architekturbauten von Menschenhand. Ein berühmtes Bespiel ist der Eiffelturm, dessen Stahlkonstruktion einem ähnlichen Prinzip folgt, wie das Nadelgerüst eines Kieselschwamms aus dem Meer.

Die Wissenschaftler der Universität Bremen und dem University College London entdeckten nun auch bei einzelligen Organismen neuartige und unerwartet komplexe Bauarten von Biomineralen. Sie untersuchten mikroskopisch kleine Kalkschalen ausgestorbener Algen, die zu den Dinoflagellaten gehören. „Als ich die ersten Proben untersuchte, konnte ich kaum glauben, was dort unter dem Rasterelektronenmikroskop zum Vorschein kam“, erzählt Wendler. „Diese Schalen weisen ein ineinander verwobenes Geflecht auf, wie man es etwa von Körben kennt. Ähnliche Strukturen sind auch vom Zahnschmelz der Wirbeltiere bekannt.“ (Quelle: Uni Bremen) Mehr...





18.06.2013 | Strategieplattform Power to Gas
CO2-Reduktion mit Power to Gas vorantreiben

Die Mitglieder der von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) initiierten Strategieplattform Power to Gas plädieren dafür, jetzt die Weichen für eine großtechnische und wirtschaftliche Gewinnung von Methan und Wasserstoff aus erneuerbarem Strom zu stellen. Ziel sollte sein, bis 2022 rund 1.000 MW Anlagenleistung zu installieren. Dafür fordern die Unternehmen und Verbände eine gezieltes Markteinführungsprogramm sowie die Anrechenbarkeit von erneuerbarem Wasserstoff und Methan auf die Biokraftstoffstoffquote und ab 2015 auf die Treibhausgasminderungsquote. Dies geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das am 18. Juni auf der Jahreskonferenz der Strategieplattform in Berlin vorgestellt wurde.

„Power to Gas erleichtert die Integration der erneuerbaren Energien und die Vermeidung von CO2-Emissionen“, sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, bei der Eröffnung der Konferenz. „Die Energie aus Windkraft- und Solaranlagen kann mit Hilfe von Power to Gas im Erdgasnetz gespeichert und vielseitig genutzt werden – in Fahrzeugen, Industrieanlagen, Heizungen oder Kraftwerken. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung. Deshalb sollten wir alles dafür tun, diese Systemlösung schnell auszubauen und auf dem Markt zu etablieren. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist das noch nicht möglich.“

Um die Markteinführung für die Systemlösung Power to Gas voranzutreiben, plädiert die Strategieplattform für die Befreiung von Letztverbraucherabgaben, die Anpassung des Rechtsrahmens und der technischen Regelungen sowie für ein zeitlich und mengenmäßig begrenztes Markteinführungsprogramm. Schließlich sollen Wasserstoff und Methan aus dem Power-to-Gas-Verfahren als vollwertige erneuerbare Kraftstoffe anerkannt werden. Bei der Berechnung der Biokraftstoffquote im Sinne einer vollumfänglichen Umsetzung der derzeit gültigen Fassung der EU-Richtlinie 2009/28/EG müssen Wasserstoff und Methan aus dem Power-to-Gas-Verfahren dann grundsätzlich angerechnet werden (Quelle: dena). Mehr...





© GFZ Beschädigtes Haus nach dem Beben (Ms =6,8) von Erzincan, Ost-Türkei, 13.03.1992

18.06.2013 | Erdbebenlücke vor den Toren Istanbuls
Entsteht hier das erwartete Marmara-Erdbeben?

Erdbebenforscher haben jetzt einen 30 Kilometer langen und zehn Kilometer tief reichenden Bereich entlang der Nordanatolischen Verwerfungszone knapp südlich von Istanbul identifiziert, der Ausgangspunkt für ein starkes Erdbeben sein könnte. Die Seismologengruppe um Professor Marco Bohnhoff vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ berichtet in der aktuellen Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature (Nature Communications, DOI: 10.1038/ncomms2999), dass dieser potentielle Erdbebenherd in nur 15 bis 20 Kilometern Entfernung zur historischen Altstadt Istanbuls liegt. (Quelle: GFZ) Mehr...




Foto: IRD/V. Simonneaux - Quelle: scienceticker.info

Sahara-Grundwasser wird neugebildet

Unter dem Sand der Sahara lagern immense Mengen von Grundwasser. Zumindest ein Teil dieses Wassers ist weniger „fossil“ als bislang angenommen, lassen Untersuchungen französischer und tunesischer Forscher vermuten. Pro Jahr strömen demnach durchschnittlich 1,4 Kubikkilometer neuen Wassers in die Grundwasserleiter im Nordwesten der Sahara.

Dieses Resultat spreche gegen die verbreitete Ansicht, in dem Gebiet erfolge eine nur geringe oder gar keine Neubildung von Grundwasser, so die Forscher um Julio Gonçalvès vom Geo- und Umweltforschungszentrum CEREGE in Aix-en-Provence. Gleichwohl reiche die Neubildung bei Weitem nicht aus, um die jährliche Entnahme von derzeit etwa 2,5 Kubikkilometern zu kompensieren, schreibt die Gruppe im Fachblatt „Geophysical Research Letters“.

Das Grundwasserleiter-System der nordwestlichen Sahara erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1 Million Quadratkilometern in Algerien, Tunesien und Libyen. Jüngeren Schätzungen zufolge, birgt es in verschiedenen Tiefen insgesamt fast 1.300 Kubikkilometer Wasser. Dieses Reservoir lässt natürliche Oasen erblühen und wird seit den 60er-Jahren nach Kräften durch Brunnenbohrungen angezapft. Dem so ermöglichten Aufschwung in Landwirtschaft und Industrie stehen allerdings Folgen wie Versalzung und Versiegen einzelner Quellen gegenüber. Mehr...





Quelle: GFZ

Starkes Erdbeben in außergewöhnlicher Tiefe

Heute morgen um 05:45 MESZ bebte die Erde unter dem Okhotsk-Meer im Nordwestpazifik. Das Beben mit einer Magnitude von 8,2 fand in einer außergewöhnlichen Tiefe von 605 Kilometern statt.Wegen der großen Tiefe des Bebens ist nicht mit einem Tsunami zu rechnen und es dürften auch keine größeren Schäden durch Erschütterungen auftreten. Professor Frederik Tilmann vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ sagt dazu: „Der Bebenherd liegt außergewöhnlich tief, weit unterhalb der Erdkruste im Erdmantel. Solch starken Beben in dieser Tiefe treten im allgemeinen nur an den wenigen Orten der Erde auf: nämlich dort, wo sich erdgeschichtlich alte ozeanische Platten mit mehr als80 Millionen Jahren Alter schnell unter eine andere Platte schieben.“Aufgrund ihres Alters sind diese Platten vergleichsweise kalt und haben, weil sie schnell abtauchen, auch in großer Tiefe noch Temperaturen unter 650 bis 700 °C, der höchsten Temperatur, bei der Gestein noch in einem Erdbeben brechen kann. Im Fall des Okhotsk-Bebens ist es die pazifische Platte, die sich mit einer Geschwindigkeit von etwa acht Zentimetern pro Jahr unter die Okhotsk-Mikroplatte schiebt. Das Beben folgt einer ebenfalls höchst ungewöhnlichen Häufung von flacheren Beben mit elf Beben mit Magnituden zwischen 5,5 und 6,1 innerhalb von zwei Tagen. Dieser Schwarm ist aber in direkter Linie über 650 km von dem heutigen Beben entfernt, so dass sich noch nicht sagen lässt, ob ein direkter Zusammenhang besteht. siehe auch:

http://geofon.gfz-potsdam.de/eqinfo/seismon/globmon.php

http://www.gfz-potsdam.de/portal/gfz/Public+Relations/M40-Bildarchiv/Okhotsk-Beben/130524_Okhotsk

(Quelle: GFZ, Potsdam)





Quelle: International Polar Foundation

Antarktis: Forschung statt Kommerz


Keine Ölsuche, kein Bergbau: Die Antarktis bleibt der wissenschaftlichen Forschung vorbehalten. Dafür sorgt der Antarktisvertrag. Seine Mitglieder treffen sich gerade in Brüssel. Wer kümmert sich, wenn in der Antarktis ein Flugzeug abstürzt oder ein Kreuzfahrtschiff havariert? Wer sorgt dafür, dass der weiße Kontinent nicht durch eine Suche nach Mineralien in Mitleidenschaft gezogen wird? "Dieser riesengroße Kontinent von 14 Millionen Quadratkilometern ist außerhalb nationaler Rechtssprechung", erklärt Manfred Reinke der DW. Der Deutsche ist seit 2009 Exekutivsekretär des Antarktisvertrags. Dieser Vertrag regelt alles, was die Antarktis betrifft, von Unfällen bis Bodenschätzen. Der Antarktisvertrag kam im Jahr 1959, mitten im Kalten Krieg, zustande. Jeder Staat kann beitreten. Ein Wahlrecht haben allerdings nur die Staaten, die mit eigenen Forschungsexpeditionen oder -stationen in der Antarktis ihr Interesse nachgewiesen haben. Jedes Jahr treffen sich die 49 Unterzeichnerstaaten turnusgemäß in einem der Mitgliedsländer. Die Reihenfolge bestimmt das Alphabet. Mehr...
(Quelle: Deutsche Welle)





Mount St. Helens 1980 (Quelle: Wikipedia)

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankung
Mittwoch, 22. Mai 2013 Karlsruhe Institute of Technology

Spurengase und Aerosole sind wesentliche Faktoren des Klimageschehens. Mit aufwendigen Experimenten wie MIPAS an Bord des Satelliten ENVISAT versuchen Forscher, sich ein Bild der Prozesse in der oberen Atmosphäre zu machen. Nun stellt das Karlsruher Institut für Technologie umfassendste Messung des Klimagases Schwefeldioxid im Fachmagazin Atmospheric Chemistry and Physics vor. (doi:10.5194/acpd-13-12389-2013) „Schwefelverbindungen in bis zu 30 Kilometer Höhe können sich kühlend auf das Klima auswirken“, sagt Michael Höpfner vom KIT, der Leiter der Studie. Zum Beispiel reagieren Schwefeldioxid (SO2) und Wasserdampf zu Schwefelsäure, die kleinen Tröpfchen, sogenannte Aerosole, bildet und so Sonnenstrahlen zurück ins All streut. „Aber um solche Effekte in den Computermodellen abzuschätzen, haben uns bislang die notwendigen Messdaten gefehlt“. Dank des Infrarotspektrometers MIPAS liegt nun ein umfassendes Bild der Verteilung und Entwicklung von Schwefeldioxid über 10 Jahre hinweg vor. Anhand der Ergebnisse können nun die wesentlichen Beiträge des Schwefelbudgets in der Stratosphäre direkt analysiert werden. So steigt unter anderem ständig das von Organismen erzeugte Gas Carbonylsulfid (COS) aus den Weltmeeren auf, zerfällt in Höhen über 25 Kilometern und sorgt so für einen Grundkonzentration an Schwefeldioxid. Mehr...

 





(Quelle: ARTE)

Coltan: In den Händen der FARC

Von Pascale Mariani und Juan Orozco – ARTE GEIE / Woow Your Life – Frankreich 2013.
An der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien liegen wertvolle Metalle, vor allem Coltan, ohne dass unsere Handys und manche andere elektronische Alltagsspielerei nicht funktionieren würden.
Die Gegend ist unzugänglich, Savanne, Berge, Dschungel – und dort liegt auch das Bergwerk in den Händen der FARC. Die Rebellen und Geiselnehmer finanzieren mit Coltan und Wolfram ihren Kampf gegen die Regierung. 2009 verkündete Venezuelas damaliger Präsident die Entdeckung reicher Erz-Vorkommen in den Savannen am Ufer des Orinoko. Chavez erklärte diese zur « Nationalen Strategischen Reserve » - der Abbau aller Metalle, von Coltan und Wolfram, ist seitdem verboten. Die Indianer in den Dörfern aber halten sich nicht daran. Sie suchen, sammeln und verkaufen die merkwürdig aussehenden Gesteinsbrocken voller wertvoller Metalle an dubiose Zwischenhändler. Von dort geraten sie über Schmuggelpfade nach Kolumbien in die Region der FARC – die verkaufen Coltan und Wolfram auf dem internationalen Markt. Die FARC kontrolliert außerdem noch eine streng geheime Mine seltener Metalle auf ihrem Gebiet. Unseren Reportern ist es gelungen, den Schmuggel und den Handel von Coltan und Wolfram im Namen der FARC aufzuzeigen.
(Quelle: ARTE Reportage)





Die Deepwater Horizon bei dem Brand 2010 (Quelle: Wikipedia, Photo: US Coast Guard).

EU-Parlament stimmt für mehr Sicherheit bei Bohrungen im Meer

21.05.2013 - Straßburg (dpa) – In der Europäischen Union sollen in Zukunft strengere Umweltschutzbestimmungen für Öl- und Gasbohrungen auf hoher See gelten. Das EU-Parlament gab grünes Licht für eine Richtlinie über einheitliche Sicherheitsstandards. Eine Ölkatastrophe wie im Golf von Mexiko vor drei Jahren soll damit verhindert werden. Wichtigster Punkt ist die Verantwortung der Unternehmen. Sie müssen beweisen, dass sie Schäden, die sie anrichten, auch bezahlen können. Außerdem müssen sie Noteinsatzpläne vorlegen, bevor sie eine Bohrlizenz bekommen. Mehr...
(Quelle: Zeit Online)






Grüne Goldgewinnung: Zucker statt giftiges Zyanid trennt das Edelmetall aus dem Erz (Quelle: Scinexx - © Aleksandr Bosoy)

Zucker macht Goldgewinnung "grün"

Ein simpler ringförmiger Zucker erweist sich als hochselektive und effektive Goldfalle Zur Goldgewinnung braucht man bisher pures Gift: Denn um das begehrte Edelmetall aus dem Rohmaterial herauszulösen, werden Zyanide eingesetzt. Aber es geht auch ungiftiger, wie US-amerikanische Forscher jetzt herausfanden: Eine einfache Zuckerverbindung, das Alpha-Cyclodextrin, wirkt als hochgradig selektive Goldfalle. Als Komplex gebunden lässt sich das Edelmetall mit Hilfe dieses Moleküls leicht und ungiftig aus Erzen, aber auch aus Elektroschrott entfernen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Communications". Das eröffne den Weg für eine umwelt- und gesundheitsfreundlichere Goldgewinnung. Mehr...

 



Der Studie zufolge könnten die Temperaturen in ländlichen bewaldeten Regionen bis zu 30 Prozent geringer ansteigen als in vegetationsarmen Regionen (Foto: Juho Aalto, Universität Helsinki)

Pflanzen mindern Klimaerwärmung

Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung TROPOS ist an einem internationalen Forschungsprojekt beteiligt, in dem auf mehreren Kontinenten die Auswirkung von Aerosolen auf das Klima untersucht wurde. Bei der Auswertung von 11 Stationen an verschiedenen Standorten in Europa, Sibirien, Nordamerika und Südafrika stellten die Forscher fest, dass Aerosole, die sich aus den von Pflanzen gebildeten Gasen bilden, einen mildernden Effekt auf die Umgebungstemperatur haben. An diesen winzigen Partikeln kann Wasser kondensieren und so zur Wolkenbildung führen. Wolken mindern die Sonneneinstrahlung und sorgen dafür, dass die Temperatur geringer bleibt. Auf diese Weise bremst die Vegetation die Klimaerwärmung. Die Wechselwirkungen zwischen Biosphäre und Atmosphäre sind demnach entscheidend für die Klimaeffekte des Aerolos, wie Prof. Alfred Wiedensohler vom TROPOS die Untersuchungsergebnisse zusammenfasst. Mehr...

 



(Foto: M. Wipki)

CO2-Konzentration erreicht historischen Höhepunkt

10.05.2013, 22:58 Uhr Mehrere Klimastationen haben einen so hohen CO2-Wert in der Atmosphäre gemessen wie zuletzt vor Millionen von Jahren. Forschern macht das Sorgen, doch die Konsequenzen sind unklar: Der CO2-Anstieg war noch nie so rasant.

Washington/BerlinDer Anteil des klimaschädlichen Kohlendioxids in der Atmosphäre hat die symbolisch bedeutsame Grenze von 400 Teilen von einer Million (ppm) erreicht. Wie US-Forscher am Freitag mitteilten, wurde diese Schwelle am Donnerstag erstmals in der Geschichte der Menschheit überschritten. In der Messstation der Nationalen Behörde für Ozeanologie und Atmosphärenforschung (NOAA) in Mauna Loa im Bundesstaat Hawaii wurde ein Tagesdurchschnittswert von 400,03 ppm CO2 gemessen, im Scripps-Institut für Ozeanologie im kalifornischen San Diego waren es 400,08 ppm. (Quelle: Handelsblatt) Mehr...

 


Pyroklastische Ströme beim Ausbruch des Mayon am 23. September 1984 (Quelle: Wikipedia)

Philippinischer Mayon speit riesige Aschewolke
Drei Deutsche sterben bei Vulkanausbruch

Als der Mayon ausbricht und eine 500 Meter hohe Staubwolke in den philippinischen Himmel spuckt, versuchen gerade mehrere Bergsteigergruppen, den 2460 Meter hohen Vulkan zu erklimmen. Einige Teilnehmer überleben das nicht. Unter den Toten befinden sich auch drei Deutsche.
Drei deutsche Bergsteiger sind bei einem Vulkanausbruch auf den Philippinen ums Leben gekommen. Ein Bergführer und ein weiterer Tourist starben ebenfalls am Mayon rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila, wie der Veranstalter der Tour berichtete. Ein Österreicher sei verletzt worden.
Die Sportler waren auf dem Weg zum Gipfel des 2460 Meter hohen Mayon, als der Vulkan plötzlich eine Hunderte Meter hohe Aschewolke in die Luft schleuderte (Quelle: NTV). Mehr...

 



(Quelle: AWI)

Fokus Ozeanversauerung

Zu diesem Thema hat das Alfred-Wegener-Institut 6 Themen zusammengestellt.
> Was verbirgt sich hinter dem Begriff Ozeanversauerung?
> Wie reagieren Korallen auf wärmeres und saureres Meerwasser?
> Wie reagieren Fische auf die Ozeanversauerung?
> Können Fische denken?
> Kalkalgen und der Kohlenstoffkreislauf

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Erster Bodenatlas für Afrika

Die Europäische Kommission hat im April 2013 den ersten Bodenatlas für Afrika präsentiert. Die Böden sind eine wichtige natürliche Ressource die Nahrung, Futter und Brennholz liefern. Zudem vermindern sie das Hochwasserrisiko und schützen die Wasserversorgung.
Der Atlas mit seinen farbigen Karten und Abbildungen erklärt in einer einfachen und klaren Art und Weise die Vielfalt des Bodens auf dem afrikanischen Kontinent und betont die Bedeutung dieser nicht erneuerbare Ressource.
Koordiniert von der Europäischen Kommission hat das JRC (Joint Research Centre), eine international renommierte Gruppe von Bodenwissenschaftler aus Afrika und Europa, zu diesem Atlas beigetragen. Ziel ist es, das Bewußtsein zur Bedeutung des Bodens für das Leben in Afrika auf allen Ebenen zu erhöhen - von Politikern bis hin zur breiten Öffentlichkeit. Mehr...
MW 3.05.2013





Übersicht über verschiedene Climate Engineering Maßnahmen, die aktuell diskutiert werden. Welche Risiken und Nebenwirkungen sie beinhalten, ist noch zu wenig erforscht. Ein neues Schwerpunktprogramm der DFG soll das ändern. Grafik: Kiel Earth Institute)
(Quelle: GEOMAR)

 

Löst Climate Engineering das Klima-Problem?

GEOMAR koordiniert Forschungsprogramm zur Bewertung großtechnischer Klimaregulierung

19.04.2013/Kiel. Schwefelpartikel in die Atmosphäre sprühen oder den Ozean mit Eisen düngen – aktuell werden zahlreiche großtechnische Maßnahmen zur künstlichen Klimaregulierung diskutiert. Ein neues Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft soll jetzt Risiken und Nebenwirkungen des sogenannten „Climate Engineering“ untersuchen. Koordiniert wird das Programm am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Das Experiment hat längst begonnen. Seit Beginn der Industrialisierung vor rund 200 Jahren produziert die Menschheit riesige Mengen Kohlendioxid und lässt sie in die Luft entweichen. Damit startete sie – unbewusst, unkontrolliert und lange unerkannt – einen gigantischen Versuch mit der Erdatmosphäre. Mittlerweile kennen wir das Ergebnis: Der Gehalt an Kohlendioxid ist um mehr als ein Drittel angestiegen. Der natürliche Treibhauseffekt wird von dem zusätzlichen CO2 verstärkt, die durchschnittlichen Temperaturen auf der Erde steigen, das Klima ändert sich. Jetzt sind Wege gefragt, die Folgen dieses ungewollten Experiments zu begrenzen. (Quelle GEOMAR) Mehr...

 



(Quelle: arte)

Samstag, 11. Mai um 12:40 Uhr, 53 Min. (Wiederholung)

Versenkt und Vergessen
Atommüll vor Europas Küsten

Dienstag, 23. April um 20:15 Uhr, 52 Min. Umweltaktivisten versuchten seit den 70er Jahren, die Verklappung von Atommüll auf hoher See zu verhindern. Doch die Atomfrachter siegten immer. Fässer mit radioaktiven Abfällen wurden einfach über Bord geworfen. Als die Öffentlichkeit erfuhr, was da auf See geschah, gewann die Umweltorganisation Greenpeace ihren Kampf.

Heute sind die mehr als 100.000 Tonnen radioaktiver Abfälle, die auf dem Meeresgrund vor Europa liegen, längst vergessen. Früher wurden die Versenkungsgebiete regelmäßig untersucht und Meeresboden, Wasser und Fische auf Radioaktivität kontrolliert. Tatsächlich fanden Forscher dabei Radionuklide, die darauf hindeuten, dass Fässer leckgeschlagen sind. In Fischen wurden Spuren von Plutonium gefunden. Doch dann stellten die Regierungen die Untersuchungen in der Umgebung der sogenannten "Dumping Grounds" einfach ein. Welche Gefahren gehen heute von diesen Fässern aus? Die FilmemacherThomas Reutter und Manfred Ladwig haben sich mit einem Schiff, Spezialausrüstung und Unterwasserkameras auf die Suche nach den versenkten Atommüllfässern gemacht. Ein aussichtsloses Unternehmen, glaubte Greenpeace, denn die exakte Position der versunkenen Fässer ist unbekannt. Doch Harald Zindler, einer der Aktivisten, die damals im Schlauchboot gegen die Verklappungen kämpften, geht schließlich mit an Bord. Von der britischen Kanalinsel Alderney aus bricht das Team auf, den versunkenen Atommüll im Ärmelkanal zu finden. Archivaufnahmen und Dokumente zeigen, wie sorglos und unverantwortlich bei der "Entsorgung" zu See mit Atommüll umgegangen wurde. Heute wäre sie illegal und kriminell. Wer war damals für diese Versenkungen verantwortlich? Die Filmemacher sprechen mit Zeitzeugen, verantwortlichen Politikern und Greenpeace-Aktivisten von damals. Sie zeigen aber auch, welche Schäden die radioaktiven Altlasten bei Menschen und in der Umwelt mittlerweile angerichtet haben. (Quelle: arte) Mehr...

 



Vorsicht beim neuen Job!

Für den Bereich TVöD-Bund gibt es eine zutiefst arbeitnehmer-unfreundliche tarifliche Regelung.

IV. Arbeitgeberwechsel

Wechseln Arbeitnehmer zwischen Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes, ist dies im Rahmen der Festsetzung der Beschäftigungszeit unterschiedlich zu berücksichtigen.
WICHTIG! Ein Wechsel liegt nur dann vor, wenn sich das neue Arbeitsverhältnis zeitlich unmittelbar an das vorangegangene Arbeitsverhältnis anschließt. Ist dies nicht der Fall, das heißt, liegt eine Unterbrechung vor, kommt eine Anrechnung der Beschäftigungszeit bei einem anderen Arbeitgeber nicht in Betracht.

1. Kündigungsfristen und Unkündbarkeit
Im Rahmen der Berechnung der Kündigungsfristen (§ 34 Abs. 1 TVöD) sowie der Unkündbarkeit (§ 34 Abs. 2 TVöD) werden Beschäftigungszeiten unterschiedlicher Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes nicht aufeinander angerechnet. Voraussetzung ist vielmehr, dass die Beschäftigungszeit ausschließlich bei demselben Arbeitgeber absolviert wurde.

Mehr... http://www.wb.tu-berlin.de/uploads/media/Beschaeftigungszeit.pdf

Praktisch heißt dies oftmals, dass bei einem Arbeitgeberwechesl (Bund) auf Stufe 1 zurückgestuft wird. Dies führt normalerweise zu massiven Gehaltseinbußen!
http://www.oeffentlichen-dienst.de//images/entgelttabelle/bund-2012.pdf

 



Eindrücke aus der ISCRAM Summerschool 2012: Die ISCRAM bringt als internatio nale Plattform Wissenschaft und praktische Anwendung zusammen. (Fot o: Kenny Meesters; © ISCRAM.org )

 

Systeme für das internationale Krisenmanagement

ISCRAM 2013 im Kongresshaus Baden - Baden für bringt Wissenschaft, Praktiker und Hilfsorganisationen zusammen

Vom 12. bis 15. Mai diskutieren im Kongresshaus in Baden-Baden Wissenschaftler, Praktiker und Mitglieder aus Hilfs - und Krisenmanagement organisationen über neue Ansätze und Lösungen für ein ganzheitliches Krisenmanagement. Wichtige Grundlage für die Bewältigung großräumiger Katastrophen und Krisensituationen sind interdisziplinär aufgebaute Informationssysteme für das Notfallmanagement. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Fraunhofer - Inst itut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB richten gemeinsam die Konferenz aus. »Es ist uns gelungen, diese international bedeutsame Konferenz zu ihrem 10 - jährigen Bestehen nach Karlsruhe/Baden- Baden zu holen, um mit renommierten Vertretern der Krisenmanagementforschung und Rettungseinsatzkräfte die aktuellen Bedarfe und Lösungsmöglichkeiten diskutieren zu können«, freut sich Prof. Dr. Jürgen Beyerer, Leiter der ISCRAM 2013 (Quelle: KIT)
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Presseinformation





Schematic depiction of hydraulic fracturing for shale gas, showing main possible environmental effects
(Quelle: Wikipedia)

 

Schiefergas-Förderung - Regierung will Fracking in Deutschland zulassen

Handelsblatt - 25.02.2013, 20:25 Uhr
Bisher fehlt eine klare Handhabe, jetzt aber will die Bundesregierung die umstrittene Gas- und Ölförderung aus tiefen Gesteinsschichten regeln. Der vorliegende Entwurf setzt aber enge Grenzen.

Berlin - Die Bundesregierung will die umstrittene Gas- und Ölförderung aus tiefen Gesteinsschichten nur unter strengen Auflagen in Deutschland zulassen. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) haben sich auf einen entsprechenden Verordnungsentwurf geeinigt.
In dem dem Handelsblatt vorliegenden Entwurf wird ein Verbot des sogenannten Fracking in Trinkwasserschutzgebieten vorgeschlagen. Dazu soll es eine Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes geben. Zudem soll es bei allen neuen Vorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben. Mehr....
(Quelle: Handelsblatt)



Beispiel eines Meteoriteneinschlags
(Quelle: Wikipedia)

 

Himmelskörper im Ural niedergegangen - Etwa 1000 Verletzte nach Meteoriteneinschlag

Die russische Region Tscheljabinsk im Ural, rund 1500 Kilometer östlich von Moskau gelegen, ist nach Angaben der Behörden am Morgen (Ortszeit) von einem Meteoriten getroffen worden. Fragmente sollen auf die Erde gestürzt sein. Zudem sei es zu einer Explosion gekommen, sagte ein Sprecher des russischen Innenministeriums. Die dadurch ausgelöste Druckwelle habe viele Fensterscheiben zerbrochen. Mindestens 102 Menschen seien verletzt worden, die meisten durch Glassplitter. Die Behörden bestätigten, dass zahlreiche Bürger per Telefon um Hilfe gebeten hätten. Mehr...
(Quelle: Tagesschau.de)

 


Quelle: http://www.right2water.eu/de

UNTERSCHREIBT!

Wasser und sanitäre Grundversorgung sind ein Menschenrecht

Wasser ist ein Öffentliches Gut, keine Handelsware - Wir fordern die Europäische Kommission zur Vorlage eines Gesetzesvorschlags auf, der das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung entsprechend der Resolution der Vereinten Nationen durchsetzt und eine funktionierende Wasser- und Abwasserwirtschaft als existenzsichernde öffentliche Dienstleistung für alle Menschen fördert. Diese EU-Rechtsvorschriften sollten die Regierungen dazu verpflichten, für alle Bürger und Bürgerinnen eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie eine sanitäre Grundversorgung sicherzustellen.
Wir stellen nachdrücklich folgende Forderungen: Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Bürger und Bürgerinnen das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung haben. Die Versorgung mit Trinkwasser und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen darf nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden. Die Wasserwirtschaft ist von der Liberalisierungsagenda auszuschließen. Die EU verstärkt ihre Initiativen, einen universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung zu erreichen. (Quelle: http://www.right2water.eu/de)

http://www.right2water.eu/de


www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5

 


Kristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Kalkspat; enthält u.a. Indium, Germanium und Silber. Foto: Jürgen Jeibmann/HZDR

Neue Erkundung von metallischen Rohstoffen im Erzgebirge geplant

16.01.2013 Das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) plant mit Partnern aus Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung, im sächsischen Erzgebirgskreis metallische Rohstoffvorkommen aus der Luft zu erkunden.
Ein entsprechender Antrag geht am heutigen Mittwoch, dem 16. Januar 2013, beim Sächsischen Oberbergamt in Freiberg ein. Das HIF ist eine gemeinsame Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der TU Bergakademie Freiberg. „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass im Revier „Geyerscher Wald“ Erzvorkommen lagern, die eine Reihe wichtiger Industrie- und Technologiemetalle, darunter Indium und Zinn, enthalten“, sagt der Direktor des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie, Prof. Jens Gutzmer, der für den Antrag an das Sächsische Oberbergamt verantwortlich ist. „Wir wollen den geologischen Untergrund darauf hin untersuchen und dabei gleichzeitig geophysikalische Erkundungs- und Auswertungsmethoden weiterentwickeln“. Konkret geht es um die Erkundung folgender Elemente: Zinn, Zink, Wolfram, Molybdän, Kupfer, Eisen, Arsen, Blei, Silber, Gold, Mangan, Titan, Fluorit, Baryt, Aluminium, Indium, Gallium, Germanium, Tantal, Scandium, Lanthan, Yttrium. Die Rohstoffe sind für viele Industriezweige und Anwendungen unverzichtbar, beispielsweise Zinn für die Mikroelektronik und Zink in der Metallindustrie. Mehr.... (innovations report)

 


Viellzelliges Cyanobakterium (Bild: UZH)

Grosse Sauerstoffkatastrophe: mehr Sauerstoff durch Vielzelligkeit

Das Erscheinen von freiem Sauerstoff in der Erdatmosphäre führte zur Grossen Sauerstoffkatastrophe, bekannt als «Great Oxidation Event». Auslöser waren die Sauerstoff produzierenden Cyanobakterien, die sich bereits vor 2,3 Milliarden Jahren zu Vielzellern entwickelten. Wie Evolutionsbiologen der Universität Zürich und Göteborg belegen, ging diese Vielzelligkeit mit der Sauerstoffzunahme einher und spielte somit für das heutige Leben auf der Erde eine wichtige Rolle.

Cyanobakterien gehören zu den ältesten Organismen auf der Erde. Sie kommen auch heute noch in Ozeanen, Gewässern und selbst in heissen Quellen vor. Indem sie Sauerstoff produzierten und sich zu Vielzellern entwickelten, spielten sie eine Schlüsselrolle für die Entstehung von Sauerstoff atmenden Organismen. Dies weist ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Evolutionsbiologen der Universität Zürich nach. Gemäss ihren Untersuchungen entwickelten Cyanobakterien die Vielzelligkeit rund eine Milliarde Jahre früher als Eukaryoten – Lebewesen mit einem Zellkern. Fast zeitgleich mit dem Auftauchen von vielzelligen Cyanobakterien beginnt sich Sauerstoff in den Ozeanen und der Erdatmosphäre anzureichern.
Mehr... (Univ. Zürich)

 


(Quielle: 3sat Mediathek)

Auf Luftkissen gebaut

Ein Luftpolster hält Erschütterungen vom Haus ab: Der Japaner Youichi Sakamoto hat ein Schutzsystem für Einfamilienhäuser entwickelt: Sie stehen auf einem Luftkissen. Es füllt sich mit Luft, wenn der Sensor ein Erdbeben registriert. Mehr...
Film: 07:46 min, Format: Flash

 


In langen Bahnen wird Erdbebenschutz-
gewebe auf Mauerwerk aufgebracht und dann verputzt. Im Ernstfall hält es Trümmer zusammen und Rettungswege frei. (Bild: M. Urban/KIT)

Erdbebenschutzgewebe kommt an den Markt
Monika Landgraf Presse, Kommunikation und Marketing Karlsruher Institut für Technologie 07.01.2013 13:09

Bei Erdbeben bleiben meist nur Sekunden, um sicher ins Freie zu flüchten. Doch oft versperren herabfallende Trümmer die Rettungswege aus dem Gebäude. Eine Entwicklung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verlängert die rettende Zeitspanne, indem sie Mauern verstärkt und Trümmer zurückhält. Ein internationaler Baustoffproduzent hat die produktreife Innovation nun auf den Markt gebracht. Mehr...



Karten der Epizentren der Erdbeben in EMEC sowie Plattengrenzen (rot) und ausgewählte Bruchstörungen erster Ordnung (schwarz). Bild: GFZ

Erdbebenforschung: keine Vorhersage, aber Kenntnis der Gefährdung

Die Verurteilung der italienischen Seismologen in Folge des L’Aquila-Bebens machte erneut deutlich: Erdbeben sind nicht vorhersagbar. Aber warum ist das so, wo doch die Plattentektonik ein hervorragendes und etabliertes Konzept zur Erklärung der Vorgänge auf und in unserem Planeten ist?
Tatsächlich kennt man heute die großen Erdbebenzonen aus Auswertungen aktueller und historischer Erdbeben. Hieraus können Seismologen abschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit welche Erdbebenstärken wo zu erwarten sind. Aber bereits eine solche Gefährdungsabschätzung ist wegen teilweise langer Erdbebenzyklen über Hunderte von Jahren eine Herausforderung. Noch komplexer stellt sich das Problem bei der deterministischen Vorhersage von Erdbeben dar: Um nützlich für kurzfristige Maßnahmen zu sein, müsste der Zeitpunkt auf den Tag genau, der Ort bis auf zehn Kilometer und die Bebenstärke bis auf eine halbe Magnitude bekannt sein - ein Menschheitstraum, der nach heutigem Wissensstand nicht zu verwirklichen ist. Mehr...


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